Google-Phone im Test

06. November 2013 22:38; Akt: 06.11.2013 22:38 Print

Nexus 5 - der neue Stern am Android-Himmel

Google ist mit dem LG Nexus 5 ein Spitzengerät zum «Schnäppchenpreis» gelungen. Zu verdanken ist dies auch dem neuen Betriebssystem Kitkat 4.4. Nie hat Android mehr Spass gemacht.

Fehler gesehen?

Samsung, HTC, Sony, LG - wer sich ein neues Android-Phone zulegen möchte, hat die Qual der Wahl. Nicht nur bietet jeder Hersteller mehrere Modelle an, auch werden unterschiedliche Android-Versionen eingesetzt. Samsung hat Touchwiz, HTC setzt auf Sense und auch Sony verpasst Googles Betriebssystem einen eigenen Anstrich. Lediglich die Nexus-Reihe bietet das pure Android-Vergnügen. Nun ist mit dem Nexus 5 von LG das neuste Mitglied zur Familie gestossen. Der koreanische Hersteller kommt damit wie bereits Samsung schon zum zweiten Mal zum Zug.

Das Nexus 5 ist schlicht und elegant. Zur Auswahl steht das Gerät in Schwarz oder dem Panda-Anstrich Schwarz-Weiss. Auf der Rückseite prangt gross der Nexus-Schriftzug. Wie beim Nexus 7 kommt dabei ein gummiartiges Material zum Einsatz (zumindest beim schwarzen Modell), das sich angenehm und relativ rutschfest anfühlt. Die Lautstärke und die Ein-/Aus-Taste bestehen aus Keramik und wirken, wie der Rest des Gerätes auch, hochwertig. Das Nexus 5 liegt sehr gut in der Hand, auch dank des geringen Gewichts von 130 Gramm. Hier und da wirkt es aber etwas kantig. Das Full-HD-Display zeigt satte Farben und zeigt Text gestochen scharf an.

Speicher etwas dürftig

Nicht nur äusserlich, auch im Innern weiss LG zu beeindrucken. Die Hardware gehört zum besten, was Android-Geräte derzeit zu bieten haben (genauere Details in der Infobox). Lediglich der Speicher ist mit 16 GB etwas knapp bemessen. Die Möglichkeit, per SD-Karte zu erweitern, gibt es bei Nexus-Geräten traditionellerweise nicht. Das 32-GB-Modell kann bis auf Weiteres nur direkt im Google Store bestellt werden. Aus der Schweiz geht dies leider nicht.

Geizig gab sich LG beim Akku. 2300 mAh reichen für knapp einen Tag - mit eingeschaltetem Bluetooth, Wi-Fi, Synchronisation und ansonsten normaler Benutzung. Hier wäre mehr besser gewesen.

Passable Kamera mit hervorragendem Editor

Zwar besitzt das Nexus 5 nur eine 8-Megapixel-Kamera, dank optischem Bildstabilisator schiesst sie aber ganz ordentliche Bilder, wenn auch nicht auf iPhone-5S-Niveau. Hier spielt sich auch zum ersten Mal die Stärke des neuen Android 4.4 aus. Die Kamera-App kann dank Photo Sphere wunderschöne 360-Grad-Aufnahmen schiessen oder mit HDR+ aus drei Bildern eines machen - besonders in dunklen Situationen von Vorteil. Genügt das Foto dennoch nicht den Ansprüchen, hilft der integrierte Fotoeditor. Unzählige Einstellungen lassen fast keine Wünsche offen.

Topform dank Schoggisnack

Android Kitkat verhilft dem Nexus 5 auch an anderen Stellen zur Topform. Die neuste Version von Googles Betriebssystem sorgt mit dafür, dass alles rasend schnell und flüssig von der Hand geht. Kleinere Design-Änderungen sorgen bei Android 4.4 für ein frisches Aussehen. Die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand sind transparenten Anzeigen gewichen. Das verbesserte Google Now ist nur noch eine Wischbewegung vom Startbildschirm entfernt. Zwar weist die App hierzulande nicht den gleichen Nutzen auf wie in den USA, aber zusätzliche Karten erweitern die Funktionalität ständig. Wer beispielsweise oft bestimmte Websites ansurft, erhält regelmässig wichtige Updates dieser Seiten.

Die neue Google-Suche kann direkt Apps durchsuchen und diese bei Bedarf öffnen. Derzeit unterstützen allerdings erst zehn Apps diese Funktion. Wer US-Englisch als Sprache auswählt, kann laut «Ok Google» sagen und so direkt zur App gelangen. Mit anderen Sprachen funktioniert der Kurzbefehl noch nicht.

