Gerüchte

30. November 2010 09:49; Akt: 01.12.2010 14:38 Print

Schwieriger Start für Windows Phone 7?

Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem sollen sich vergleichsweise schlecht verkaufen, Kinect für die Xbox 360 hingegen gut.

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Windows Phone 7 soll einen schwierigen Start gehabt haben.

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Wie viele Geräte mit Windows Phone 7 (WP7) seit dem Start Mitte Oktober verkauft wurden, ist nicht bekannt. Denn weder die Hersteller Samsung, LG und HTC noch Microsoft haben bislang Zahlen veröffentlicht. Am ersten Tag sollen knapp 40 000 Geräte abgesetzt worden sein, wie thestreet.com unter Berufung auf Marktforscher berichtete. Weder diesen Bericht noch einen aktuellen Artikel von wmpoweruser.com hat Microsoft kommentiert. Laut letztgenanntem sollen mittlerweile mindestens 120 000 Smartphones mit dem neuen Betriebssystem der Redmonder über die Ladentische gegangen sein. Grundlage soll die Zahl der Nutzer sein, die bislang ihr Gerät mit ihrem Facebook-Account verknüpft haben. Weil Facebook über 500 Millionen Mitglieder hat, geht man davon aus, dass wer ein WP7-Gerät hat, möglichst bald sein Profil mit diesem verknüpfen wird. Die Zahl ist also allenfalls als Trendwert zu sehen und dürfte niedriger als die tatsächliche liegen, denn nicht jeder WP7-Nutzer dürfte auch Facebook-Mitglied sein. Vom ersten weltweit erhältlichen iPhone, dem 3G, sollen im Startmonat rund drei Millionen Exemplare abgesetzt worden sein.

Auch zu einem weiteren Gerücht hat sich Microsoft bislang nicht geäussert: Reuters schrieb, die Redmonder arbeiteten an einem neuen webbasierten TV-Angebot für die Xbox 360 und hätten daher bereits mit Medienunternehmen verhandeln. Bis das Angebot marktreif sei, dauere es aber mindestens noch ein Jahr, so der Bericht weiter, der sich auf mit der Sache betraute Kreise beruft. In den USA bietet Microsoft über Xbox Live bereits Zugriff auf den Sportsender ESPN. Mit ihrem Angebot würden die Redmonder ihre Konsole als stärkste Konkurrenz zu Angeboten wie Google TV, Apple TV, SwissTV und Netflix positionieren. Hierzulande sind laut Microsoft bereits rund 300 Filme über den Dienst Zune für Xbox, PC und WP7-Smartphone verfügbar. Monatlich sollen 20 bis 30 neue hinzukommen.

Kinect-Verkäufe im Soll

Wie Microsoft hingegen offiziell bekannt gab, hat sich Kinect bislang rund 2,5 Millionen Mal verkauft. Die controllerlose Steuerung für die Xbox 360 ist seit Anfang November erhältlich. Damit sei das Ziel, bis zum Jahresende fünf Millionen Exemplare abzusetzen in Reichweite, so Don Mattrick, Chef der Sparte Interactive Entertainment, in der Medienmitteilung. Sony hatte vor rund vier Wochen bekannt gegeben, dass von seiner seit Mitte September erhältlichen bewegungssensitive Steuerung, PlayStation Move, rund eine Million Exemplare abgesetzt wurden.

Wie aus einem nun veröffentlichten Antrag Microsofts hervorgeht, wollen sich die Redmonder ein taktiles 3D-Display patentieren lassen. Entwickler Erez Kikin-Gil schreibt, es bestehe aus einem Polymer mit Formgedächtnis. Bestrahlt man es mit ultraviolettem Licht, steht es hervor. Licht anderer Wellenlänge lässt es sich wieder zurückschieben. Über eine Software kann man definieren, welche Pixel mit welchem Licht bestrahlt werden. Das Bild wird dreidimensional und ertastbar. So könnten beispielsweise mehrdimensionale Landkarten erzeugt werden.

Update 1.12.: Sony hat nun neue Verkaufszahlen von PlayStation Move veröffentlicht. Demnach gingen in den ersten beiden Monaten rund 4,1 Millionen Exemplare über die Ladentische. Rein statistisch läge Microsoft also vorn.

(hst)