Android 2.3 (Gingerbread)

07. Dezember 2010 08:13; Akt: 07.12.2010 09:53 Print

Zweiter Versuch

Google hat mit dem Nexus S den Nachfolger des vergleichsweise unerfolgreichen Nexus One vorgestellt. Statt HTC ist nun Samsung der Partner.

Google hat das Nexus S vorgestellt. Quelle: YouTube
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Im offiziellen Firmenblog hat Google das Nexus S vorgestellt, das von Samsung hergestellt wird. Im Gehäuse stecken unter anderem ein 1-Gigahertz-Prozessor aus Samsungs Cortex-A8-Serie (Hummingbird), 16 Gigabyte Speicher, ein Gyroskop und ein NFC-Chip. Die Abkürzung steht für Near Field Communication. Dank dieser Technologie kann man beispielsweise sein Gerät vor Fahrkartenautomaten halten und so Tickets erwerben.

Zu den weiteren Spezifikationen des ans Galaxy S erinnernden Geräts zählen ein leicht gebogenes 4-Zoll-AMOLED-Display mit 800 x 480 Pixeln und zwei Kameras. Ob es einen SD-Slot zur Speichererweiterung gibt, gab Google bislang nicht an. Des Nexus S wird wie das Nexus One ohne SIM-Lock und ohne Firmen-Branding verkauft. Ab dem 16. Dezember soll es in den USA ohne Vertrag für 529 Dollar und in Grossbritannien für 549 Pfund zu haben sein. Das Nexus S ist das erste Smartphone mit Android 2.3 (Gingerbread). Zu den Neuerungen der Version zählen laut Google eine bessere Displaytastatur (unter anderem erleichtertes Copy & Paste), integrierter VoIP-Telefonie über das offene SIP-Protokoll, die Unterstützung von zwei Kameras und ein neuen Taskmanager. Wie für jede Version verspricht Google auch in diesem Fall Performancesteigerungen und verlängerte Akkulaufzeiten. Wann Android 2.3 für andere Geräte bereitgestellt wird, ist noch unklar. Die Auslieferung der Updates ist Sache der Hersteller, weswegen es immer wieder zu Verzögerungen kommt. Dies liegt unter anderem daran, dass erst noch eigene Benutzeroberflächen wie HTC Sense angepasst werden müssen.

Im Januar hatte Google mit dem Nexus One das erste Android-Gerät vorgestellt, das auch vom Suchmaschinisten selbst verkauft wurde. Es blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Im Juni hatte Google das verklausulierte Aus des Geräts bekannt gegeben: «Verizon-Kunden, die ein Android-Handy mit der Power des Nexus One wollen, erhalten ein Droid Incredible von HTC.»

Start für Google eBooks

In einem weiteren Blogeintrag hat der Suchmaschinist sein bisher als Editions gehandeltes Angebot kostenpflichtiger elektronischer Bücher vorgestellt. Es heisst Google eBooks und ist vorerst nur in den USA verfügbar. Mit 4000 Verlagen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Verträge abgeschlossen, so dass zum Start mehrere Hunderttausend digitale Bücher zum Kauf bereit stehen. Falls ein US-Bundesgericht den Vergleich zwischen Google und Verlagen sowie Autoren genehmigt, könnte Google überdies einige Millionen vergriffener Werke anbieten. Insgesamt hat Google bereits rund 15 Millionen Bücher gescannt. Wie es auf der Website des Angebots heisst, stehen die kostenpflichtigen Bücher im Browser, für Android, iPhone, iPad, iPod touch, eBook-Reader von Sony und das Gerät des US-Buchhändlers Barnes & Noble, Nook, zur Verfügung. Von Amazons Kindle ist keine Rede.

(hst)