Android

25. Januar 2010 10:17; Akt: 25.01.2010 11:21 Print

Multitouch fürs Nexus One

Ein Hacker namens Cyanogen zeigt im Video, wie sich der Browser des ersten reinen Google-Handys mit zwei Fingern bedienen lässt. Ausserdem wurde bekannt, dass das Gerät Schimpfwörter bei der Spracheingabe zensiert.

Quelle: YouTube
Zum Thema
Fehler gesehen?

Warum Google das Nexus One ohne Multitouch ausliefert, ist bislang nicht bekannt geworden. Denn sowohl die Hardware als auch das Betriebssystem Android unterstützen die Eingabe mit zwei Fingern. Und obwohl Apple die Technologie patentiert hat, gibt es Geräte, die sie unterstützen. Dazu zählen der Palm Pre und das Motorola Milestone, deren Hersteller vermutlich vom Apfel-Konzern eine Lizenz erworben haben.

Nun hat der Hacker Cyanogen die Funktion für den Browser des Nexus One freigeschaltet, wie im obigen Video zu sehen ist. Das dafür nötige Update muss zuvor auf das Smartphone heruntergeladen werden. Hinweis: Nutzer sollten zuvor eine Sicherheitskopie ihrer Daten erstellen und nicht vergessen, dass das Hinzufügen der Funktion auf eigenes Risiko erfolgt. Cyanogen selbst wies darauf hin, dass in jedem Fall Browser-Einstellungen und Lesezeichen gelöscht werden. Der Entwickler hat überdies das Framework veröffentlicht, so dass andere Experten den Hack für weitere Anwendungen des Nexus One verfügbar machen könnten.

Als erstes Schweizer Medium hatte 20 Minuten Online auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas das Nexus One ausprobiert. Was uns damals im 15-Minuten-Test leider nicht, nun aber den Kollegen der Nachrichtenagentur Reuters auffiel: Das Smartphone zensiert Spracheingaben. Wer beispielsweise einen Text für eine Kurznachricht ins Gerät spricht, welcher das Wort «Fuck» enthält, sieht anschliessend stattdessen nur ein paar Rautensymbole auf dem Bildschirm. Eine Google-Sprecherin sagte Reuters dazu: «Wir filtern diese Ergebnisse nicht aus reiner Höflichkeit, sondern um zu verhindern, dass unflätige Ausdrücke versehentlich in Kurznachrichten eingefügt werden.» Denn Technologien zur Spracherkennung seien noch nicht ausgereift.