Musik im Netz

10. Mai 2011 15:55; Akt: 10.05.2011 16:39 Print

Google lanciert Online-Musik-DienstGoogle lanciert Online-Musik-Dienst

Der Suchmaschinen-Riese steigt ins Musik-Business ein. «Music-Beta»-Nutzer können bis zu 20 000 Songs im Internet speichern. Fehlende Lizenzen mit der Plattenindustrie trüben indes den Spass.

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«Music Beta by Google»: Mit dem neuen Online-Dienst lässt sich die Musik-Sammlung ins Netz auslagern und auf Android-Handys streamen.

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Am Dienstagabend wird Google an der hauseigenen Entwicklerkonferenz einen neuen Online-Musik-Dienst präsentieren. Dies will die «New York Times» aus erster Hand erfahren haben. Googles Musik-Dienst soll «Music Beta by Google» heissen und den Nutzern das Speichern von rund 20 000 eigenen Songs im Internet erlauben. Die Nutzer können ihre Musiksammlung ins Internet – in die sogenannte Wolke – auslagern und haben somit ihre Lieblings-Songs stets dabei. Sei es auf dem Smartphone, Tablet oder jedem Computer mit Internetverbindung. Das klingt auf den ersten Blick interessant, zumal bei Konkurrent Amazon nur gut 1000 Songs in die fünf Gigabyte grosse Wolke gespeichert werden können.

Der Name «Music Beta» ist Programm

Music Beta von Google ist gratis, hat aber bei genauerem Hinsehen mehrere Haken: Da sich Google mit den grossen Plattenfirmen nicht einigen konnte, können die hochgeladenen Songs «nur» als Musik-Stream gehört werden. Weder kann man Songs runterladen, noch weitere Musik kaufen. Aufgrund der fehlenden Lizenzen können höchstwahrscheinlich nur Lieder aus der eigenen Musik-Bibliothek genutzt werden. Es wird somit kaum möglich sein, auf die Songs von anderen Music-Beta-Usern zuzugreifen. Zudem werden zahlreiche Smartphone-Besitzer den Musik-Dienst in der Anfangsphase nicht nutzen können, da Music Beta das neue Android 2.3 oder einen flashfähigen Browser voraussetzt. iPhone-Jünger und Besitzer eines älteren Android-Handys schauen somit in die Röhre.

Schlechte News hat Google auch für Schweizer Musikliebhaber. Wie so oft wird der neue Dienst zuerst in den USA eingeführt. Anfänglich werden ausschliesslich Besitzer eines Xoom-Tablets von Verizon den neuen Musik-Dienst nutzen können, schreibt der Tech-Blog «Gizmodo».

Die Google-Alternativen

Einen Schritt weiter ist Amazon. Der Online-Shop hat seinen Cloud-Player bereits im März gestartet. Musik, Filme oder andere Dateien können auf den Amazon-Servern gespeichert werden und sind von unterwegs nutzbar. Die ersten fünf Gigabyte sind gratis, wer mehr Songs online speichern will, kann bis zu 1000 Gigabyte hinzumieten. Der Cloud-Player ist im Gegensatz zu Googles Music Beta auch für Apples iOS-Betriebssystem verfügbar.

Ein ähnliches Angebot wie Google und Amazon hat auch der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify in Petto. Nutzer haben Zugriff auf über 13 Millionen Songs, die auf jedes Gerät mit einer Internet-Verbindung gestreamt werden können. Zusätzlich können die eigenen Songs auf dem Computer seit einiger Zeit online verfügbar gemacht werden, was allerdings kostenpflichtig ist. Das schwedische Angebot ist in mehreren europäischen Ländern verfügbar, in der Schweiz bislang allerdings nicht.

Hierzulande verbleiben als teils kostenpflichtige Alternativen zum Google Musikdienst etwa der von 20 Minuten angebotene Musik-Streaming-Dienst soundshack oder simfy.ch. Simfy und soundshack sind allerdings primär Musik-Streaming-Dienste. Der Nutzer lädt nicht die eigenen Songs ins Netz, sondern nutzt die Auswahl von Millionen von Songs der grossen Plattenfirmen. Googles Music Beta und Amazons Cloud-Player hingegen dienen in erster Linie als persönliche digitale Musik-Speicher im Internet.

(owi)

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  • Fr34k am 14.05.2011 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Grooveshark

    Grooveshark.com ist auch ein Streaming-Anbieter. Mit Programmen wie Groovedown oder SharkThief (Besseres Programm) kann dies jedoch umgangen werden. Übrigens erkennt der JDownloader die songs genau so.

  • Martin Müller am 10.05.2011 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Selbsthilfe

    Na dann lad ich die Songs eben weiter "gratis" aus dem Netz. Entweder kann man die Songs bei der Flatrat downloaden (dafür würde ich ja bezahlen) oder sonst lassen wir es eben sein.

    • mike am 13.05.2011 08:30 Report Diesen Beitrag melden

      DIEB!

      Wer sich Songs gratis aus dem Internet runterlädt macht die ganzen Bands kaputt! Wann begreift Ihr das endlich???

    • marco s am 13.05.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      Na und?

      Musik ist eine Kunst und kein Geschäft. Künstler sollten sich geehrt fühlen wenn millionen Leute ihre Songs runterladen

    einklappen einklappen
  • Dareos am 10.05.2011 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Cloud

    "To the cloud!" Meiner Meinung nach ein sehr nachvollziehbarer, aber auch gefährlicher Trend...