Datenschutz

09. Juni 2010 18:38; Akt: 10.06.2010 10:44 Print

Google informiert über WLAN-Mitschnitte

Der Internet-Konzern Google hat die Datenschutzbehörden über die Details der umstrittenen Speicherung von Daten aus Funknetzen (WLAN) informiert.

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In mehreren Ländern wurden gegen Google Ermittlungen aufgenommen.

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Es sei ein Bericht der auf Datenschutz spezialisierten New Yorker Anwaltskanzlei Stroz Friedberg vorgelegt worden, der die von Google eingesetzte Software zum Scannen der Funknetze analysiere, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Stroz Friedberg kommt zum Ergebnis, dass Google Anwenderdaten wie E-Mail-Fragmente nur aus offenen Funknetzen gespeichert habe. Es habe keinen Versuch gegeben, die Verschlüsselung von geschützten WLAN-Stationen auszuhebeln. Google hatte Mitte Mai zugegeben, seit 2007 private Daten aus offenen Funknetzen erfasst und gespeichert zu haben. Ingesamt sollen seit 2007 rund 600 Gigabyte gespeichert worden sein. Das Unternehmen sammelte diese bei Kamerafahrten für den umstrittenen Dienst Street View.

Nach Bekanntwerden der Panne stellte Google bis auf weiteres sämtliche Fahrten ein. Die gespeicherten Anwenderdaten aus den ungeschützten Funknetzen seien nicht analysiert, sondern ohne weitere Verarbeitung auf die Festplatten der Street-View-Autos gespeichert worden.

Google hatte den Fehler entdeckt, weil der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar das Unternehmen aufgefordert hatte, die von den Street-View-Autos aufgezeichneten Daten zu überprüfen. Dabei war Technikern aufgefallen, dass die Fahrzeuge eine Software nutzen, die ein Google-Entwickler 2006 zum Speichern öffentlicher von Daten aus ungesicherten Funknetzen geschrieben hatte.


(mbu/sda)