Google Games

28. Juli 2010 16:08; Akt: 28.07.2010 16:55 Print

Facebook-Rivale von Google?

Der weltgrösste Internet-Konzern will offenbar nicht länger zuschauen, wie Facebook weiterwächst und soll an einem Konkurrenten arbeiten.

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Angesprochen auf die Social-Community-Pläne gibt sich Google CEO Eric Schmidt noch bedeckt. (Bild: Paul Sakuma)

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Der Suchmaschinenriese will eine Game-Community aus dem Boden stampfen, die zu einer echten Social-Community ausgebaut werden soll, schreibt das Wall Street Journal und bezieht sich auf gut informierte Kreise. Google soll bereits mit verschiedenen grossen Online-Spiele-Entwicklern Gespräche gesucht haben. Am Marktführer Zynga soll der Internet-Konzern bereits mit 100 Millionen US-Dollar beteiligt sein. Von Unternehmensseite wurde dies aber nie bestätigt. CEO Eric Schmidt sagte jedoch in einem WSJ-Interview, dass davon ausgegangen werden kann, dass es in Zukunft zu einer Partnerschaft mit Zynga kommen werde.

Darauf angesprochen, ob Google einen Facebook-Klon plane, antwortete er: «Die Welt braucht keine Kopien von der gleichen Sache.» Mit Orkut unterhält Google zwar bereits eine eigene Social-Community, sie ist allerdings hauptsächlich in Indien und Brasilien populär. Im Vergleich zu den 500 Millionen Facebook-Usern ist die Verbreitung allerdings bescheiden.

Disney übernimmt Online-Spiele-Anbieter

Der US-Unterhaltungsriese Disney kündigte am Dienstag die Übernahme des kalifornischen Spiele-Anbieters Playdom zum Kaufpreis von 563 Millionen Dollar an. Playdom bietet Spiele wie «Social City» an, die Mitglieder sozialer Netzwerke wie Facebook und MySpace im Internet zusammenbringen. Die Teilnahme an sich ist kostenlos, während des Spiels werden aber virtuelle Güter für geringe Beträge zum Kauf angeboten. Weitere Einnahmen erzielt Playdom mit Anzeigen. Mit 42 Millionen Nutzern pro Monat gehört Playdom zu den kleineren Anbietern solcher Online-Spiele, Marktführer ist der «Farmville»-Erfinder Zynga mit rund 235 Millionen Nutzern im Monat.

Google mit Audiowerbung

Laut dem Online-Portal mediapost.com will Google ins Geschäft mit der Audio-Werbung einsteigen. Android-Kunden sollen die Werbespots in der Länge von bis zu 30 Sekunde Länge bei der Benützung eines künftig angebotenen «Streaming Music Channels» zu hören bekommen. Der Branchendienst cnet.com hat schon im Juni geschrieben, dass im Herbst mit Google Music ein Konkurrenzangebot zu Apples iTunes Store lanciert werden soll. Apples Angebot verzeichnet in den USA momentan zwar noch rund 70 Prozent Markanteil, Google könnte kostenpflichtige Downloads aber direkt in seine Suchergebnisse einbetten, um den IT-Konzern aus Cupertino zu attackieren. Laut Cnet soll Google Vetretern der wichtigsten vier Plattenfirmen seinen Plan bereits auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar in Las Vegas präsentiert haben. Eine Stellungnahme gab es von keinem der Unternehmen (20 Minuten Online berichtete).

Translate mit neuen Funktionen

In einem offiziellen Blogpost hat Google gestern mitgeteilt, dass sich neu ganze Dokumente wie PDF, TXT, DOC, PPT, XLS oder RTF direkt mit Google Translate in die gewünschte Sprache übersetzen lassen. Dabei stehen insgesamt 53 Sprachen zur Auswahl. Wird ein Text in die englische Sprache übersetzt, kann man sich ihn auf Wunsch auch vorlesen lassen.

Cursor unter Aufsicht

Google hat eine Technik patentieren lassen, mit deren Hilfe sie die Mausbewegungen überwachen können. Der Antrag wurde im Februar 2005 unter dem unauffälligen Namen «System und Methode zur Modulation der Suchrelevanz indem Zeiger-Aktivität überwacht wird» eingereicht. Vor zwei Wochen wurde er nun abgesegnet, schreibt das Newsportal winfuture.de.

(mbu/ddp)