Leanback

08. Juli 2010 10:11; Akt: 02.12.2010 10:56 Print

YouTube fürs TV-Gerät

Das zu Google gehörende Videoportal will Clip-Schauen ähnlich komfortabel machen wie Fernsehgucken und die iPhone-Applikation überflüssig machen.

Quelle: YouTube
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Im firmeneigenen Blog hat Senior Product Manager Kuan Yong YouTube Leanback vorgestellt. Eingeloggte User können die optimierte Betaversion nun ausprobieren.

Wie im obigen offiziellen Video des Unternehmens zu sehen ist, sieht man nach dem Aufrufen der Seite seinen Video-Feed. Diesen erstellt YouTube unter anderem aus abonnierten Kanälen des Nutzers und Clips, die Facebook-Freunden gefallen haben - sofern man seinen YouTube-Account mit dem sozialen Netzwerk verknüpft hat. Anwender können mit den Pfeil-Tasten des Keyboards zum nächsten oder vorigen Video springen, Kanäle durchsuchen und die Einstellungen ändern. Eine Maus soll daher nicht mehr benötigt werden. Videos werden standardmässig bildschirmfüllend abgespielt. Weil Leanback auf Adobe Flash basiert, läuft es nicht auf dem iPad. YouTube will aber eine HTML5-Version entwickeln.

Auf einer Medienkonferenz in der Firmenzentrale hat Produktmanager Andrey Doronichev die neue mobile Version des weltgrössten Videoportals präsentiert. Sie ist in den nächsten Stunden über m.youtube.com erreichbar. Sie soll unter anderem schnellere Ladezeiten, bessere HMTL5-Unterstützung (Video Tag) und bessere Bildqualität bieten als die aktuelle Version und die YouTube-App, welche auf Apple-Geräten wie dem iPhone läuft. Im Video vergleicht Doronichev die mobile mit Apples Version und zeigt unter anderem, dass letztgenannte immer noch auf die veraltete Sterne-Bewertung setzt und keine Vorschlagsfunktion für die Suche bietet. Auch bei der Videoqualität ist Apples Lösung unterlegen, was daran liegt, dass sie Technologie nutzt, die für EDGE entwickelt wurde. Wer mit dem iPhone die neue mobile Seite besucht, wird sogleich zur Installation aufgefordert, was aber nur heisst, dass YouTube ein Logo auf dem Homescreen ablegen möchte. Doronichev räumte aber ein, dass es noch einige technische Probleme mit der Web-App gebe und dem iPhone 4 gebe. Wer bereits ein solches hat, sollte also noch warten.

(hst)