Browser für iOS-Geräte

29. Juni 2012 07:33; Akt: 29.06.2012 13:45 Print

Chrome soll das iPhone erobern

Der laut Statistik populärste Browser der Welt ist ab sofort auf den mobilen Apple-Geräten verfügbar. Und auch den Cloud-Speicher Google Drive gibts neu als App für iPhone und iPad.

(Quelle: youtube.com/googlechrome)
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Der von Google entwickelte Web-Browser «Chrome» ist nun auch für iPhones und iPads verfügbar. Dies hat der Suchriese Google am Donnerstag an seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco mitgeteilt. Die kostenlose App kann inzwischen aus dem App-Store heruntergeladen werden.

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Der Browser erlaubt es Nutzern von Apple- und Android-Geräten, geöffnete Webseiten auf all ihren Geräten zu synchronisieren. Als eingeloggter Google-Nutzer findet man künftig auf allen seinen Geräten einen Browser im gleichen Zustand vor: Eine Funktion, die Konkurrent Apple für sein neues mobiles Betriebssystem iOS 6 ebenfalls angekündigt hat.

Meistgenutzer Browser

Googles Chrome hat Zahlen der Analyse-Firma StatCounter zufolge im Mai Microsofts Internet Explorer als meistgenutzten Browser abgelöst. Über 310 Millionen Menschen weltweit nutzen das Programm, um im Internet zu surfen, sagte ein Google-Manager am Donnerstag.

Ausserdem hat Google am zweiten Tag seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O Neuerungen für seine Online-Office-Programme «Google Docs» angekündigt. Die Programme, die denen von Microsofts Office ähneln, können nun auch ohne Internetverbindung genutzt werden, und werden synchronisiert, sobald das Gerät auf das Internet zugreifen kann.

Fotos werden analysiert

Google Drive, der Online-Speicher à la Dropbox, ist nun ebenfalls als eigene iOS-App für die mobilen Apple-Geräte verfügbar. Damit kann vom iPhone und iPad auf die in der Cloud gespeicherten Dokumente zugegriffen werden. Auch gescannte Dokumente lassen sich neu im Volltext durchsuchen. Das funktioniert sogar mit Fotos, wie an der Entwicklerkonferenz demonstriert wurde. Offenbar wendet Google die Bilderkennungstechnik an, die für Goggles entwickelt wurde. So werden Muster und Formen erkannt.

Mehr Leistung pro Dollar

Eine weitere Neuerung wird von Medien als Angriff auf Amazon gewertet: Neu können Firmen auf Googles Rechenpower zugreifen. «Compute Engine» erlaubt es, die Datenzentren von Google zu nutzen und über das Internet darauf zuzugreifen. Ähnliche Angebote gibt es bereits von Amazon, Microsoft und Oracle.

«Google bietet 50 Prozent mehr Leistung für den Dollar als andere Anbieter», sagte der Schweizer Infrastruktur-Chef von Google, Urs Hölzle, bei der Präsentation. Weitere Details gab der Such-Riese nicht bekannt.

Datenbrille erst 2014 erhältlich

Am Mittwoch hatte Google bereits eine Reihe von neuen Produkten vorgestellt, darunter ein eigenes Tablet und Neuigkeiten zu Googles Brillen mit Smartphone-Funktionen «Google Glass». Die sind laut Google für ausgewählte Entwickler ab Anfang des kommenden Jahres verfügbar.

Am Donnerstag gab das Unternehmen bekannt, ab wann sie für die breite Masse verfügbar sein sollen. Google «hoffe», sie 2014 auf den Markt bringen zu können, sagte einer der Firmengründer, Sergey Brin, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Brin verwende die Hälfte seiner Zeit auf das Projekt. Details zu Preis und Verfügbarkeit nannte Google nicht.

(dsc/sda)