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13. Januar 2010 11:47; Akt: 13.01.2010 13:47 Print

Google wird zur virtuellen FestplatteGoogle wird zur virtuellen Festplatte

Der Suchmaschinenriese weitet sein Betätigungsfeld einmal mehr aus und stellt seinen Usern kostenlos Online-Speicherplatz zur Verfügung. Dies dürfte auch für illegale Downloader interessant sein.

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Google Docs soll in den kommenden Tagen zu einer virtuellen Festplatte mit 1 GB Speicher ausgebaut werden. Der genau Starttermin steht noch nicht fest.

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Anfangs der Woche hat Google angekündigt, ihr Online-Office «Google Docs» in den kommenden Tagen auszubauen. Bislang konnten damit nur Word-Dokumente, PDFs und Power-Point-Präsentationen in beschränkter Grösse hochgeladen werden. Neu wird den Usern 1 Gigabyte Speicher zur Verfügung gestellt, auf dem sich beliebige Dateiformate hinterlegen lassen - also auch Video- und Musikdateien. Dabei beträgt die maximale Grösse pro Datei 250 MB. Sollte mehr Speicher benötigt werden, werden für jedes weitere Gigabyte 0.25 US-Dollar pro Jahr fällig.

Von jedem ans Internet angeschlossenen Computer können die Dateien geöffnet und bearbeitet werden. Ausserdem wird über die Funktion «Shared Folders» das Teilen mit anderen Usern unterstützt. So kann einfach an gemeinsamen Projekten gearbeitet werden, ohne das die Files übers dein Mailverkehr verschickt werden müssen.

Interessant auch für Download-Piraten

Allerdings birgt diese Möglichkeit auch die Gefahr, dass der Google-Speicher zum Austausch urheberrechtlich geschützter Inhalte oder harter Pornographie missbraucht wird. Wie und ob sich Google dagegen schützen will, wurde noch nicht kommuniziert. Gut möglich, dass sie sich einfach auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen berufen, wie sie es auf YouTube und im Android Market zu tun pflegen.

Die Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) schätzt, dass allein die Filmindustrie hierzulande wegen Piraterie jährlich Umsatzeinbussen von rund 90 Millionen Franken erleidet. Die Musikbranche verliert laut dem Branchenverband Ifpi etwa 25 Millionen Franken pro Jahr. Allein seit dem Jahr 2003 sind hierzulande bereits mehr als 600 Stellen im Bereich der Musikwirtschaft gestrichen worden.

(mbu)