Protest in Zürich

12. Februar 2013 16:21; Akt: 12.02.2013 18:26 Print

Tibeter nehmen Google Maps ins Visier

Tibetische Ortschaften sollen von Googles populärem Kartendienst auch auf Tibetisch angezeigt werden: Für diese Forderung gehen Tibeter wie Schauspielerin Yangzom Brauen in der Schweiz auf die Strasse.

(Quelle: youtube.com/TheTYAE)
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Nach tibetischer Zählung hat am Montag das Jahr 2140 begonnen. Das Heimatland des Dalai Lama wird bekanntlich seit Jahrzehnten von China beherrscht. Um für ein freies Tibet zu demonstrieren, hat der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) gestern in Zürich eine öffentliche Kundgebung organisiert. Der Protestzug endete vor dem chinesischen Generalkonsulat. Auf einem grossen Banner prangte die Aufforderung «Bringt Tibet zurück auf die Landkarte».

Politische Konflikte machen nicht vor Google Maps Halt. Konkret fordern die Aktivisten, dass tibetische Ortschaften in tibetischer Schrift erfasst werden. Dies schreibt der Verein in einer Medienmitteilung. Google solle nebst den englischen und chinesischen Ortsnamen auch die tibetischen Namen verwenden.

«Unsere Sprache verschwindet»

Um das Verschwinden des tibetischen Kulturgutes zu stoppen, ist die Aktionsplattform tibetonthemap.com lanciert worden. Zu den Unterstützern gehören Tibetervereine rund um den Globus sowie die Hollywood-Schauspielerin Yangzom Brauen. Die junge Frau mit tibetischen Wurzeln wird mit den Worten zitiert: «Unsere Sprache, unsere Schrift und unsere Kultur verschwinden Stück für Stück. Ein tragischer Verlust für uns und die buddhistische Kultur.»

Laut dem VTJE-Präsidenten Tenzin Kelden Losinger-Namling gibt es keine präzisen, tibetisch beschrifteten Karten im Internet. «Google könnte dies ändern und unsere Schrift aufnehmen.» Chinesische, kyrillische und arabische Zeichen seien bereits auf Google Maps zu finden.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Y.T. am 13.02.2013 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig!

    Für unsere Kultur protestieren wir!

  • Tibet gehört frei am 13.02.2013 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China

    Ich kann die Menschheit nicht verstehen. Tibet gehört China nicht und wird es nie. Was glauben die "chinesen", wer sie sind? Auch das chinesische Volk tut mir Leid. Millionen von Menschen werden unterdrückt von ein dutzend von "Macht Männer". Das macht kein sinn. Auch die chinesen sind nicht glücklich und nur weil sie wussten, dass die Tibeter friedliche Menschen sind, haben sie es ausgenutzt. Tibet gehört FREI!!

  • Kate S. am 13.02.2013 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Drama

    Da kriegt man ja echt bald das Gefühl, aus einer Maus einen Elefant machen zu können.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lukas bieri am 13.02.2013 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee?

    Ich finde das eine gute Sache! Friedlich gegen die Chinesen zu demonstrieren ist zwar angesichts der überwältigenden Macht von China ein tropfen auf den heissen Stein. Aber wenn Google mitmacht, setzt das doch immerhin ein Zeichen

  • Kate S. am 13.02.2013 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Drama

    Da kriegt man ja echt bald das Gefühl, aus einer Maus einen Elefant machen zu können.

  • Markus L. am 13.02.2013 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Sprache verschwindet

    Schweizerdeutsch fehlt ja noch. Mit der Mehrheit von Schriftdeutsch droht unser Dialekt auch zu verschwinden!

  • Y.T. am 13.02.2013 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig!

    Für unsere Kultur protestieren wir!

  • Tibet gehört frei am 13.02.2013 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China

    Ich kann die Menschheit nicht verstehen. Tibet gehört China nicht und wird es nie. Was glauben die "chinesen", wer sie sind? Auch das chinesische Volk tut mir Leid. Millionen von Menschen werden unterdrückt von ein dutzend von "Macht Männer". Das macht kein sinn. Auch die chinesen sind nicht glücklich und nur weil sie wussten, dass die Tibeter friedliche Menschen sind, haben sie es ausgenutzt. Tibet gehört FREI!!