Fieser Spass

21. Mai 2017 22:52; Akt: 21.05.2017 22:52 Print

«Constructor» ist nach 20 Jahren Pause zurück

Konstruktion und Korruption: «Constructor» feiert ein Comeback. Nach wie vor muss man sich beim Kultspiel die Hände dreckig machen.

«Constructor» eroberte schon vor 20 Jahren die Gamer-Herzen. Jetzt gibt es ein Revival des Games. (Video: System3)
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Erinnert sich noch jemand an «Constructor»? Das Aufbaustrategiespiel konnte vor 20 Jahren so manch ein Gamerherz erobern und wurde zu einem Überraschungserfolg. Pünktlich zum Jubiläum erscheint nun eine Neuauflage. In diesen Tagen ist «Constructor HD» nicht nur für PC, sondern auch für Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Eine Version für die Nintendo Switch soll im Juni nachgeschoben werden.

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Die gute Nachricht: Auch das Remake hält sich eng an die Vorlage des PC-Originals von 1997. Das Gameplay basiert nach wie vor auf einer herrlich fiesen Idee: Um als Baulöwe Macht über die Stadt zu erlangen, soll man zwielichtige Gestalten anheuern. Darunter sind Skinheads, Hippies, Prostituierte, Geister und mörderische Clowns. Mit ihrer Hilfe kann man das eigene Geschäft zum Florieren bringen und die Konkurrenz sabotieren.

Fiese Mieter, hohe Mieten

Dieses witzige Szenario sowie der oft derbe Humor sind gewöhnungsbedürftig, aber originell. Korruption, soziale Ungerechtigkeiten, kriminelle Machenschaften – das Immobilien-Business wird hier mit einer gehörigen Portion Ironie durch den Kakao gezogen. Natürlich kommen auch bestechliche Beamte oder fragwürdige Kredithaie vor.

Nach 20 Jahren – «Constructor» ist zurück

Als Spieler kauft man als Erstes Grundstücke und baut Wohnhäuser. Wie in einem Echtzeitstrategiespiel muss man dabei Arbeiter und Vorarbeiter bestimmen. Danach werden Häuser hochgezogen, erste Mieter müssen gefunden werden. Das Problem: Am Anfang sind nur Proleten verfügbar. Erst nach und nach interessieren sich auch solvente Kunden für die Häuser – die jedoch höhere Ansprüche haben, aber auch mehr Miete zahlen.

Sabotage statt Städtebau

Während zu Beginn vor allem der Aufbau sowie das Management der Ressourcen und der Arbeitskräfte im Zentrum stehen, verschiebt sich das Gameplay mit zunehmender Spieldauer Richtung Sabotage. So können zwielichtige Techniker Gasleitungen sabotieren und Häuserblöcke in die Luft jagen, während ein Poltergeist Anwohner aus Luxuswohnungen vertreibt.

Fazit: Auch die Neuauflage zum 20. Jubiläum des millionenfach verkauften «Constructor»-Games bietet originellen Spielspass. Features wie der neue Onlinemodus, in dem sich Spieler nun auch gegenseitig sabotieren können, machen den Klassiker abwechslungsreicher.

Wer Lust auf einen simplen Retro-Spass hat und schon an ähnlichen Titeln wie «Mob Rules» Freude hatte, liegt bei diesem Game also richtig. Immerhin muss man sich seine Hände auf dieser Baustelle nur im übertragenen Sinn dreckig machen.

(str)

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