Street View wird erweitert

03. November 2011 13:36; Akt: 03.11.2011 13:36 Print

Google guckt in Läden und Restaurants reinGoogle guckt in Läden und Restaurants rein

Nach dem Fotografieren von Strassenzügen hats der Internetriese nun auf das Innere von Gebäuden abgesehen. Vor allem Restaurants, Hotels und Läden werden im Netz einsehbar.

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Dank den 360-Grad-Fotos von Läden, Hotels oder Restaurants erhalten Besucher im Voraus einen Eindruck von den Innenräumen. (Bild: Google Places)

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Millionen Internet-Nutzer suchen täglich auf Online-Karten wie Google Maps nach den Standorten von Restaurants, Läden oder anderen Firmen. Seit Google, Microsoft und Nokia ganze Städte mit ihren Kamera-Autos abfahren und 360-Grad-Fotos der Strassenzüge ins Internet stellen, lassen sich viele Lokale vor dem Besuch von aussen betrachten.

Wer wissen will, ob das gesuchte Hotel oder Restaurant tatsächlich so einladend ist, wie es die Firmen-Website verspricht, muss sich in der Regel selbst vor Ort überzeugen. Künftig sollen potenzielle Kunden bereits zu Hause am PC sehen, ob sich ein Besuch lohnt. Mit dem Dienst Business Photos liefert Google nun auch Innenansichten von Geschäften, Schulen oder Museen.

Im Unterschied zu Street View geschieht das Fotografieren des Gebäudeinneren aus freien Stücken. Der Besitzer eines Coiffeur-Geschäfts zum Beispiel, der seinen Kunden einen virtuellen Salon-Rundgang ermöglichen will, muss sich bei Google um ein Foto-Shooting bewerben. Derzeit werden erst Firmen in den USA, England, Frankreich, Australien und Japan berücksichtigt, allerdings können sich auch Schweizer Geschäfte anmelden. Zusätzlich können die Geschäftsinhaber eigene Bilder ihrer Läden bei Google Places hochladen.

Ein 6-Milliarden-Dollar-Geschäft

Wer früher in den Gelben Seiten nach einem Unternehmen suchte, nutzt hierzu immer öfter Online-Dienste. Unternehmen haben daher ein immer grösseres Interesse, sich im virtuellen Raum von der besten Seite zu präsentieren.

Der Markt mit lokaler Werbung im Internet soll «derzeit fast sechs Milliarden Dollar» betragen und «in den nächsten vier Jahren um ein Drittel wachsen», schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Google, Microsoft und Nokia wollen alle ihren Teil vom Werbe-Kuchen abhaben und investieren erhebliche Mittel in den Aufbau von Online-Maps und Strassenansichten wie Google Street View, Bing Streetside oder Nokia City Scene. Neu wird zudem gemunkelt, dass Apple mit einem 3D-Kartendienst ins immer wichtiger werdende Online-Kartengeschäft einsteigen wird.

Diesmal wohl keine Datenschutzprobleme

Mit Street View musste Google in zahlreichen Ländern harsche Kritik von Datenschützern einstecken, da auf den Fotos öffentlicher Strassen und Plätze vereinzelt Personen unverpixelt zu erkennen waren. In der Schweiz fordert der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür von Google, dass alle fotografierten Personen unkenntlich gemacht werden. Da sich Google dazu nicht im Stande sieht, wird das Bundesgericht entscheiden müssen, ob der beliebte Online-Dienst hierzulande weiterhin angeboten werden darf.

Bei den Aufnahmen in den Innenräumen will Google solche Probleme im Voraus abwenden. Die Fotografen stellen ein Schild auf, das auf das Foto-Shooting hinweist. Sie sollen den Kunden und Angestellten zudem genügend Zeit geben, den Aufnahmeort zu verlassen, wenn sie nicht fotografiert werden wollen. Aber: «Die Verantwortung, die Kunden über die Foto-Aufnahmen zu informieren, liegt bei den Unternehmen», schreibt Google auf der Firmenseite.

(owi)

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  • Paul am 19.11.2011 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee!

    Tolle Idee! Ist aber leider ein Zweischneidigesschwert.

  • Roger am 06.11.2011 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Idee ist gut das Problem ist, dass die Einbrecher so auch die Sicherheitseinrichtungen wie Kameras usw checken können... Das ist nicht so gut

  • Michael Palomino (*1964) am 04.11.2011 03:59 Report Diesen Beitrag melden

    Privatsphäre total verletzt

    Google ist einfach nur noch ätzend, weil jegliche Privatsphäre verletzt wird. Am Ende werden noch die Hinterteile der Gäste im WC fotografiert. Das ist ja wohl das Ziel dieser Aktion.