Machtkampf verloren

13. November 2012 06:27; Akt: 13.11.2012 09:04 Print

Microsofts Kronprinz geht von Bord

Der Chef von Microsofts Windows-Sparte hat den Software-Konzern überraschend verlassen. Was Steven Sinofsky zu dem Schritt bewogen hat, wird offiziell nicht gesagt.

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Steven Sinofsky wurde als möglicher Nachfolger von Microsoft-CEO Steve Ballmer gehandelt. Doch nun ist er weg. (Bild: AP Photo/Damian Dovarganes)

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Der Chef der Microsoft-Sparte Windows, Steven Sinofsky, hat den Software-Konzern überraschend verlassen. Weder er noch Microsoft-Chef Steve Ballmer gaben am Montag einen Grund für das Ausscheiden an.

In Unternehmenskreisen hiess es lediglich, die Entscheidung sei beiderseitig getroffen worden. Sinofsky, der 23 Jahre bei Microsoft war, galt bislang als Kronprinz für den Chefposten.

Kein Zusammenhang mit neuen Produkten

Erst vor rund zwei Wochen hatte das Unternehmen sein neues Betriebssystem Windows 8 und einen eigenen Tablet-Computer namens Surface auf den Markt gebracht. Microsoft will damit Boden gutmachen auf die Marktführer bei den Smartphones und Tablets.

Laut unbestätigten Informationen hängt Sinofskys Abgang nicht mit der Einführung der neuen Produkte zusammen. Vielmehr soll hinter den Kulissen seit längerer Zeit ein Machtkampf um die Spitzenpositionen im Konzern toben. Dies berichtet der US-Blog The Verge und beruft sich dabei auf anonyme Quellen im Unternehmen.

Gemäss einem früheren Bericht des Technologie-Portals CNet hatte Sinofsky nicht nur Freunde im Unternehmen. Angeblich polarisierte der als hochintelligent bezeichnete Manager durch seinen Führungsstil. Die meisten für den Artikel befragten Kollegen wollten sich nur anonym äussern.

Der 47-jährige Sinofsky wird ersetzt durch Julie Larson-Green und Tami Reller.

(dsc/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcel am 13.11.2012 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Grund ist

    ist doch klar. Windows 8. Er geht mit gutem Beispiel voran, damit ihm Ballmer endlich folgen kann.

  • ml am 13.11.2012 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    M L

    Kein wunder, Windows 8 ist die grösste Katatrophe seit Windows me.

    • Tommy Lee am 13.11.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Windows 8 ist genial

      Tja das sehe ich ganz anders. Windows 8 ist wohl das Microsoft Betriebssystem seit jeher, das keine neue Hardware benötigt. Im Gegenteil. Windows 8 läuft wie ein Turbo auf allen von uns getesten Geräten. Und das waren einige... Und was die Kacheln anbelangt. Nach ein par Arbeitstagen ist es bereits verinnerlicht.

    • Jürg Müller am 13.11.2012 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte Probleme melden

      Ich habe Win8 seit 2 Monaten auf Laptop und Desktop, bis jetzt habe ich keine (!) Probleme. Haben Sie schon mit der produktiven Version gearbeitet? Können Sie mir die gröbsten Probleme, die Sie haben, mitteilen? Danke.

    • absorber am 13.11.2012 22:46 Report Diesen Beitrag melden

      Die, die mit Windows 8

      keine Probleme haben setzen zum Beispiel keine Access 2010 Runtime Anwendungen ein. Bei mir sind bisher alle Maschinen mit Kompatibilitätsproblemen aufgefallen. Bei Neu Installationen sind z.Bsp. vorhandene Touchscreens (2J) nicht von Windows 8 als aktuell genug moniert. Der ganze Spass ist extrem darauf ausgerichtet Hard- und Software auf Windows 8 Standart zu bringen. Microsoft hat das letzte mal mit Vista so gepatzt und ist für meine Begriffe schlicht nicht zu empfehlen wenn die einfachsten Dinge ohne ersichtlichen Grund nicht mehr funktionieren sollen. Es gibt besseres. Z.Bsp. Windows XP/7

    • Martin am 14.11.2012 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ Absorber

      Mein 5-jähriger Laptop läuft nun schneller, besser und länger als noch unter Win 7... Weder Treiber noch sonst was machten beim Umstieg auf Win 8 Probleme... Könnte es nicht sein, dass deine Probleme bei Access selber liegen? Der Leiter der firmeninternen IT bei uns hat mir jüngst von der Verwendung von Access abgeraten, weil diese Datenbankverwaltung oft zickt!? Dafür ein ganzes Betriebssystem verantwortlich zu machen, ist nicht gerade objektiv.

