Gerüchteküche

06. März 2013 10:40; Akt: 07.03.2013 15:12 Print

Google und Apple planen Musik-Abo-Dienst

Spotify und Co. droht mächtige Konkurrenz: Offenbar wollen gleich zwei führende Tech-Unternehmen ins lukrative Geschäft mit dem Musik-Streaming einsteigen.

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Streaming-Dienste bieten Musikgenuss, ohne dass die Nutzer die Songs kaufen müssen. Dafür wird in der Regel eine Abogebühr fällig. (Bild: Keystone (Archiv))

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Noch in diesem Jahr werde YouTube einen eigenen Musik-Streaming-Dienst lancieren. Dies berichtet das US-Magazin Fortune und beruft sich dabei auf mehrere anonyme Quellen, auch aus der Musikindustrie. Das Google-Tochterunternehmen YouTube betreibt heute die weltgrösste Video-Plattform und würde mit dem Schritt ein direkter und mächtiger Konkurrent für Spotify, Simfy und weitere Anbieter von Online-Musik-Diensten.

Bislang werden YouTube-Nutzer nicht zur Kasse gebeten, die Finanzierung erfolgt über Werbe-Einblendungen. Gemäss dem Bericht soll auch das neue Streaming-Basisangebot kostenlos sein und über Werbung finanziert werden. Geplant sei aber auch eine kostenpflichtige und dafür werbefreie Premium-Version, die mit zusätzlichen Features aufwarte. Ein YouTube-Sprecher wollte den Bericht nicht bestätigen. Gleichzeitig hiess es aber vielsagend, dass sich einige Inhalte-Anbieter von einem solchen Abo-Dienst zusätzliche Einnahmen versprächen.

Cook trifft Iovine

Auch beim Konkurrenten Apple wird offenbar tüchtig hinter den Kulissen verhandelt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Laut US-Medienberichten hat sich Apple-Chef Tim Cook mit dem US-Musikmogul Jimmy Iovine getroffen. Dieser plant unter der Bezeichnung «Project Daisy» einen eigenen Musik-Streaming-Dienst. Lovine und der einflussreiche Hiphop-Produzent und Rapper Dr. Dre haben gemeinsam die bekannte Audio-Technologie-Firma Beats Electronics gegründet.

Vor zwei Jahren waren Gerüchte laut geworden, dass Apple einen eigenen Musik-Abo-Dienst anbieten wolle. Dieser Service dürfte in die iTunes-Plattform integriert werden. Andere grosse Tech-Unternehmen wie Microsoft, Samsung, Sony oder Nokia sind längst weiter. Sie bieten ihren Kunden Spotify-ähnliche Streaming-Dienste an.

Google Music und iTunes Match

Google und Apple bieten bereits einen Online-Musik-Dienst an, bei dem eigene Songs auf Servern der Unternehmen in der Cloud gespeichert und via Internet abgerufen werden können. Dabei handelt es sich aber nicht um Abo-Dienste. Google Music kann auf Mobilgeräten mit dem Android-System genutzt werden - offiziell ist der Dienst in der Schweiz bislang nicht verfügbar. Apple bietet iTunes Match hierzulande seit Dezember 2011 an.

(dsc)