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01. Dezember 2009 10:00; Akt: 01.12.2009 11:33 Print

Mörderjagd mit Google Wave

Das Kommunikations-Tool ist eigentlich für User gedacht, die in Echtzeit an Projekten arbeiten. Nun sucht eine Zeitung mit ihm Maurice Clemmons, der vier Polizisten umgebracht haben soll.

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Google Wave: «Seattle Times» sucht Maurice Clemmons (links), der vier Polizisten umgebracht haben soll.

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20 Minuten Online war unter den Ersten, die Googles neues Kommunikationstool Wave Anfang Oktober ausprobieren konnten. Im Test bot die Mischung aus E-Mail, Instant Messaging, Chat, Fotos und Videos durchaus Potenzial. Damals sah es so aus, als sollten vor allem Firmen und Nutzer, welche in Echtzeit an Projekten arbeiten, die Welle machen.

Doch nun zeigt die Zeitung «Seattle Times» ein neues Einsatzgebiet für Google Wave: Das Blatt hat eine öffentliche Welle eingerichtet, mit der nach Maurice Clemmons gesucht wird, der unlängst vier Polizisten in der US-Stadt getötet haben soll. Dies hat das Blatt kürzlich getwittert. Wer einen Wave-Account hat und with:public seattle times eingibt, kann sich die Welle anschauen. Sie enthält unter anderem eine Täterbeschreibung sowie Links zu Audio- und Videomaterial. Greg Richards, Mark Renninger, Tina Griswold und Ronald Owens waren am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) in einem Café in einem Vorort von Seattle erschossen worden. Sie waren bei der Polizei von Lakewood beschäftigt. Zeitungsberichten zufolge wurden die Polizisten regelrecht hingerichtet. Auf den Verdächtigen Maurice Clemmons ist eine Belohnung von 145 000 US-Dollar ausgesetzt.

Google Phone nicht mit Chrome OS?

Ausserdem machte Google heute erneut mit neuen Gerüchten zum Google Phone Schlagzeilen: Wie gizmodo.com unter Berufung auf einen Insider schreibt, soll es auf keinen Fall mit Chrome OS, sondern einer Android-Version zum Kunden kommen und als Herz Google Voice bieten. Der Dienst ist bislang nur in den USA verfügbar. Mit ihm sind Nutzer unter einer Nummer erreichbar und können günstiger telefonieren sowie Nachrichten verschicken als über etablierte Provider. Das Besondere am Google Phone soll sein, dass es ein eigenes Gerät des Suchmaschinenanbieters sein soll, dass er direkt und über Einzelhändler anbieten könnte, wie 20 Minuten Online berichtete. Heutige Google-Handys werden unter anderem von HTC und Samsung angeboten. Auf ihnen laufen Versionen des freien Betriebssystems Android, welche die Hersteller ihren Wünschen angepasst haben. Traditionell äussert sich Google nicht zu derartigen Spekulationen.

(hst)