«Project Glass»

28. Juni 2012 11:59; Akt: 29.06.2012 09:22 Print

Was Googles Terminator-Brille wirklich kann

2013 soll die futuristische Datenbrille mit Kamera und Minidisplay ausgeliefert werden. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Gerät, das unseren Alltag verändern könnte.

(Quelle: youtube.com/GoogleDevelopers)
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An der Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco hat Google eine eindrückliche Show zu seiner Datenbrille geboten, inklusive waghalsigen Stunts. Noch hat die Brille aber den Status eines Prototypen – und es ist ein weiter Weg bis zu einem massentauglichen Gerät. 20 Minuten Online hat die wichtigsten Fragen und Antworten zum Hightech-Gadget zusammengetragen:

Wann kommt die Brille in den Handel und was wird sie kosten?
Der genaue Termin ist offen. Registrierte Entwickler haben diese Woche an der Google-Konferenz die Gelegenheit, eine «Explorer»-Version vorzubestellen. Sie kostet 1500 US-Dollar und soll Anfang 2013 ausgeliefert werden. Die Endversion für normale Kunden folgt laut Google weniger als ein Jahr später, also vielleicht auch noch 2013. Sie soll dann «deutlich weniger» kosten – laut unbestätigten Quellen ist von einem Preis um die 1000 Dollar oder weniger auszugehen.

Was tut man mit der Brille?
Es muss ja nicht gerade ein Sprung aus dem Zeppelin sein, der mithilfe der ins Brillengestell integrierten Minikamera aus der Ich-Perspektive festgehalten wird. Grundsätzlich wird die Google-Brille all jene Funktionen bieten, die wir heute bei den Smartphones schätzen. Kurznachrichten, Mails und Erinnerungen können auf dem Mikrodisplay angezeigt und gelesen werden.

Dank Augmented Reality – dem Einblenden einer virtuellen Informationsebene – wird die Brille auch hervorragend zum Navigieren unterwegs geeignet sein. Zudem lassen sich damit Fotos und Videos schiessen. Die Aufnahmen werden lokal auf dem Gerät gespeichert, können aber auch automatisch ins Internet (Cloud) hochgeladen werden.

Wie wird die Brille bedient?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Die bequemste ist die Steuerung mit der eigenen Stimme. Dank eingebautem Mikrofon und Spracherkennungs-Software kann der Nutzer die Anweisungen bequem mündlich erteilen. Das Gerät kann aber auch manuell bedient werden. Und schliesslich kann die Brille auch noch drahtlos mit dem Smartphone verbunden werden.

Kann man mit der Brille telefonieren?
Die direkte Anbindung ans Mobilfunk-Netz über ein eingebautes 3G- oder 4G-Modul ist angeblich nicht vorgesehen. Die Verbindung erfolgt über WLAN. Wenn man unterwegs mit der Brille ins Internet will, kann man das Gerät auch drahtlos mit dem Smartphone verbinden (sogenanntes Tethering).

Wie lange hält der Brillen-Akku durch?
Die Batterielaufzeit des Prototypen beträgt laut Google rund sechs Stunden. Ziel ist ein ganzer Tag.

Hat Google an die Brillenträger gedacht?
Ja. Die Google-Brille wird angeblich so konzipiert, dass geschliffene Gläser verwendet werden können. Es soll also eine Kombination mit herkömmlichen Korrekturbrillen möglich sein.

Welche technischen Komponenten enthält die Brille?
Das Gerät beinhaltet einen Prozessor, einen Flash-Speicher (in unbekannter Grösse) für die Nutzerdaten, ein Touchpad zur Steuerung, einen Knopf zum Fotografieren, Mikrofone, eine Kamera, einen Lautsprecher und diverse Sensoren, darunter einen Beschleunigungs-Messer, ein Gyroskop und einen Kompass. Als Betriebssystem wird Googles Android eingesetzt.

