Perspektivwechsel

12. Juli 2010 10:43; Akt: 12.07.2010 14:10 Print

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Der Suchmaschinenanbieter bietet Nutzern seines Kartendienstes ab sofort für einige Städte 45-Grad-Ansichten von Strassen an und schliesst damit zu Konkurrent Bing auf.

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Google Maps: Bilder in 45-Grad-Ansicht

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Google hat im offiziellen Firmen-Blog über die Zoom-Funktion aufrufbare 45-Grad-Ansichten für den Kartendienst Maps vorgestellt. Vergleichbares kennt man bereits als Funktion Bird's Eye View von Microsofts Kartendienst Bing Maps. Aus Europa stehen Googles neue Bilder allerdings bislang nur für Dortmund und Venedig zur Verfügung. Google will das Angebot in den nächsten Monaten ausbauen. Für welche Städte weltweit die 45-Grad-Ansichten bereits nutzbar sind, geht aus einer Liste des Suchmaschinenanbieters hervor.

Eine echte Innovation hat das zu Google gehörende Videoportal YouTube auf der Branchenveranstaltung VidCon 2010 in Los Angeles präsentiert. Ab sofort lassen sich Clips auch in einer Auflösung von 4096 x 2304 (4K) speichern und abspielen. Damit versechsfacht YouTube die bisher maximale Video-Auflösung von 1080p (Full HD). Wie Ramesh Sarukkai vom Unternehmen im offiziellen Blog schreibt, können Nutzer der Seite die maximale Auflösung über die Schaltfläche «Original» auswählen. Allerdings habe der ideale Bildschirm für Videos dieser Grösse eine Diagonale von rund 7,60 Metern. Nutzer bräuchten angesichts der Dateigrösse eine «ultraschnelle DSL-Verbindung». Daher ist das Ganze bislang noch als technische Spielerei anzusehen, die an YouTubes Vuvuzela-Button erinnert. Wer 4K-Videos schauen möchte, findet hier eine Übersicht verfügbarer Clips.

Werbung auf eigenen Mini-Seiten

Nur ein Gerücht blieb bislang interaktive Werbung, die Google laut «Wall Street Journal» planen soll. Dem Bericht zufolge soll die Reklame in Microsites eingebunden werden, die nicht nur in Videos, sondern an weiteren Orten einer Website auftauchen können. Nutzer könnten sich dann auf dieser kleinen Seite Videowerbung ansehen, Kommentare verfassen und in Echtzeit Reklame angezeigt bekommen, die noch besser auf ihre Interessen abgestimmt ist. Wie weit entsprechende Pläne bei Google gediehen sind, dazu sagte Vorstandschef Eric Schmidt im Interview nichts.

Wiederum konkret ist die ab sofort in den Google Labs zu findende Applikation Open Spot. Sie setzt mindestens Android 2.0 und einen Google-Account voraus und ist bislang nur in den USA, den Niederlande und Kanada verfügbar. Einerseits kann man Parkplätze eintragen und sich andererseits freie im Umkreis von 1,5 Kilometern anzeigen lassen. Dabei werden entsprechende Meldungen farblich eingefärbt: Zunächst rot, nach fünf Minuten orange und nach zehn Minuten gelb. Wer freie Parkplätze einträgt, erhält einen so genannten Karma Punkt. Wozu dieser gut ist, hat Google bislang nicht enthüllt. Das Unternehmen verspricht in seinen Datenschutzbestimmungen, die Userdaten nicht mit der Position des Nutzers und den Informationen über freie Parkplätze zu verbinden.

Schweigen erntet man von Google bisher nur auf einen Bericht des Blogs TechCrunch, laut dem der Suchmaschinist bis zu 200 Millionen Dollar in den Onlinespiele-Anbieter Zynga investiert haben soll, um ein Portal namens Google Games aufzubauen. Die Firma ist unter anderem mit dem Facebook-Game Farmville bekannt geworden. Es wollte sich ebenfalls bislang nicht äussern.

(hst)