Windows Phone 7

17. Januar 2011 10:17; Akt: 17.01.2011 12:02 Print

LG hat sich mehr erwartet

Beim südkoreanischen Elektronikhersteller LG hat sich Ernüchterung breitgemacht. Die Verkaufszahlen der Smartphones mit Windows Phone 7 sind deutlich unter den Erwartungen geblieben.

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Optimus 7: Windows Phone 7 Smartphone von LG.

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In einem Interview mit dem IT-Newsportal pocket-lint.com gibt der Marketing-Verantwortliche James Choi ein paar Gründe an, warum sich WP7-Smartphones nur schleppend verkaufen lassen. Seiner Meinung nach lässt sich das Betriebssystem eine Spur zu einfach bedienen. Er befürchtet, dass WP7-Smartphones deshalb «für Technikbegeisterte nach ein bis zwei Wochen ein bisschen langweilig werden können.»

Als weiteren möglichen Grund für die schlechten Verkaufszahlen nennt er den Preis. Er ist der Überzeugung, dass der Absatz deutlich ansteigen könnte, sobald WP7-Smartphones auch im mittleren und unteren Preissegment angeboten würden. Diese Massnahme lasse sich zurzeit aber noch nicht umsetzen, da die hohen Hardware-Anforderungen seitens von Microsoft dies nicht zulassen würden . Ob LG neben dem Optimus 7 und dem Quantum weitere WP7-Modelle auf den Markt bringt, wollte Choi nicht verraten. Fest stehe aber, dass Windows Phone 7 nicht aus dem Portfolio gestrichen werde.

Auch bei Microsoft zeigt man sich verhalten zufrieden über die Entwicklung der Verkaufszahlen. Kurz vor Weihnachten hatte Microsofts Mobil-Chef Achim Berg in einem Interview verraten, dass über den Einzelhandel in den ersten sechs Wochen insgesamt 1,5 Millionen Smartphones mit Windows Phone 7 verkauft worden sind. Man hatte sich mehr erwartet, Berg sagte: «Wir sind im Rennen - es ist kein Sprint, aber wir kommen in Fahrt und wir sind definitiv langfristig mit von der Partie.»

Windows 7 Update verursacht Systemabstürze

Derweil klagen Microsoft-User über Probleme mit Windows 7. Das am 10. Januar veröffentlichte Update sollte eigentlich für mehr Stabilität sorgen. In einem Supportforum von Microsoft mehren sich aber die Meldungen frustrierte Kunden, die sich über Systemabstürze ärgern. Wann Microsoft einen Patch bereitstellen wird, steht noch nicht fest. Betroffenen wird geraten, die Rechner im abegsichterten Modus hochzufahren.

(mbu)