Gelbe Seiten stets dabei

Überarbeitet wurde auch die Telefon-App. Wer nach einem Restaurant oder Geschäft sucht, dem zeigt die App automatisch Suchresultate aus der Nähe an, die man mit einem Klick anrufen kann. Ruft hingegen jemand mit einer unbekannten Geschäftsnummer an, zeigt die App den Namen an, falls die Nummer in einem Register hinterlegt ist. SMS kann man zukünftig direkt über den Messenger Hangouts verschicken. Wie die Nachrichten-App auf dem iPhone, vereint Hangouts somit zwei Funktionen in einem.

Fazit: Fast ein Volltreffer

Das LG Nexus 5 überzeugt fast auf ganzer Linie. Die Verarbeitung ist top, das Gerät fühlt sich wertig an und sieht schick aus. Dank Kitkat 4.4 stimmt auch das Benutzererlebnis. Apps starten blitzschnell und Ruckler gibt es kaum. Für rund 450 Franken ohne Vertrag erhält man ein tolles Gerät, mit dem man als Teil der Nexus-Serie immer die neuste Android-Version nutzen kann.

Das Nexus 5 im Überblick
(Quelle: Youtube/tabtech)

(pru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Josef von Dümpligen am 06.11.2013 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nexus 5

    wie herrlich das auf meinem nexus 5 zu lesen :)

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  • horst am 06.11.2013 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was sonst?

    superphone. akku hält bei normalem gebrauch locker einen tag - mehr braucht man auch nicht. ausserdem das einzig wahre andriod und das zum halben preis vom iphone!

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  • hofstadter am 07.11.2013 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Wort zum Akku

    Der Akku hält locker einen ganzen Tag - die Grösse des Akkus alleine sagt nichts über die Akkulaufzeit aus. Da die Software des N5 perfekt auf das Gerät abgestimmt ist, macht sich diese z.B. den Coprozessor für Hintergrundtasks zu Nutze, den das N5 verbaut hat - dadurch werden permanent laufende Tasks in einem Akkuschonenden Teil des Prozessors abgehandelt. Meine direkte Erfahrung zeigt zumindest, dass ein Arbeitstag auch bei starker Nutzung (gestern z.B. 2 Stunden Tethering) locker drin liegt - das iPhone 5S macht nach 6-7 Stunden schlapp mit Tethering.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luft am 07.11.2013 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Air

    "In den 3D-Benchmarks erweist sich das Apple iPad Air als das schnellste Spiele-Tablet: Im Gfx Bench (Egypt HD) ist es 17 Prozent schneller als das iPad 4 und liegt fast 60 Prozent vor dem schnellsten Android-Tablet, dem Nexus 7. Im anstrengenderen Test T-Rex (Offscreen) erreicht das iPad Air 27 Bilder pro Sekunde, alle Konkurrenten liegen deutlich dahinter." Hat nicht viel damit zu tun, aber ihr sagt immer Apple-Geräte seinen nicht leistungsfähig Es ist sogar schneller als Win-Tabs mit Core (!) Prozessoren, um 14% Und 128GB kan man nix sagen

  • Steve Cook am 07.11.2013 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    iPhone

    Und es wird wieder mit was verglichen? Natürlich mit dem besten (womit auch sonst) und jetzt lest mal die Kommentare. Na, merkt ihr was?

  • René am 07.11.2013 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preis/Leistung Gut

    habe das Nexus 5 seit dem Start. Im grossen und ganzen positiv. Wie auch im Test erwähnt, ist die Kamera und der Akku nicht gerade das Highlight aber in diesem Preis Bereich absolut genügend. Neben dem Nexus 7 das erste Android welches nahezu gleich "flüssig" rennt wie ich es mich vom iPhone gewöhnt bin. Etwas enttäuscht bin ich vom Display - es ist scharf und von den Farben sehr gut - aber ich merke nichts von der FullHD Auflösung:-( Ich sehe auf yt oder Webseiten genau gleich viel - so gesehen habe ich nichts von der hohen Auflösung - ausser das einzelne Pixel nicht sichtbar sind - das hatte schon das iPhone 4 vor drei Jahren... Android selber ist aus meiner Sicht viel besser geworden, aber der Schliff übers ganze fehlt noch immer.

  • Sandro am 07.11.2013 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich bin "teuer" Android User aber die Tatsache das man Google Hardware über den Play Store, noch das Moto X in der Schweiz beziehen kann finde ich daneben. Vor 12 Jahren hatte ich ein ähnliches Problem mit Windows. Ich bin dann auf Mac umgestiegen. Damals wurde ich belächelt - heute sieht man quasi nur noch Macs

  • Apfelpenner am 07.11.2013 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nexus

    Egal was, hauptsache keine Apple Produkte.