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15. November 2010 11:06; Akt: 15.11.2010 11:40 Print

Kinect wird zur 3D-Kamera

Microsofts controllerlose Steuerung für die Xbox 360 lässt Entwicklern keine Ruhe. Nun zeigt Oliver Kreylos, wie man damit mehrdimensionale Ansichten eines Raumes erstellen kann.

Entwickler Oliver Kreylos zeigt, wie sich Kinect als 3D-Kamera nutzen lässt. Quelle: YouTube
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Entwickler Oliver Kreylos zeigt im Video, wie man mit Kinect einen Raum in 3D rekonstruieren kann. Dazu werden die von Microsofts controllerloser Steuerung gemachten Bilder mit Daten des Tiefensensors kombiniert. Allerdings filmt die Kamera nur von einer Seite, so dass die Lücken mit schwarzen Schatten gefüllt werden.

Vergangene Woche hatte der Spanier Héctor Martín Cantero seinen quelloffenen Treiber für Kinect vorgestellt, der die Bilder von Farb- und Tiefenkamera des Sensors auswertet. Dafür erhielt er die vom Open-Source-Hardwareanbieter Adafruit ausgelobte Prämie von 3000 US-Dollar. Ein echter Hack ist das Ganze allerdings nicht, Software und Hardware blieben unverändert. Es ist nun nur möglich, Kinect mit anderen Geräten zu koppeln.

Kooperation mit Ermittlern

Ein Microsoft-Sprecher hatte Adafruits Aktion so kommentiert: «Wir dulden keine Modifikationen unserer Produkte. In Kinect wurden zahlreiche sowohl hardware- wie auch softwarebasierte Sicherheitsfunktionen integriert, die verhindern sollen, dass Dritte die Technologie verändern. Microsoft wird diese Techniken weiterhin optimieren und mit Strafverfolgungsbehörden kooperieren, um Kinect vor unerlaubten Modifikationen zu schützen.»

Im Gespräch mit 20 Minuten Online hatte einer der Köpfe hinter Kinect, Jamie Shotton von Microsoft, weitere Einsatzmöglichkeiten für die Technologie skizziert: Er kann sie sich unter anderem im Operationssaal und bei der Hausüberwachung vorstellen. Wie weit entsprechende Pläne gediehen sind, hatte er allerdings nicht verraten wollen.

Jailbreak für Windows Phone 7 rückt näher

Kürzlich hatte sich Entwickler Chris Walsh nach eigenen Angaben Root-Zugang zu einem Windows-Phone-7-Gerät verschafft. Damit wäre die Entwicklergemeinde einem Jailbreak des neuen Betriebssystems einen Schritt näher. Das Entsperren von Geräten wie Apples iPhone lässt zwar Garantieansprüche verfallen, ermöglicht aber die Installation von Software, die nicht über die Angebote der Hersteller vertrieben wird. Dazu zählen allerdings auch Raubkopien. Microsoft hat den Blogeintrag des unter dem Spitznamen Hounsell auftretenden Walsh bislang nicht kommentiert.

(hst)