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  • B. G. am 13.11.2012 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiffe Versenken und zukacheln

    Das Surface-Tablett von Microsoft, hat seine Form, den Standfuss und die Kacheln, nur zum einen Zweck, damit ist er das ideale Gerät für die Geschäftsleitung , um Schiffchen Versenken zu spielen .

    • David am 13.11.2012 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      Und für was ist dann das iPad gemacht?

      Für die Hausfrau, um darauf Gemüse zu schneiden und die Appetithäppchen zu servieren?

    • absorber am 13.11.2012 22:52 Report Diesen Beitrag melden

      @David

      Das IPad ist in der Hauptsache das Info-Tool für das man jetzt unabhängig von PC und Notebook on the road sein kann. Mit dem IPad Mini ist man noch mobiler. Das Surface spielt in einer ganz anderen Liga. Man realisieren den Anspruch, den MS anpeilt. Das ist nicht die Tablett Welt wie sie bisher besteht. Wir haben also definitiv wenig Gemeinsamkeiten bei den beiden Produktlinien. Ich gehe davon aus, das Apple in dieser Sache mit den Macbook Air Serien das bietet was es braucht. Surface steht wegen dem OS in den Kinderschuhen. Weder ist die Software ausreichend da noch ist das Design geeignet.

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  • Kurt F. am 13.11.2012 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Kachel

    Der will doch einfach selbst nicht mehr so gekachelt arbeiten ;-)

  • Dr. No am 13.11.2012 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ballmers Tage sind gezählt

    Windows8 ist nicht schlecht, das heißt aber auch nicht revolutionär wie Balmer erzählt. Microsoft geht es gut, weil im Geschäftsbereich vieles richtig gemacht wurde. Nicht desto trotz muss das Ruder herumgerissen werden. Die Konkurrenz schläft nicht und Microsoft scheint langsam aber stetig in eine Schieflage zu geraten. Das Surface geht auch schon den Bach runter bevor es überhaupt kommt. Klar sind die Dinger ausverkauft, aber die Frage ist auch weshalb die sowenig produzieren? Offenbar ist Apple einiges intelligenter mit dem Vertrieb um die Preise hochzuhalten.

    • Third Life am 13.11.2012 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      Apple konnte

      zum Produktstart meist auch nie genügend Produkte liefern. Bitte nicht so hanebüchen argumentieren.

    • Markus am 13.11.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      gutes argument.

      @3rd Life: Ich denke Dr.No will sagen, dass die zum Teil künstlich hervorgerufenen Lieferschwierigen seitens Apple, ein Faktor der Nachfrage ist. Sprich das Interesse und die Gier nach den Produkten dadruch verstärkt wird.

    • Visionär am 13.11.2012 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Revolutionär

      Win8 kann durchaus revolutionär sein... Aber nicht so wie es sich der Kunde vorstellt. Mächtige Firmen haben schon lange nicht mehr das wohl des Kunden im Auge... Die neue modern UI wird weiterentwickelt und eines Tages gibt es den Desktop nicht mehr... Dann läuft alles auf der neuen UI und entsprechend kann nur software installiert werden die über den Store gekauft wird... = totale Kontrolle über PCs, heftig abkassieren bei jedem Software verkauf, Tod für open source auf windows, und wer glaubt dass es dafür wenigstens keine Viren mehr gibt der wird enttäuscht sein...

    • David am 13.11.2012 17:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Visionär:

      Glaubst du echt, MS ist so dumm? Die Windows-Benutzer lassen sich nicht alles vorschreiben und bejubeln dann die Einschränkungen noch, und die Firmen würden so ein System auch nicht kaufen, sondern noch hundert Jahre Windows XP oder 7 weiternutzen. Das weiss MS ganz genau.

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