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09. Februar 2010 11:11; Akt: 09.02.2010 11:25 Print
Zwitschern und dolmetschen
Der Suchmaschinenriese versucht im Bereich der sozialen Netzwerke Fuss zu fassen und hat für heute die Präsentation eines entsprechenden Produktes angekündigt. Ausserdem will Google zum mobilen Dolmetscher werden.

Google: Hansdampf in allen Gassen.
Googles E-Mail-Dienst Gmail will Facebook und Twitter Konkurrenz machen, berichtet das «Wall Street Journal». Dafür sollen etwa Status-Updates aus den persönlichen Twitter- und Facebook-Profilen auch für die Kontakte im individuellen Gmail-Adressbuch ersichtlich werden. Wie die neuen Funktionen im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt. Google hat angekündigt, im Laufe des Tages mehr zum neuen Social-Media-Produkt mitzuteilen.
Das Buhlen um User unter den Anbietern von E-Mail-Diensten dürfte sich künftig verschärfen. Erst vergangene Woche berichtete das IT-Portal techcrunch.com, dass die Social Community Facebook einen eigenen Mail-Service aufziehen will. Damit sollen die User in der Lage sein, von einer eigenen Facebook-Adresse aus Nachrichten zu verschicken. Die Adressen würden auf ihrname@facebook.com lauten. Das Projekt laufe unter dem Arbeitstitel «Titan». Facebook hat eigenen Angaben zufolge rund 400 Millionen Mitglieder. Im Vergleich dazu bescheinigen die Analysten des US-Marktforschungsunternehmens Comscore Googles Mail-Service 146 Millionen User. Platz eins belegt demnach Hotmail (Microsoft) mit 343 Millionen Usern.
Den Dolmetscher im Handy
Mit dem «Translator» bietet Google im Internet einen nützlichen Übersetzungsdienst an, der Textpassagen oder ganze Webseiten in 52 Sprachen übersetzt. Ausserdem verfügt etwa das Google-Handy Nexus One über Spracherkennung. Nun sollen diese zwei Technologien für die Echtzeitübersetzung von Gesprächen kombiniert werden, sagte Franz Och, der Leiter von Googles Übersetzungs-Abteilung im Gespräch mit dem Newsportal timesonline.co.uk. Implementiert in ein Handy könnte man sich so in seiner Muttersprache mit einem Chinesen unterhalten. «Wir glauben, dass Simultanübersetzung möglich ist und in ein paar Jahren ziemlich gut funktionieren könnte. Dafür bräuchte es allerdings eine Kombination aus maschineller Übersetzung und akkurater Spracherkennung – und genau daran arbeiten wir derzeit.»
(mbu)


























