Kunden verärgert

11. Februar 2013 14:30; Akt: 11.02.2013 15:00 Print

Das Surface Pro war nach 7 Stunden ausverkauft

In den USA kam Microsofts Tablet Surface Pro am Samstag in die Läden. Das anfängliche Interesse war gross, doch Microsoft lieferte viel zu wenig Geräte aus. Bei uns erscheint das Surface RT am Donnerstag.

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Am 9. Februar 2013 kam das Surface Pro mit Windows 8 in den USA in den Handel. Im Bild ein Microsoft Store in Seattle. Microsoft lieferte anscheinend nur wenige Geräte aus, so dass viele Läden nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Microsofts Surface ist ein 10.6 Zoll grosses Windows-8-Tablet. Das dünnere und leichtere Modell ist für den Heimgebrauch gedacht und wird von Windows 8 RT betrieben. Das stärkere Surface Pro mit Windows 8 Pro ist für den professionellen Gebrauch ausgelegt. Die RT-Version erschien in den USA bereits am 26. Oktober 2012 zusammen mit Windows 8. In der Schweiz ... ... ist das Surface RT ab dem 14. Februar im Handel. Das Pro-Modell folgt später. Der Clou des Tablets ist das magnetische «TouchCover», das nicht nur das Display schützt, sondern ausgeklappt wie eine Tastatur funktioniert. Links das 3 Millimeter dicke TouchCover, rechts das 6 Millimeter dicke Type Cover. Für das iPad und für Android-Tablets existieren ähnliche Tastaturen, die als Zubehör gekauft werden müssen. Beim Surface Pro schlägt das TouchCover mit 130 Dollar zu Buche. Das Surface verfügt über einen «Kickstand», der das Gerät aufrecht halten soll. Er kann an der Rückseite des Tablets ausgeklappt werden. Microsofts Tablet-Premiere hat ein 10.6 Zoll grosses HD-Display (Full-HD für das Pro-Modell) mit einem 16:9 Seitenverhältnis und eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das dünnere Surface RT kommt mit 32 und 64 Gigabyte (GB) Speicherplatz daher, das Pro-Modell gibt es mit 64 und 128 GB. Von den 128 GB sind 90 bis 98 GB effektiv nutzbar. Das Surface mit Windows 8 RT fällt mit 9,3 Millimetern knapp dünner als das iPad aus. Das Pro-Modell für den geschäftlichen Einsatz konkurriert mit Ultrabooks (dünne Notebooks) und wird mit 13,5 Millimetern deutlich dicker, schwerer und teurer. Auch bei den Anschlüssen unterscheiden sich die beiden Surface-Versionen. Das RT-Modell gibts mit microSD, USB 2.0, Micro-HD und 2x2 MIMO. Der Pro-Variante spendiert Microsoft microSDXC, USB 3.0 und einen Mini DisplayPort. Das Surface ist Microsofts erster «PC». Erfahrung mit der Entwicklung von Hardware hat der Software-Riese aber seit Jahren. Seit über einem Jahrzehnt macht Microsoft mit seinen Xbox-Spielkonsolen Nintendo und Sony Konkurrenz. Auch im Geschäft mit PC-Zubehör mischen die Redmonder mit. Bereits 1983 erschien die erste Microsoft-Maus.

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In den USA standen Microsoft-Fans am Wochenende teils stundenlang an, um als erste eines der wenigen Surface Pro zu ergattern. Wer das Microsoft-Tablet online bestellen wollte, schaute ebenfalls schon nach kurzer Zeit in die Röhre: Nach sieben Stunden war das grössere Surface mit 128 Gigabyte Speicher auch auf der Microsoft-Website ausverkauft.

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Nach Informationen von Windows-Insider Paul Thurrott haben die Einzelhändler nur geringe Stückzahlen vorrätig gehabt, was die Erfolgsmeldung relativiert. Im Internet machen nun zahlreiche Surface-Fans, die leer ausgegangen sind, ihrem Ärger Luft.

Ab Donnerstag in der Schweiz

Solche Szenen werden sich beim Schweizer Markstart am 14. Februar wohl nicht wiederholen. Einerseits hat der Software-Riese hierzulande noch gar keinen Microsoft Store eröffnet, andererseits kommt bei uns zunächst nur das Surface RT in die Läden. Das RT-Modell ist im Gegensatz zum Surface Pro ein klassisches Tablet. Das heisst, es kann wie das iPad oder Android-Tablets ausschliesslich Apps ausführen. Auch die Geschwindigkeit reicht nicht an einen schnellen Laptop heran.

Der nun in den USA lancierte Tablet-PC Surface Pro ist hingegen ein kleines Kraftpaket und von der Leistung her mit einem dünnen Notebook (Ultrabook) vergleichbar. Das billigere RT-Modell ist bei uns ab Donnerstag im Handel, das Surface Pro dürfte in einigen Wochen folgen.

Laptop und Tablet in einem

Das Surface Pro ist ein Hybrid-Gerät, das sich je nach Situation als Notebook oder Tablet verwenden lässt. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, dass heutzutage viele Menschen privat ein Tablet haben, zum mobilen Arbeiten aber nicht auf einen Laptop verzichten wollen. Das Surface Pro soll laut Microsoft beide Gerätekategorien vereinen. Die Anwender müssten so nur noch ein Gerät mit sich herumtragen.

