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Projekt gestoppt
23. November 2011 11:19; Akt: 23.11.2011 15:08 Print
Google forscht nicht mehr zu grüner Energie
Strom aus erneuerbaren Quellen - billiger als Kohle: Dieses vor Jahren angekündigte hehre Ziel hat Google aufgegeben. Firmenchef Larry Page krebst zurück.

Archivbild aus dem Jahr 2006: Damals hoffte Google-Mitgründer Larry Page, seine Firma könne eine treibende Kraft in Sachen erneuerbare Energien werden. (Bild: Keystone/Damian Dovarganes)
Google-Chef Larry Page verschlankt den Internetkonzern weiter. Der Suchmaschinen-Gigant gibt insgesamt sieben Projekte auf, die nicht unmittelbar mit dem Kerngeschäft zu tun haben, wie der US-Konzern in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.
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Nicht mehr weiterverfolgen will Google das prestigeträchtige Projekt erneuerbare Energien. Damit macht Page einen gewaltigen Rückzieher. Vor vier Jahren hatte der Google-Mitgründer medienwirksam verkündet, sein Unternehmen wolle mit talentierten Leuten, grossen Partnern und umfangreichen Investitionen schnell vorankommen.
«Günstiger als Kohle»
Seit 2007 wurde verstärkt in die Forschung in diesem Bereich investiert, mit Fokus auf Solarthermie, Windenergie und geothermische Systeme. 2009 kündigte der damalige Google-Manager Bill Weihl an, Google werde binnen einiger Jahre Technologien anbieten, mit denen die Produktion erneuerbarer Energie billiger bewerkstelligt werden könne. «Günstiger als Kohle», lautete das vielversprechende Motto.
Nun wurde bekannt, dass Weihl nicht mehr für Google arbeitet. Der laut US-Medien als «Green Energy»-Zar bezeichnete Manager habe das Unternehmen früher in diesem Monat verlassen, erklärte ein Google-Sprecher. Im offiziellen Firmenblog heisst es, andere Institutionen seien besser gewappnet, um solche Energie-Projekte zu verfolgen. Google werde aber auch in Zukunft auf erneuerbare Energien setzen. Gerade beim Betrieb der stromfressenden Rechenzentren ist dies auch wirtschaftlich interessant.
Frühjahrsputz im Herbst
Google nennt die Verkleinerung «Frühjahrsputz», die schon im April mit dem Wechsel von Page an die Firmenspitze begonnen hat. Es ist seitdem bereits die dritte «Putzaktion», in der Google Projekte einstampft. Das Unternehmen sieht sich mit zunehmender Konkurrenz im Mobile Computing sowie bei Sozialen Netzwerken durch Apple und Facebook konfrontiert. Viele Investoren haben angesichts der steigenden Ausgaben von Google bereits die Nase gerümpft.
Unter anderem legt der Konzern auch Google Knol still, eine Art Online-Lexikon nach dem Vorbild Wikipedias. Bis zum 30. April 2012 soll Knol noch wie gehabt weiterlaufen, berichtet golem.de. Danach werde die Website abgeschaltet. Bis
(dsc/sda)
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Alle 8 Kommentare


































Verständlich
Bei den ganzen Klagen von Apple und Co gegen Google wundert es mich nicht das jetzt einige Projekte eingestampft werden. Ich will gar nicht erst Wissen wie viel alleine die Verteidigung vor Gericht kostet geschweige denn der Schutz eigener Erfindungen. Aber einige Projekte brauchte es sowieso nicht wie zum Beispiel dieses "Knol", lieber Wikipedia unterstützen als unnötige Konkurrenz schaffen.
Google, neues Imperium ?
Ich vertrette weiter die Meinung das Google irgendwann ein Mega Konzern werde, denn niemand kaufen und aufhalten kann. Siehe man die Entwicklung von der kleinen Suchmaschine bis jetzt, ist diese Annahme sehr realistisch.
Dumm
Google erhoffte sich vermutlich mit Solar billig an Strom zu kommen und musste feststellen, dass im Endeffekt Öl billiger ist. Wobei es den Firmen nicht einfach gemacht wird Umweltfreundlich zu werden, Apple musste z.B. fasst ein Jahr verhandeln um Solar auf ihr Serverzentrum zu bauen, weil es angeblich die Fögel blenden würde.