Street View

19. August 2009 11:34; Akt: 19.08.2009 16:24 Print

Stinkefinger und Autofahrer mit HarndrangStinkefinger und Autofahrer mit Harndrang

Die Leserschaft von 20 Minuten Online hat sich auf die Suche nach skurrilen Street-View-Aufnahmen gemacht - und ist fündig geworden. Google ist daran, einzelne Bilder zu korrigieren.

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Er hält wohl nicht allzu viel von Googles Kamerawagen. 20-Minuten-Online-Leser Gerardo Raffa hat uns auf dieses Foto aufmerksam gemacht. «Auto und Rollernummern sind nicht oft zensiert, schade nur, wenn man im Parkverbot steht», schreibt Basil Büchel. Mann mit Harndrang, eingeschickt von Roger Meier. «C.K. wird erfreut sein», schreibt uns M. Bürge. «Hitchcock hätte seine wahre Freude gehabt» ist sich Urs Ladner sicher. «Die Polizei wollte offensichtlich dem Google-Street-View-Auto folgen und bricht das Gesetz», hat uns Markus Graf geschrieben. Jonas Bracher hat dieses Bild entdeckt: Hier hat Googles automatischer Filter offensichtlich versagt. Was bei der Velofahrerin nicht funktionierte, findet dafür lustigerweise bei Plakaten mit Ursus und Nadeschkin Anwendung. Taulant Gjukaj hat uns dieses Bild geschickt. «Zu enge Hosen?», fragt sich S. Leu beim Anblick dieser jungen Dame. Freizeit-Läufer Markus Kaufmann hat sich selbst entdeckt. An der Zurlindenstrasse in Zürich zeigt ein junger Mann auf unmissverständliche Art und Weise, was er von Googles Kamerawagen hält. Eingesandt von Benedikt Gander. Dieser Herr erleichtert sich am hellichten Tage am Bahnhofplatz in Bern. Eingeschickt von Michael Ammann. Yannis Portmann liefert den Beweis, dass es durchaus auch Passanten gibt, die sich gerne ablichten lassen. Dominik Imoberdorf hat mit Street View Szenen einer Verhaftung am Zürcher Sihlquai entdeckt. Florian Weber schreibt: «Ich habe auf meiner Street-View-Tour durch Zürich jemanden mit dem warscheinlich peinlichsten Job des Landes entdeckt.» Eine interessante Entdeckung hat Oliver Mötteli gemacht: «Kein VW Beetle mehr, keine Bauarbeiter mehr - hier wurde zusammengeflickt.» «Viel Unnötiges ist zensiert, nur das Gesicht nicht», wundert sich Dominik Bruderer. «Als ich den Google-Wagen um die Ecke fahren sah, musste ich einfach schnell in die Parklücke reinfahren, um mal schön in die Kamera winken zu können» schreibt Aresh Farokhnia. Gavin: «Street View, die Schweizer Bevölkerung liebt dich!» «Kinder auf dem Nachhauseweg», schreibt Ueli Bucher. «Im Himmel zwei Engel oder?», fragt sich Dominik Simon. Lucien Chappuis hat diesen Fehler und ... ... diesen entdeckt. «Ich habe ein Ufo gefunden» witzelt Joëlle Corrent. Patrik Basler aus Luzern hat sich entdeckt und schreibt: «Bei mir hat die Verpixelung gut funktioniert.» Jörg Meili hat uns auf diese Aufnahme aufmerksam gemacht. Fabian Bucher hat ein Auto von 20 Minuten mit Street View in Luzern gesichtet. «Kein fliegender, aber ein pinkelnder Holländer an der Kantonsstrasse zwischen Leuk und Salgesch» schreibt uns Roland-Roberto Brotschi. Bianca Onuoha hat uns auf dieses Bild aufmerksam gemacht. «Sei nie kopflos im Strassenverkehr unterwegs», rät Maurus Khnis. «Habe in Lyss BE am Bahnhof diese unzensierte Autonummer gefunden», schreibt Dominic Weder. «Endstation Baustelle» von Olivier Freuler entdeckt. 20-Minuten-Online-Leser Christoph aus Wettingen hat sich und sein Auto auf dem neuen Schweizer Street-View-Datensatz entdeckt. (18.8.09) Dieser Autofahrer ist auf der Strecke zwischen Brütten und Winterthur kurz ausgetreten. «Dieser Dame wurden die Beine rasiert» schreibt Ricco Krebs. Jonas Brachers Hinweis beweist, dass die automatische Verwischung von Gesichtern und Nummernschildern nicht einwandfrei funktioniert. Luc Vincent, Street-View-Chef, räumte dies kürzlich im Gespräch mit 20 Minuten Online ein. «F.M. aus Baden (nachzusehen auf http://www.ag.ch/strassenverkehrsamt) wird wohl keine Freude haben sein Auto völlig unzensiert zu sehen», schreibt Leser Stefan Weber. «Auch hier versagte die automatische Zensur von Google», schreibt uns Dominik Bruderer. «Der wird auch keine Freude haben», ist sich Jürg Burkhalter sicher. «Eine Mazda-Garage mit zwei unverpixelten Autonummern», hat Michael Angst entdeckt. Hansruedi Sovilla machte uns auf dieses skurrile Bild an der Badenerstrasse Ecke Elsastrasse aufmerksam. Domagoj Frančišković hat sich selbst mit Street View entdeckt: «I bi dä ganz rächts vor em Geböide, wo ni tue bügle.» Daniel Wehrli hat die Aufnahme einer Polizeikontrolle in Feuerthalen entdeckt. Mobile-Reporter Thomas Hegglin sichtete dieses Google-Earth-Auto in Oberwinterthur - mit eingeklappter Kamera. 20-Minuten-Online-Leser Arnaud Zehnder fotografierte dieses Street-View-Fahrzeug heute Morgen in Genf ... ... und Leser Pascal Mathys bekam eines der Google-Autos in Bern vor die Linse. Natascha Bürge schickte 20 Minuten Online dieses Bild aus Dübendorf. Auch in Zürich am Stauffacherquai waren die Googler unterwegs. La Neuveville BE, von Fabian Küng. Beim Glattzentrum in Wallisellen entdeckte Zafer Akin ein Google-Auto. Bertrand Kolb schickte uns diesen Schnappschuss.