So funktionierts: Mit dem ausklappbaren Ständer auf der Rückseite des Tablets und der magnetisch befestigten Schutzhülle, wird das Surface zu einem kleinen Laptop (siehe Diashow). Die Schutzhülle lässt sich aufgeklappt als Tastatur nutzen, sofern sie auf einer festen Oberfläche liegt – etwa auf einem Tisch.

Das Pro-Modell ist etwas schwerer, dicker und teurer als das RT-Modell, bringt dafür einen entscheidenden Vorteil mit sich: Es ist mit einem vollwertigen Windows 8 ausgestattet. Das Surface Pro kann somit alle vom Desktop bekannten Programme oder Windows-Games ausführen.

Das Surface RT spielt in der Liga des iPads, das Surface Pro ist mit einem kleinen MacBook Air auf Augenhöhe. Da das Pro-Modell nicht primär mit Tablets, sondern mit Ultrabooks konkurrenziert, verlangt Microsoft für das kleinere Modell mit 64 Gigabyte Speicher 900 US-Dollar.

Lohnt sich der Kauf?

Das Surface Pro überzeugt mit edlem Design, schneller Hardware und seinem Full-HD-Display. Negativ fällt die schlechte Akkulaufzeit auf. Microsoft macht darauf aufmerksam, dass im Surface Pro ein Ultrabook-Prozessor werkelt, der deutlich mehr leistet als Tablet-Prozessoren. Die zusätzliche Power beansprucht den Akku aber auch entsprechend. Er hält nur rund halb so lange durch, wie man dies von Tablets gewohnt ist. Microsoft musste hier einen Kompromiss eingehen: Ein grösserer Akku wäre wünschenswert, das Surface Pro wäre so aber zu schwer geworden.

In den ersten Testberichten wurde zum Teil auch kritisiert, dass das Surface Pro ein Kompromiss zwischen Ultrabook und Tablet sei. Fairerweise muss gesagt werden, dass Microsoft nie etwas anderes versprochen hat. Das Surface Pro ist ein Gerät für alle, die nur ein Gerät mit sich tragen wollen oder nicht das Geld haben, um sich einen Laptop und ein Tablet zu leisten.

Das Surface Pro ist ein interessanter Ansatz. Wer das nötige Kleingeld hat, ist aber momentan mit einem Laptop und einem separaten Tablet vermutlich besser bedient. Doch dies könnte sich schon bald ändern: Chip-Hersteller Intel verspricht für 2013 kleine, stromsparende Prozessoren, die wie heutige Tablet-Prozessoren rund zehn Stunden durchhalten sollen, aber deutlich mehr Leistung liefern. Hybrid-Geräte wie das Surface Pro werden von dieser Entwicklung wohl am meisten profitieren.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Surface RT und Surface Pro lesen Sie hier.

Microsofts Surface-Werbung richet sich an Geschäftsleute

Quelle: YouTube/Microsoft

(owi)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Manqu am 13.02.2013 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so neben bei

    Das Surface Pro ist zu dick, zu schwer und zu Teuer? Soll mir mal jemand ein Windows 8 PRO Hybriden zeigen der diese Anforedrungen unterbieten kann? Und was der Akkulaufzeit angeht, optimal ist sie sicher nicht aber die Laufzeit wird mit 5h angegeben. Solche Gerät werden zwischen 3- 8 stunden angegeben. Am Rande bemerkt, Apple notiert das MacBookAir mit 6h. Es ist aber Teurer, dicker und schwerer und hat kein Touchscreen ;)

  • Manqu am 13.02.2013 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rt

    Sie haben auch ein RT Gerät. Sie sollten es daher mit dem Surface RT vergleichen. Das Pro ist nunmal ein Ultrabook

  • Andreas Gross am 13.02.2013 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Stehen das Statisten und Angestellte ...

    Schlange?

  • Beda Kohler am 12.02.2013 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Dell XPS oder Sony Vaio duo

    Ich würde mir momentan am ehesten ein Dell XPS oder ein Sony Vaio duo anschaffen. ...wobei, das Surface pro ist also schon verlockend. Auf alle Fälle glaube ich, dass die Zukunft den Tablet/Ultrabook-Hybriden gehört. Ich warte mal noch 2-3 Monate, bis der grosse Hype vorbei ist.

  • Kimbrus am 12.02.2013 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Suspekte gelbe Regenschirme

    Hmmmm .... könnte es sein dass die Leute mit den gelben Regenschirmen auf Bild 1, welche da in der Schlange stehen, Microsoft Angestellte sind? Um so etwas wie ein "Apple Hype Feeling" zu provozieren?

    • Rene am 12.02.2013 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Logisch!

      Ist so... es gab dafür einen kleinen Bonus!

    • Manqu am 13.02.2013 15:41 Report Diesen Beitrag melden

      nicht so

      Nein die Microsoftangestellten habe dies Regenschirme als Trost den Kunden verteilt!

    einklappen einklappen