Das dritte Auge im Auto

04. Juli 2011 15:07; Akt: 04.07.2011 15:20 Print

Diese App warnt kurz vor dem CrashDiese App warnt kurz vor dem Crash

Eine neue App für Android-Handys warnt Autolenker vor einem drohenden Auffahrunfall. Eine gute Idee, die in der Praxis ihre Tücken hat.

Eine israelische Android-App soll Autounfälle verhindern helfen. (Quelle: YouTube/Picitup)
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Die Android-App iOnRoad (Auge auf der Strasse) soll Autofahrer vor Auffahrunfällen warnen. Konkret schlägt die Anwendung Alarm, wenn der Lenker bei einer Geschwindigkeit von über 20 km/h zu nah auffährt oder die App erkennt, dass ein Crash in weniger als 0,7 Sekunden erfolgen könnte.

Im Auto wird das Smartphone mit einer Halterung auf dem Armaturenbrett befestigt. Die Handy-Kamera überwacht während der Fahrt die Strasse und die Anwendung löst einen Warnton aus, wenn man sich dem Vordermann zu schnell nähert. Laut dem Techportal «HEISE» werden dafür Bilderkennung, GPS und der Beschleunigungssensor eingesetzt, der in immer mehr Smartphones steckt. Mit einer Kombination dieser Techniken wird die Entfernung zu anderen Autos ermittelt und die Geschwindigkeit, mit der diese unterwegs sind.

App kann Fahrer ablenken

Die App scheint auf den ersten Blick nützlich, da sich Auffahr-Warnsysteme bislang meist nur in teuren Neuwagen finden lassen. Im Praxistest der «Technology Review» erwies sich die Android-App allerdings teilweise als Ablenkung und somit als Gefahrenherd: «Bei der Fahrt neigt der Fahrer dazu, dauernd auf das Gerät zu schauen, um zu erkennen, ob sich die Annäherungsdistanz von Grün nach Gelb verändert.» iOnRoad läuft allerdings auch in einem Hintergrundmodus, in dem nur ein Warnton ausgegeben wird.

Hinter der Auto-App steht das israelische Startup-Unternehmen Picitup, das bereits eine automatische Katalogisierung von eBay-Produkten mittels Bilderkennung entwickelt hatte. Die App ist momentan noch nicht im Android Market zu finden, soll laut der Produkteseite aber Anfang Juli 2011 erscheinen.

(owi)

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  • seppli am 05.07.2011 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Theoretisch praktisch, in Praxis nicht?

    Theoretisch ganz gut, und das mit dem "auf den Bildschirm schauen" zieht auch nicht, da ja anscheinend auch durch Ton gewarnt wird. Trotzdem, 0.7sek vergehen sehr schnell, da kann man fast nicht mehr reagieren. Und ob die Berechnung so genau ist, ist auch fraglich. Wenn man sich auf den Strassenverkehr konzentriert, wird man sicher schneller reagieren als mittels dieser App.

  • Dominik Grieder am 04.07.2011 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Die Leute können nicht mehr fahren

    So ein quatsch. Wenn so ein System, dann gehört es fest ins Fahrzeug eingebaut. Würden die Leute die Verkehrsregeln beherrschen, die Behörden die Führerscheine nicht regelrecht jedem verschenken gäbe es weniger Unfälle. Vor allem wenn die Leute weniger mit Ihren Handies und Smartphones am Steuer spielen würden, gäbe es kaum noch Unfälle. Da gibts viele die meinen, ist doch kein Problem während der Fahrt zu telefonieren und zu surfen, aber genau diese Leute haben es am wenigsten im Griff. Sofortiger Führerscheinentzug bei Handybenutzung ist angesagt statt lächerlichen 100 Franken Busse.

  • Prell Bock am 04.07.2011 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm dümmer App

    Man könnte ja mal aus Spass einfach auf den Verkehr achten und den Sicherheitsabstand einhalten. Klingt spiessig aber es hilft.