Spiele-Wettbewerb

10. Juli 2013 11:27; Akt: 11.07.2013 09:18 Print

«Das Niveau von Schweizer Games steigt»

von Jan Graber - Die Jury hat gesprochen: Sieben Schweizer Spiele erhalten von der Pro Helvetia und der Suisa bis zu 35'000 Franken Unterstützung. Auf einige der Wettbewerbs-Gewinner warten fette Prämien.

Bildstrecke im Grossformat »
Irre Gestalten: Das Game «Ned & Ted» von Simon Kovatsch und Marc Gruber schickt zwei verrückte Gestalten auf eine irre Flucht aus einer unbarmherzigen Institution. «Ned & Ted» soll für PC und Mac erscheinen. «Don't Kill Her» stammt vom Westschweizer Jérémy «Wuthrer» Cuany und erscheint für PC und Mac sowie als Browserspiel. Im Spiel geht es darum, die weibliche Hauptfigur zu verstehen. Nur so kann sie gerettet und das Spiel gewonnen werden. Kein Unbekannter: Mit «Mirage» und «Krautscape» hat Mario von Rickebach schon mehrfach für Aufsehen gesorgt. Nun wird «Mirage» auch von der Pro Helvetia unterstützt. «Unmem» für iPad und iPhone von den Westschweizern Karian Foehr, Elliot Vaucher, Lucien Langton und Benoit Goncerut hat neben der «Call for Projects»-Prämierung auch den Preis der Suisa Stiftung für die originellste Musik erhalten. «Unmem» geht spielerisch mit den Gesten des Spielers um und interpretiert sie neu. Neben dem Geld von der Pro Helvetia und der Suisa dürfen sich die Macher von «Drei» auch auf eine internationale Distribution freuen: Das Etter Studio hat den Miniclip Swiss Game Award gewonnen. Im Game für iPad und Desktop-Geräte müssen drei Spieler aus drei Turmelementen einen Turm so errichten, dass sie einen bestimmten Punkt im Raum erreichen. Nur dann kann der nächste Level in Angriff genommen werden. Im Adventuregame «Journey of a Roach» von Koboldgames begleiten Spieler die Kakerlake Jim durch eine dunkle Bunkerwelt und entdecken stets neue Räume und Rätsel. Das Game soll für PC und Mac erscheinen. «Antyz» von den Westschweizer DNA Studios erzählt von der Welt der Ameisen, die durch ein neues Eiszeitalter bedroht sind. Der Spieler schlüpft in die Haut einer Ameise um seine Spezies zu retten. Das Puzzlegame erscheint für iOS- und Android-Geräte.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Garten des schweizerischen Gameschaffens blüht: Am Eröffnungsabend des Neuchâtel International Fantastic Film Festivals (NIFFF) wurden im Rahmen des Gameförderungsprojekts «Call for Projects: Swiss Games» sieben Spiele aus einheimischen Gameschmieden ausgezeichnet. Angetreten waren 43 Game-Produktionen, ein Drittel mehr als bei der ersten Durchführung von «Call for Projects» vor zwei Jahren.

Internationale Anerkennung

Auf einige der Gewinner warten fette Prämien: Die Pro Helvetia, die Suisa Stiftung und das NIFFF unterstützen die Gameproduktionen mit insgesamt 150 000 Franken, drei der Games wurden mit 35 000 Franken prämiert. Das Westschweizer Spiel «Unmem» wurde von der Suisa Stiftung zudem mit einem Sonderpreis für die originellste Soundkomposition ausgezeichnet.

Spieler im Ausland wird darüber hinaus das Game «Drei» von Etter Studio erreichen: Das Kooperations-Aufbau-Spiel, in dem aus Blöcken gemeinsam Türme errichtet werden müssen, hat den Miniclip Swiss Game Award gewonnen. Miniclip als einer der weltweit grössten Publisher für Mobile Games wird das Spiel international vertreiben, wenn es im Herbst erscheint. Zwei Games – «Unmem» und «Don’t Kill Her» – haben die Jury wegen ihrer innovativen Aspekte zusätzlich überzeugt und die Teams erhalten persönliches Coaching, um sie fertigzustellen und markttauglich zu machen.

Gute Games gingen leer aus

«Das Niveau ist im Vergleich zur letzten Runde höher geworden», sagt Sylvain Gardel von Pro Helvetia. «Call for Projects» wurde vor zwei Jahren zum ersten Mal durchgeführt, damals sei viel Unfertiges zu sehen gewesen. «Dieses Jahr sind auch valable Kandidaten leer ausgegangen», verdeutlicht Gardel. Nicht berücksichtigt wurden ausserdem Fortsetzungen von bereits bestehenden Games.

Unter die Lupe genommen hat die Games eine fünfköpfige Jury, die von der Pro Helvetia bewusst mit Juroren aus unterschiedlichen Bereichen zusammengesetzt wurde, wie Gardel erklärt. Unter ihnen befand sich eine Musikerin ebenso wie ein Gamejournalist sowie internationale Juroren aus Italien, Deutschland und den USA – darunter der Entwickler des iPad-Independent-Hits «Sword & Sworcery».

Zugänglichere Spiele als früher

«Innovation, Marktauglichkeit, Ästhetik und Sound haben bei der Selektion eine wichtige Rolle gespielt», sagt Juror und Gamejournalist Marc Bodmer. Es wurden Gameideen vorgestellt, die er in ähnlicher Form so noch nie gesehen habe. Generell seien die Spiele zugänglicher als früher geworden, stellt Bodmer zudem fest. «Typisch für Schweizer Games ist das hohe grafische Niveau und die witzige, saubere Bildsprache», sagt er und kommt zum Schluss, dass die Schweizer Gamedesinger mittlerweile qualitativ einen hohen Level erreicht haben.


