«Herbstputz»

17. Oktober 2011 11:06; Akt: 17.10.2011 11:12 Print

Google trennt sich von AltlastenGoogle trennt sich von Altlasten

Google macht noch mehr Dienste dicht, um sich auf seinen Facebook-Herausforderer Google+ zu konzentrieren und schliesst unter anderem den Kurzmeldungsdienst Buzz.

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Googles CEO Larry Page will sich vermehrt auf Kernbereiche konzentrieren. (Bild: Joerg Sarbach)

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Google Buzz war ein früherer Versuch, mit Facebook und dem Kurzmeldungsdienst Twitter zu konkurrieren. Der Vorläufer von Google+, der dem Internet-Konzern seinerzeit wegen eines Datenschutz-Schnitzers viel Ärger einbrachte, wird in den nächsten Wochen eingestellt.

Endgültig vor dem Aus steht nach Firmenangaben auch Jaiku, ein einst vielversprechender Kurzmitteilungsdienst, den Google 2007 gekauft hatte, der aber schon lange ein Schattendasein führte. Bei iGoogle, der Möglichkeit, die Google-Suchseite zu personalisieren, werden die «sozialen» Funktionen zum Vernetzen mit anderen Nutzern entfernt.

Konzentration auf Google+

Die Botschaft dieser Schliessungen ist klar: Google+ ist die zentrale Netzwerk-Plattform des Internet-Konzerns, alles andere muss weichen. Google-Chef Larry Page bekräftigte erst einen Tag zuvor zur Vorlage der Quartalszahlen den Plan, Google+ in alle Dienste des Konzerns «einzubacken».

Der im Sommer zunächst im Testbetrieb gestartete Dienst hat wenige Wochen nach Öffnung für jedermann rund 40 Millionen Nutzer. Facebook ist die Nummer eins der Online-Netzwerke mit rund 800 Millionen Mitgliedern.

Ausserdem schliessen Code Search, ein Spezialdienst, mit dem im Web nach offenem Software-Code gesucht werden konnte, sowie ein Programm, mit dem einige Universitäten auf die Google-Suchmaschine zugreifen konnten.

Google schloss in diesem Jahr bereits mehr als ein Dutzend seiner vielen Dienste, um Entwickler-Kapazitäten für Google freizuschaufeln. Mitgründer Page hatte bereits bei seiner Rückkehr an die Konzernspitze im Frühjahr angekündigt, er wolle Google stärker auf Kernbereiche fokussieren.

(mbu/sda)