Update 29. Juni

Am Donnerstag nahm das Unternehmen erneut dazu Stellung, ab wann die Brillen für die breite Masse verfügbar sein sollen. Google «hoffe», sie 2014 auf den Markt bringen zu können, sagte einer der Firmengründer, Sergey Brin, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Brin verwende die Hälfte seiner Zeit auf das Projekt. Details zu Preis und Verfügbarkeit nannte Google nicht.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ForumHexl am 28.06.2012 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Primitives Niveau hier im Forum

    Wenn man die verschiedenen Beiträge liest, kann man nur eines sagen: Bis auf ein paar Ausnahmen herrscht wieder einmal primitives Niveau hier in diesem Forum, was die Schreiber betrifft. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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  • Chris Huber am 29.06.2012 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So geil

    Nur noch geil endlich eine brille die nicht nur für leute ist die eine brille besitzen nur noch geil

  • Fabian Müller am 28.06.2012 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mega

    Der Hammer :D Endlich kann ich meinen Töffhelm frisieren

Die neusten Leser-Kommentare

  • Harry am 29.06.2012 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freu!

    Ich freue mich schon jetzt über die Unfallberichte weil plötzlich ein schön großes Werbebanner eingeblendet wird. Anscheinen sind die heutigen Verkehrsteilnehmer mit den normalen Verhältnissen überfordert in ihrer Aufmerksamkeit und jetzt blinkt und blitzt es auch noch zusätzlich in der Brille. Das wird lustig.

  • Der Mensch am 29.06.2012 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    DIE Lösung

    Nun werden die die frisch ne korrektur haben nicht von mitschülern ausgelacht weil alle im unterricht mit dem arbeiten werden ;) danke google ps: wenn du dann weisst wie alle schüler die schule hassen kannst du sie ja bitte abschaffen oder etwa nicht?

    • Larry am 29.06.2012 22:35 Report Diesen Beitrag melden

      mit Brille mehr Intelligenz vorgegaukelt

      Mit Brille sehen Schüler viel intelligenter aus. Das darf man nicht vergessen!

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  • Daniel Hugentobler am 29.06.2012 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Widerrechtlich

    Das tragen einer solchen Brille ist in der Schweiz widerrechtlich. Es ist nicht legal ohne vorgängige Zustimmung des gefilmten Videoaufnahmen zu machen: Das Recht am eigenen Bild. Der Träger einer solchen Kamera kann sofort verzeigen.

    • uncharted lands am 29.06.2012 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      uncharted

      Also erstens muss der Gefilmte verzeigen - kaum einer verzeigt sich selbst. 2. Das Tragen der Brille ist 100% legal - oder lässt du die Kamera deines Iphones dauernd laufen? Recorden tut man nur, wenn man etwas recorden will - da die Aufnahme aber nicht automatisch läuft, besteht hier kein Rechtsproblem.

    • Robin am 29.06.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Und ein Smartphone?

      Die Kamera ist nicht immer aktiv, oder kannst du mich verzeigen, wenn ich mit meinem Smartphone herum laufe, da dies eine Kamera enthält? NEIN! Erst denken dann schreiben.

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  • Holger Karter am 29.06.2012 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache

    Darauf habe ich immer gewartet, eine super Sache für Fernwartungen an hightech Maschinen oder anderen komplizierten Techniken, denn wenn der Kunde/Servicetechniker solch ein Brille trägt lassen sich viele Dinge einfacher erklären denn man sieht direkt sein Problem live. Grösster Vorteil ist die Verbindung über das Handy denn meistens ist ein LAN-Zugang beim Kundennetzwerk nicht möglich. Wir werden das sicherlich bei uns beobachten und sogar einführen.

  • Danijel R. am 29.06.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schade Schokolade

    Schade, wiedermal Technik, die ich nie nutzen kann, da ich auf einem Auge blind bin. :( *neidisch ist*