Android

09. Juni 2010 12:04; Akt: 09.06.2010 16:40 Print

Auch Google mit Gratis-Navi

Der Kampf um Navi-Kunden ist in die nächste Runde gegangen, Google bringt ihren GPS-Dienst in die Schweiz. Für die klassischen Anbieter wird die Luft immer dünner.

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Das freie Betriebssystem Android läuft mittlerweile auf über 40 verschiedenen Smartphone-Modellen.

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Google verkündete im letzten November, dass ihr kostenloser Navigationsdienst Google Maps Navigation Beta neben Smartphones mit dem Betriebssystem Android 2.0 auch für Handys mit Android 1.6 verfügbar gemacht wurde. Damals stand der Dienst allerdings nur in den USA zur Verfügung. Jetzt ist der Sprung in die Schweiz, sowe nach Deutschland und Österreich erfolgt.

In der Pressemitteilung verspricht der Suchmaschinenriese «präzise Navigation mit aktuellen Strassenkarten». Die Eingabe des Zielortes kann auch über den Sprachbefehl getätigt werden (bei Einstellungen Sprach-Suche Deutsch (Deutschland) wählen). Auf Wunsch können die User ihre Route aus der Vogelperspektive in 3D verfolgen. Dabei lassen sich Points of Interests, wie Restaurants oder Tankstellen, anzeigen. Nähert man sich dem Ziel, wechselt die Navigation automatisch in die «Street View»- Modus Google Maps Navigation (Beta) steht Android-Usern (ab V 1.6) im Android Market zum Download bereit.

Nokia bereits gestartet

Mitte Januar wurde bekannt, dass Nokia, der weltgrösste Handyhersteller, seine Navigationssoftware Ovi Maps gratis zur Verfügung stellt. Mit dem Einzug in die Navigationssparte sollen die eigenen Geräte für die Kunden attraktiver gemacht werden. Auch die Aussicht auf das Einbinden ortsbezogener Werbung, die verkauft werden kann, dürfte Nokia zu ihrem Schritt bewogen haben (20 Minuten Online berichtete).

Auch Apple plant ins Navi-Geschäft einzusteigen. Im vergangenen Oktober ist bekannt geworden, dass Apple bereits im Juli den Kartenanbieter PlaceBase übernommen hatte. Firmengründer Jaron Waldman wurde Chef eines internen Geo-Teams. Computerworld-Blogger Seth Weintraub vermutete schon damals, dass Apple sich dank des Kartenmaterials von PlaceBase von Google Maps befreien will, welches das Unternehmen auf iPhone und iPod touch nutzt. Apple hat sich bislang nicht öffentlich zum Thema geäussert.

TomTom & Co geraten in Bedrängnis

Für klassische Navi-Anbieter wie TomTom, Garmin und Navigon könnte die Luft langsam aber sicher dünn werden. Sie erzielen den Grossteil der Einnahmen durch den Verkauf von eigenen Satellitennavigations-Geräten. Diese werden aber in Hinblick auf die Navi-Offensive der Handyhersteller über kurz oder lang überflüssig. TomTom und Navigon haben deshalb die Flucht nach vorne angetreten und bieten etwa fürs iPhone eigene Programme an, die im App Store gekauft werden können. Sie machen damit aus Apples Smartphone ein hochwertiges Navigationsgeräte. Ein Vergleichstest von 20 Minuten Online zeigte, welches der zwei Unternehmen mit ihrer iPhone-Navi die Nase vorn hat.