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Seit gestern ist Googles Dienst Street View auch in der Schweiz verfügbar. Mit Hilfe von 360 Grad-Fotoaufnahmen lassen sich ganze Regionen vom PC aus erkunden. In der Vergangenheit führte das umstrittene Angebot zu Klagen, da sich immer wieder Personen in ihrer Privatsphäre verletzt fühlen, sei es, weil sie selber, ihr Auto oder ihr Haus klar erkennbar sind (20 Minuten Online berichtete).

Die Leser von 20 Minuten Online haben sich erfolgreich auf die Suche nach aussergewöhnlichen Fotos gemacht, die einzelnen Personen sauer aufstossen könnten. So ist etwa in der Nähe von Winterthur ein angegrauter Herr zu sehen, der sich am Strassenrand neben seinem Mercedes kurz erleichtert hat. Obwohl seine Gesicht auf dem Foto leicht verwischt wurde, dürfte es für seine Bekannten ein Leichtes sein, ihn zu erkennen. An der Zurlindenstrasse in Zürich zeigt ein junger Mann auf unmissverständliche Art und Weise, was er von Googles Kamerawagen hält. Ebenfalls in Zürich, unmittelbar neben dem Helvetiaplatz, geht ein Passant einen Stuhl schwingend auf den Google-Fahrer zu. Nur ein paar Häuserblocks zeigen zwei Frauen dem Fahrer die kalte Schulter.

Update 15:55 Uhr: Offenbar haben sich die ersten Personen bei Google beschwert. Mittlerweile wurden die Gesichter von einzelnen Personen, sowie einige Autonummern unkenntlich gemacht, lässt Google über ihre Presseagentur gegenüber 20 Minuten Online ausrichten.

Sämtliche Fotos finden Sie in der obigen Bildstrecke, die in den kommenden Tagen laufend ergänzt wird. Sie können uns dabei unterstützen, in dem Sie uns Ihre Trouvaillen auf feedback@20minuten.ch schicken.

(mbu)