Trailer «Ned & Ted»

(YouTube)

Trailer «Drei»

Trailer «Don't Kill Her»
(Vimeo)

Trailer «Mirage»
(Vimeo)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phil am 10.07.2013 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Endlich mal werden Game-Entwickler gefördert! Die meisten Games sind schliesslich auch Kunst und dienen nicht nur der Vergnügung.

  • patrick h. am 10.07.2013 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    "Das Niveau Schweizer Games steigt" ist aber immernoch auf kindergarten niveau. wow extrem hohes grafisches niveau... und so verschieden und intressant und ja. ich wette alle 10 leute die das spiel jemals spielen werden daran spass haben. ich bin gamer aus leidenschaft und es ist fast nicht möglich irgendwas über gaming zu schreiben was mich nicht intressiert. aber das hier? warum? kein hahn kräht danach, niemals. wir haben gute softwareentwickler in der schweiz, auch gute grafiker. trozdem sind die games langweilig und das nicht wegen dem fehlenden geballer...

    einklappen einklappen
  • XY Chromsome am 10.07.2013 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Entwickler

    Ich würde liebend gerne in der Schweiz eine Lehre als Game-Entwickler machen, kann mir da jemand Rat geben wo man das am besten machen könnte? Und eine Firma die gute weiterbildungsmöglichkeiten bietet damit ich in berühmtere Firmen kann wie Nintendo, Capcom, Ubisoft etc..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • XY Chromsome am 10.07.2013 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Entwickler

    Ich würde liebend gerne in der Schweiz eine Lehre als Game-Entwickler machen, kann mir da jemand Rat geben wo man das am besten machen könnte? Und eine Firma die gute weiterbildungsmöglichkeiten bietet damit ich in berühmtere Firmen kann wie Nintendo, Capcom, Ubisoft etc..

    • Mikael am 11.07.2013 02:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Weg

      Mach eine Ausbildung/Lehre als Applikationsentwickler. Aber mache Dir nicht zu viel Hoffnung, mal bei einer grossen Firma zu arbeiten. Hier arbeitet nämlich nur die Elite.

    • Markus Petersen am 11.07.2013 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      Indie oder AAA?

      Wenn du Indie-Games (wie die in dem Artikel besprochenen) machen möchtest, könntest du dich für den Gamedesign-Studiengang an der ZHdK interessieren. Wenn du "grosse" Spiele machen willst bei grossen Firmen, dann ist Applikationsentwicklung (inkl. späterem Studium) der richtige Weg.

    • Matthias Sala am 11.07.2013 16:54 Report Diesen Beitrag melden

      Ausbildung für Game-Entwicklung

      Die Game-Entwicklung ist eine sehr interdisziplinäre Sache. Es braucht Softwareprogrammierer, Zeichner, Gestalter, Tester, Projektleiter und Marketingleute. Du musst Dir also überlegen, wo Deine Stärken liegen. Es gibt u.a. folgende Möglichkeiten: - Programmieren: Applikationsentwicker-Lehre oder Fachhochschule für Informatik, Informatik an der ETH - Gestalten, Zeichnen: Kunstgewerbeschule, Grafikerlehre - Projektmanagement, Marketing: KV-Lehre in einem Betrieb der viel Planung oder Events macht, Fachhochschulen für Marketing, PR und Verkauf An der ZHdK kannst Du Game Design studieren.

    einklappen einklappen
  • Phil am 10.07.2013 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Endlich mal werden Game-Entwickler gefördert! Die meisten Games sind schliesslich auch Kunst und dienen nicht nur der Vergnügung.

  • patrick h. am 10.07.2013 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    "Das Niveau Schweizer Games steigt" ist aber immernoch auf kindergarten niveau. wow extrem hohes grafisches niveau... und so verschieden und intressant und ja. ich wette alle 10 leute die das spiel jemals spielen werden daran spass haben. ich bin gamer aus leidenschaft und es ist fast nicht möglich irgendwas über gaming zu schreiben was mich nicht intressiert. aber das hier? warum? kein hahn kräht danach, niemals. wir haben gute softwareentwickler in der schweiz, auch gute grafiker. trozdem sind die games langweilig und das nicht wegen dem fehlenden geballer...

    • dave.t am 11.07.2013 02:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      jawohl

      so ist es

    • Interessierte am 11.07.2013 16:44 Report Diesen Beitrag melden

      warum langweilig?

      Hey Patrick, was für Spiele würden dich denn interessieren, bzw. Was für Mechaniken oder Aspekte, die die schweizer Games nicht haben?

    • Matthias Sala am 11.07.2013 16:48 Report Diesen Beitrag melden

      Feedback

      Hallo Patrick und Dave Danke für Eure Einwände. Welche Art von Spielen würden dann Euch konkret gefallen und welche würdet Ihr kaufen? Solche Feedback hilft natürlich den vielen guten Entwickler und Grafikern. Viele Grüsse, Matthias

    • Stefan D. am 12.07.2013 18:28 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Gutes Spiel beinhaltet,

      competition, ranking system, balanced pvp und ein gutes Gameplaygefühl. Und ich denke nicht das man mit einem Singelplayergame jemals genug einnehmen könnte um dann neue Spiele oder Updates auf den markt zu bringen. Man will sich halt messen.

    einklappen einklappen
Sudoku
Kreuzwortraetsel
Bubble Shooter