Soziale Empfehlungen

14. Oktober 2013 11:08; Akt: 14.10.2013 11:35 Print

Google wirbt bald mit Ihrem Namen und Bild

Der Suchmaschinenriese Google hat seine Nutzungsbedingungen überarbeitet. Fortan können Usernamen, Fotos, Bewertungen und Kommentare im ganzen Internet zu Werbezwecken benutzt werden.

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Facebook hat kürzlich seine Nutzungsbedingungen so angepasst, dass jedes Profil von jedermann gefunden werden kann. Auch Google rückt seine User mit neuen Bestimmungen weiter in die Öffentlichkeit. Künftig können Nutzeraktivitäten im gesamten Netz zu Werbezwecken verwendet werden. Die Änderungen werden am 11. November wirksam.

Wer ein +1 für ein gutes Restaurant vergibt oder auf Google+ einer Seite folgt, muss damit rechnen, dass sein Profilbild oder sein Kommentar in der Google-Suche für die entsprechenden Produkte als Empfehlung auftaucht. Die «New York Times» schreibt, dass das soziale Werbeverfahren mit 9,5 Milliarden Dollar ein lukratives Geschäft ist. Soziale Empfehlungen könnten auf rund zwei Millionen Seiten zum Einsatz kommen und schätzungsweise eine Milliarde Menschen erreichen.

User sind nicht begeistert

Die Internetgemeinde zeigte sich von den geplanten Anpassungen wenig begeistert. Zahlreiche User tauschten aus Protest ihr Profilbild mit jenem des Google-Verwaltungsratsvorsitzenden Eric Schmidt aus.

Google macht auf breiter Front auf die Änderungen aufmerksam. Minderjährige sind von der neuen Regelung nicht betroffen. Alle anderen müssen über das sogenannte Opt-in-Verfahren auf Google der Weitergabe ihrer privaten Daten ausdrücklich zustimmten. Bei den Google-eigenen Diensten wie dem Google Play Store oder Google Maps werden die Daten automatisch sichtbar. Daran kann der User laut dem Techblog Gizmodo nichts ändern.

(pru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Wettermann am 14.10.2013 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Und tschüss!

    Danke für den Beitrag. Ein weiteres Social Media Konto gelöscht. Nach FB ist nun auch mit G+ Schluss! Die sollen sich ihre Milliarden anders verdienen, nicht mit mir!

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  • Mike am 14.10.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Youtube

    Als ich neuerdings ein neuer Youtube Account machen wollte, wurde ich gezwungen meine Handynummer anzugeben. Ansonsten war die Anmeldung gar nicht möglich. Was kommt als nächstes für eine Identitätsprüfung? Fingerabdruck? Nacktscanner?

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  • Mount Whateverest am 14.10.2013 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waaas?!

    Ein öffentliches Profil oder Berichte werden öffentlich?! Was für eine Schande! #ironie off

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin M. am 16.10.2013 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Don't Be Evil

    Solange mir Google so viele Dienst schenkt und dabei dem eigenen Grundsatz (tue nichts Böses) treu bleibt, gebe ich gerne ein bisschen von mir preis. So ist das eben: Geben und nehmen, Yin und Yang...

  • Des Lesens Fähiger am 15.10.2013 01:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kabis

    War heute in meinem Google Account. Die beschriebene Aktion muss durch opt-in - das heisst aktives Klicken einer Box - aktiviert werden. Ist nur heisse Luft dass jeder automatisch dabei ist. Natürlich wird es wieder viele geben die sich dafür anmelden weil sie ihre 5 Min virale Berühmtheit und 20 'gefällt mir' wollen

    • Peter Meier am 15.10.2013 10:27 Report Diesen Beitrag melden

      Wo finde ich das ?

      Guten Tag, kann mir mal jemand sagen, wie ich diese Opt-In finde ? Vielen Dank.

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  • Dani am 15.10.2013 00:06 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es halt... Man kann auch ablehnen

    Jaja am Ende jammern Alle, obwohl es in den Bedingungen steht und auch in den Medien erschien. Leute lernt es mal, lest die Bedingungen / Bestimmungen und klickt halt nicht einfach immer auf OK wenn es euch nicht passt. Anschliessendes jammern gilt nicht. Und was denkt ihr eigentlich? Dass euch Google Dienste wie Mail usw. einfach schenkt? Freut auch darauf, falls es Google oder anderen Riesen mal schlecht geht, dann kostet alles plötzlich was jahrelang gratis war, und wehren kann sich niemand dagegen.

  • Google_Nutzer am 14.10.2013 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Konsumfreiheit? = Entscheidungsfreiheit?

    Warum kann der User nicht selbst entscheiden: JA - NEIN - VIELLEICHT? Bei der Organspende geht, dass ja auch...

  • Kimbrus am 14.10.2013 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vermarktet wird man nur ....

    wenn man seinen richtigen Namen in diesen Sozial Monstern angibt. Kann aber jeder selber entscheiden. Dann tauchen zB. in den Werbungen für Biskuits Namen auf wie "Monsterkookie" oder "NSA empfiehlt diese Seite"