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24. November 2009 09:47; Akt: 24.11.2009 12:20 Print

Rassisten bomben Michelle Obama auf Platz 1

Wer in die Bildersuche des Marktführers die Frau des US-Präsidenten eingab, konnte kurzzeitig ein ehrverletzendes Bild ganz oben in der Trefferliste sehen. Es ist nicht die erste Google-Bombe gegen Prominente.

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Michelle Obama: Dieses Foto tauchte kurzzeitig auf Platz 1 der Google-Bildersuche auf.

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Wie unlängst in einem Google-Forum zu lesen war, tauchte ein ehrverletzendes Bild von Michelle Obama auf dem ersten Platz der Bildersuche auf, wenn man ihren Namen bei google.com eingab. Im selben Thread stellte ein Mitarbeiter namens Jem klar, dass Google keine Treffer entfernt, nur weil sie schlechten Geschmack beweisen oder sich jemand beschwert. Anders sehe es hingegen aus, wenn ein Treffer illegal sei, Googles Bestimmungen für Webmaster verletzte oder ein Seitenbetreiber die Entfernung verlange.

Die Webseite searchengineland.com zitiert Matt Cutts aus Googles Search Quality Group, laut dem man das Bild entfernt habe, weil es auf eine Seite führe, die Malware verbreite und damit die Richtlinien für Seitenbetreiber verletze. Wie searchengineland weiter schreibt, ist das Bild nach wie vor auf anderen Webseiten zu finden. Das bestätigte auch ein Kurz-Test von 20 Minuten Online, in dem das Bild auch auf google.ch teilweise Platz 1 der Bildersuche einnahm - allerdings stammten die Treffer von einer anderen Webseite. Warum es auf Platz 1 der Trefferliste landete, ist bislang unklar. Es könnte sein, dass es sich um eine so genannte Google-Bombe handelt. Grob verkürzt, können Macher von Webseiten oder Blogs Links beispielsweise mit diffamierenden Wörtern benennen und diese auf andere Seiten führen lassen, welche dann weit oben in Googles Treffern auftauchen, obwohl das jeweilige Wort gar nicht auf ihnen zu finden ist. Hintergrund ist, dass Google die Qualität von Websites unter anderem danach bemisst, wie viele Links zu ihnen führen. Wie 20 Minuten Online berichtete, hatte im Juli eine Google-Bombe gegen Nicolas Sarkozy Schlagzeilen gemacht: Wer auf Französisch nach «Arschloch im Web» suchte, erhielt als ersten Treffer die offizielle Seite des französischen Staatspräsidenten. Weitere Google-Bomben sind in der Bilderstrecke zu sehen.

(hst)