Fremde Blicke unerwünscht

14. Juli 2011 16:09; Akt: 14.07.2011 16:58 Print

Mark Zuckerberg dichtet sein Google+-Konto abMark Zuckerberg dichtet sein Google+-Konto ab

Der Facebook-Gründer gibt sich auf dem Konkurrenz-Netzwerk Google+ zugeknöpft. Auf seiner Profilseite herrscht gähnende Leere.

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Zuckerbergs Freunde bleiben auf Google+ verborgen. (Bild: Screenshot)

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist unbestritten der Popstar des Web 2.0. Es kommt also nicht überraschend, dass sein Profil bei Google+ rasch zum meistgefolgten des neuen sozialen Netzwerks avancierte. Laut socialstatistics.com wollen inzwischen mehr als 184 000 Follower wissen, was Zuckerberg mit der Welt zu teilen hat. Damit führt Zuckerberg die Google+-Rangliste an, weit vor den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin mit 95 000 beziehungsweise 72 000 Fans.

Wohl zum Leidwesen der zahlreichen Follower dichtet Zuckerberg sein Google+-Konto hermetisch ab. Bisher waren auf seiner Profilseite neben den Followern auch rund 40 Freunde zu sehen. Nun hat er seine Privatsphäre-Einstellungen verschärft, sodass die Freunde verborgen bleiben. Auf dem Profil herrscht gähnende Leere. Der Harvard-Abbrecher hinterliess im Konkurrenz-Netzwerk lediglich die Personenbeschreibung «I make things» und den Ortsvermerk Palo Alto.

Dass es sich auf Google+ um Zuckerbergs echtes Profil handelt, bestätigte IT-Blogger Robert Scoble bereits vor zwei Wochen via Twitter. Zuckerberg habe ihm eine Nachricht geschrieben: «Warum sind die Leute so überrascht, dass ich einen Google-Account habe?».

Zuckerbergs doppeltes Spiel

Natürlich hat Zuckerberg wie alle Nutzer eines sozialen Netzwerks das Recht, Informationen zu verbergen. Beim 27-jährigen Facebook-Gründer wirkt dies allerdings mehr als befremdlich, wurde der Facebook-Chef in den letzten Jahren doch nicht müde zu betonen, die Ära der Privatsphäre sei zu Ende. Und nicht zuletzt ermuntert Facebook seine Mitglieder immer wieder, möglichst viel von sich Preis zu geben. Selbst schätzt Zuckerberg die Privatsphäre aber anscheinend doch.

Möglicherweise geht Zuckerberg auf Google+ bald völlig auf Tauchstation, um dem Konkurrenz-Netzwerk nicht weiterhin zu Publicity zu verhelfen. Dass Facebook die Bedrohung durch Google ernst nimmt, zeigt die Tatsache, dass in den letzten beiden Wochen zwei Programme gesperrt wurden, die das Exportieren von Facebook-Kontakten nach Google+ ermöglicht hatten.

(owi)

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  • GoogleFan am 14.07.2011 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Witzig

    Dass manche Leute davon überrascht sind, dass Zuckerberg einen Google Account hat, finde ich komisch. Es ist doch so: Wenn ich z.B. bei der Migros arbeite, heisst das nicht automatisch dass ich auch nur bei der Mirgros einkaufe. Da gehe ich auch in den Coop etc.

    • Stefan am 15.07.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      Hmmm...

      Hi GoogleFan Wenn du der Besitzer von Migros wärst, würdest du dann auch im Coop einkaufen?

    • check am 19.07.2011 08:09 Report Diesen Beitrag melden

      ... hmmm

      Ja, wenn Du nicht über Dein Suppentellerrand hinausschaust, siehst Du nicht was Du besser/schlechter machst als Deine Konkurrenz.

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  • Patrik M am 14.07.2011 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nebenvertrieb

    Für Google ist es sowieso nichts besonderes. Google+ sollt nicht dazu dienen, Facebook abzuschaffen, sondern selbst an noch mehr Geld zu kommen. Google hat es wirklich nicht nötig, eine andere Seite runter zu 'hauen'. Für Google ist es sozusagen nur 'Spaß'

    • J. Assagne am 14.07.2011 22:48 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimmt nicht!

      Ich denke nicht, dass es für Google nur Spass ist, da es erstens um sehr viel Geld geht und dieser Versuch bereits der dritte Anlauf von Google darstellt, ein social network zu bilden. Natürlich geht es Google nicht darum, eine andere Seite "runter zu hauen," aber auch Google will möglichst viele User auf ihrer Seite haben - mehr Zeit auf Google bedeutet aber auch weniger Zeit auf Facebook! Deine Aussage ist demzufolge weder richtig noch nachvollziehbar!

    • YTnutzer am 15.07.2011 09:10 Report Diesen Beitrag melden

      YouTube

      Google hat doch schon YouTube vor ein paar Jahren abgekauft und hat somit den grössten Videoportal.

    • Berlusconi :P am 15.07.2011 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo??

      o doch es get für google definitiv NICHT um geld sondern nur um Prestige Geld haben sie ohnehin mehr als genug....

    • MC Andre am 04.08.2011 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      No no no One-Trick-Pony

      Google versucht sein Angebot zu verbreitern und natürlich existiert ein Konkurrenzkampf zwischen Facebook und Google. Google will herausfinden was seine Benutzer so tun, will die richtige Werbung auf den richtigen Bildschirm senden um sie wertvoller zu machen, und nirgends gibt ein Benutzer so viel von sich preis wie auf einer sozialen Plattform wie Facebook. Aber Facebook wird wohl kaum diese Daten Google zur Verfügung stellen. Auch der geografische Standort der Benutzer ist durch ein soziales Netzwerk auf "politisch korrekte weise" identifizierbar. (Streetview-Auto-Skandal)

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  • Max Msuter am 14.07.2011 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts zu verbergen?

    Vielleicht liegt das daran, dass er gar nicht so häufig auf Google+ unterwegs ist, wie das viele Medienberichte suggerieren?