Microsoft will Gas geben

09. Januar 2013 04:39; Akt: 09.01.2013 10:58 Print

Windows 8 verkauft sich noch nicht besser als 7

Windows 8 hat sich seit dem Start im Oktober insgesamt 60 Millionen Mal verkauft. Damit liege das neue Betriebssystem etwa gleichauf mit den damaligen Verkäufen des Vorgängers Windows 7.

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Ende Oktober präsentierte Microsoft Schweiz sein neues Betriebssystem im Hauptbahnhof Zürich. 150 der 580 Mitarbeiter wurden für die wohl grösste PR-Aktion in der fast 40-jährigen Geschichte des Unternehmens für den zweitägigen Event abgestellt. In der Diashow sehen Sie, was bei Windows 8 neu ist - so gut wie alles. Die neue Kachel-Oberfläche ergänzt den Desktop und ersetzt den legendären Startbutton, der mit Windows 95 eingeführt worden ist. Windows-Nutzer haben künftig auf allen Geräten eine durchgängige Benutzeroberfläche: Sei es auf PCs und Laptops ... ... Tablets mit Touchdisplay oder auf Smartphones. Die Live-Kacheln starten Apps und zeigen Informationen wie neue E-Mails, Facebook-Meldungen oder das Wetter auf einen Blick an. Die Kachel der Musik-App (unten rechts) zeigt den aktuell gespielten Song. Von oben links nach unten rechts: Die ungelesen E-Mails werden direkt auf dem Startbildschirm angezeigt. Die News-App zeigt die neusten Artikel als Ticker direkt auf der Live-Kachel. Mit der Desktop-Kachel gelangt man auf den altbekannten Desktop. Auch die neusten Tweets landen auf dem Startbildschirm und die Foto-App zeigt ein Vorschaubild der Fotoalben an. Der Startbildschirm lässt sich personalisieren, indem Kachel-Gruppen gebildet werden. Die Gruppen können thematisch sortiert oder beispielsweise für Privates und Geschäftliches erstellt werden. Die alte Desktop-Oberfläche lässt sich alternativ starten. Sie ist vor allem für das klassische Arbeiten mit Maus und Tastatur gedacht. Zwischen dem neuen Startbildschirm und der Desktop-Ansicht lässt sich mit der Windows-Taste wechseln. Neue Ultrabooks mit Windows 8 können künftig mit Maus, Tastatur, Touchpad und Touchdisplay bedient werden. Bei sogenannten Convertibles lässt sich der Bildschirm von der Tastatur lösen und als Windows-Tablet nutzen. Bei Windows 8 lassen sich auch auf Tablets zwei Fenster gleichzeitig öffnen. Links die Wetter-App, rechts die Movie-App. Zwischen den Apps kann mit einem Wisch vom linken Displayrand in Richtung Bildschirmmitte gewechselt werden. Mit einem Microsoft-Konto können Apps im App-Store heruntergeladen und Einstellungen wie Passwörter oder der Browserverlauf zwischen PC und Tablet synchronisiert werden. Mit der Windows-8-App SkyDrive lassen sich alle möglichen Dateien wie Fotos, Musik, Videos oder Dokumente zwischen PCs, Tablets und Smartphones synchronisieren. Für neue Nutzer stehen sieben Gigabyte Online-Speicherplatz gratis zur Verfügung. SkyDrive gibt es auch für Mac, iOS und Android. Die Kontakte-App in Windows 8 erinnert an ihr Pendant in Windows Phone 8 für Smartphones. Apps für Windows 8 lassen sich über den Windows Store installieren. Laut Microsoft gibt es zum Start am 26. Oktober über 100 Schweizer Apps. Täglich kommen über 20 neue Apps aus helvetischer Küche hinzu. Apps können nur über den von Microsoft kontrollierten Windows Store installiert werden, was Probleme mit Viren minimiert. Klassische Desktop-Programme lassen sich wie gewohnt installieren. Zu den Windows-8-Apps zählt auch eine E-Mail-App, die allerdings momentan noch keinen gemeinsamen Posteingang für mehrere E-Mail-Konten hat.

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Dies erklärte Hersteller Microsoft am Dienstag in einem Firmenblog.

Darin enthalten seien sowohl Verkäufe neuer Geräte als auch die Aktualisierung vorhandener Systeme. Die Veröffentlichung der Zahl darf als Antwort Microsofts auf die Aussagen von Marktforschern verstanden werden, die Windows 8 zuletzt einen schleppenden Start bescheinigten.

Kampfpreise bis 31. Januar

Einen Flop kann sich der Software-Konzern aber nicht leisten: Mit Windows 8 will Microsoft die boomenden Tablet-Computer und Smartphones erobern, bei denen bislang Apple sowie Google mit seinem Android-System den Ton angeben.

Ende November - vier Wochen nach dem Start von Windows 8 - hatte die Microsoft-Managerin Tami Reller die Verkäufe auf 40 Millionen beziffert. Microsoft drückt seine wichtige Software noch bis zum 31. Januar mit Kampfpreisen in den Markt: Ein Upgrade kostet derzeit in Deutschland knapp 30 Euro.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • absorber am 09.01.2013 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    @Marcos am 09.01.2013 10:47

    Sie widersprechen den Angaben von Microsoft selber in Sachen Access Runtime. Zu dem anderen Produkt haben sie dann wohl nicht ohne Grund keine Gegendarstellung geschrieben. Zur allgemeinen Aufklärung. Auf RT-Versionen laufen gar keine herkömmlichen Windows-Programme. Es ist für die Windows 8 Applikationen gedacht also kein Desktop oder Notebook Ersatz. Die Aussage, das "Alle Programme" die auf Windows 7 laufen konnten auf Windows 8 laufen ist irreführend und auf keinen Fall richtig. Diese Aussage gibt es von Microsoft während der Installation gratis! In Form von dieses Produkt ist nicht W8 ...

  • Chrigel Hirt am 09.01.2013 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bin begeistert

    Mir gefällt das System super und es läuft zuverlässig. Wenn ich den Desktop brauche muss ich ja nur "Windowstaste"+D drücken und schon habe ich meinen Desktop zur Hand

  • Didi am 09.01.2013 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Win9 wird sicher besser

    Kein Zweifel, in W8 gibt es einige neue und gute Konzepte. Leider aber in MS-üblicher Manier nicht zu Ende gedacht und verkorkst umgesetzt. Microsoft bleibt sich treu: nie eine brauchbare Version mit gerader Versionsnummer auf den Markt zu bringen. Das war schon seit Win2 so...

  • leonie am 09.01.2013 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    DAUMEN UNTEN

    Dieses Betriebssystem ist einfach nicht benutzerfreundlich!! ich habe letztens auch einen Laptop gekauft mit Windows 8 drauf.. NO GO!! da würde ich eher Vista installieren..und dieses betriebssystem ist auch nicht das wahre :)

  • xermicus am 09.01.2013 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung!

    Windows Vista war ja eine riesen Katastrophe. Entsprechend einfacher war die Ausgangslage für den nachfolger Windows 7...