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Spielen gegen die Depro
22. November 2011 19:05; Akt: 22.11.2011 19:05 Print
«Skyrim»: Heilung für den Winterblues
von Jan Graber - Das Rollenspiel «The Elder Scrolls» bietet so viele Glücksmomente, dass die Winterdepression zu Schnee von gestern wird.
Die kalten Tage. Das Grau drückt unbamherzig aufs Gemüt, die Winterdepression kriecht langsam aber sicher unter die Schädeldecke. Experten empfehlen in diesen Momenten stets dasselbe: Lichttherapien, Sitzungen beim Psychotherapeuten, ein warmes Bad.
Bildstrecken Gameratgeber Rollenspiele
«The Elder Scrolls»
Mit «Skyrim» erscheint bereits die fünfte Ausgabe der «Elder Scrolls»-Reihe. Erstmals 1994 als PC-Rollenspiel eingeführt, erschien zwei Jahre später der ambitionierte Nachfolger «The Elder Scrolls II: Daggerfall». Den Spielern wurde darin eine offene Welt in der angeblich doppelten Grösse von Grossbritannien geboten. Wegen schlechter Programmierung fiel das Game bei den Kritikern durch. Erst 2002, mit dem Erschienen von «The Elder Scrolls III: Morrowind» etablierte sich die Reihe jedoch als eine der tiefgründigsten Rollenspiel-Franchisen.
Mit insgesamt 5,7 Millionen verkauften Spielen wurde der vierte Teil, «The Elder Scrolls IV: Oblivion» zum bisher erfolgreichsten Vertreter der Reihe aus dem Hause Bethesda. Allen Anzeichen nach, könnte dieser Rekord mit «The Elder Scroll V: Skyrim» jedoch gebrochen werden. Bereits in den ersten Wochen wurden 3,5 Millionen Stück abgesetzt. Jan Graber…
… verschob die ersten Gamepixel mit «Space Invaders», «Leisure Suit Larry» sowie «King’s Quest» und entdeckte mit «System Shock» und «Rebel Assault» sein Flair für Actiongames. Heute gibt er sich am liebsten mit Krachern wie «Crysis», intelligentem Futter im Stil von «Fahrenheit und Gummischreddern à la «Forza Motorsport» ab. Derzeit vergnügt er sich mit «Battlefield 3» und «Skyrim».
Vergessen Sie für einmal Ansi-Lumen und Seelen-Analysen! Spielen Sie stattdessen ein paar Stunden «The Elder Scrolls V: Skyrim». Sie werden so viele Glücksmomente erleben, wie es keine Million Lichtstärken schaffen.
Die perfekte Welt
Zugegeben, auch in «Skyrim» herrscht nicht immer eitel Sonnenschein – ein dynamisches Wettersystem verhindert dies. Als ich mit meinem Helden – einem kaiserlichen – ins Spiel stolpere, schneit es mir, sobald ich in höhere Gefilde gelange, mächtig auf den Kopf. Gleichzeitig beharkt mich ein Grüppchen Banditen mit Pfeilen und geht mit rasiermesserscharfen Klingen auf mich los. Beides – Schnee wie Gauner – wische ich kühl beiseite, denn vor mir breitet sich Grösseres aus: eine der fantastischsten je geschaffenen Rollenspielwelten.
In «Skyrim» kann ich nicht nur den Blick aus luftigen Höhen über Postkarten-Landschaften streifen lassen, die als Leinwand für die besten Bergferien dienen könnten. Der Ruhe suchende Spieler kann auch entspannt und genüsslich endlose Felder durchwandern, Blümchen pflücken oder stundenlang einem Elch nachjagen und ab und zu einem Säbelzahltiger das Fell über die Ohren ziehen. Ich streife am liebsten mit Mammuts über die Ebenen und manchmal bleibe ich einfach stehen und schaue dem Treiben der Wolken zu.
Frieden durch Arbeit
Gelange ich in ein Dorf, gerbe ich das Fell des Elchs zu Leder, stelle Pelzmützen und Rüstungen her, erlerne das Schmiedehandwerk, versuche mich im Brauen von Tränken oder suche die Schule der Barden auf und lerne, ein Instrument zu spielen. Dazwischen führe ich stundenlange Gespräche mit den Einwohnern, sammle und lese Bücher und erfahre alles, was ich über das Kaiserreich wissen möchte. Ein friedlicheres Dasein ist nur schwer vorstellbar.
Regt sich irgendwann der Kampfeswille, begebe ich mich auf eine der Haupt- oder Nebenmissionen, steige in einen Dungeon oder auf einen Berg und stelle mich, bewaffnet mit Schwert und Schild, Magie oder Zweihänder den Feinden, die auf mich warten. Fürs Hochgefühl sorgt jedoch nicht der Sieg, sondern die Möglichkeit, den Gefallenen danach zu durchsuchen. Meistens tragen sie nur Schrott auf sich. Finde ich jedoch ein seltenes Kleinod, kommt dies der Bescherung zu Weihnachten gleich.
Kampf dem inneren Dämon
Für Glücksgefühle pur sorgen jedoch die Drachen: Sie stellen die ultimative Prüfung für den Krieger dar und können – psychologisch betrachtet – wohl als Archetyp für die eigenen inneren Dämonen gelten: Sie sind enorm schwierig zu bezwingen, quatschen einem während des Gefechts die Ohren voll und bringen einen so sehr in Rage, dass man schreien möchte.
Zu welchem Zeitpunkt sich tatsächlich ein «Schrei» anbietet: «Schreie» sind die ultimative Waffe in «Skyrim» - mächtige Zauber, welche den Gegner Ohrensausen und Schlimmeres bereiten. «Schreie» zu erlernen, sind das eigentliche Ziel des Spiels. Erlernt werden sie bei den Graubärten. Mit jedem getöteten Drachen absorbiert der Held dessen Kraft, um die «Schreie» zu brüllen. Das kommt einer Schreitherapie höchstwahrscheinlich verdammt nahe; man hat das Gefühl, einen Teil des eigenen Schweinehunds hinaus zu brüllen.
Fazit: Glück durchs Spielen
Kurzum: Schalten Sie die Lichter aus, sagen Sie ihre Psychotermine ab und gönnen Sie sich eine oder mehrere Stunden in «The Elder Scrolls V: Skyrim». Sie tauchen wie in einem Fantasyroman in die fantastische Welt von Tamriel ein, lernen die Kampf-Geborenen und die Graubärte kennen, fangen Schmetterlinge und Lachse, bodigen Riesen und Untote und vergessen sich und den Alltag. Ich bin sicher, Sie werden glücklicher aus dem Spiel auftauchen und das Wintergrau aus Ihrem Schädel vertrieben haben.
Gametrailer «The Elder Scrolls V: Skyrim»:
Quelle: YouTube.com
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Alle 107 Kommentare



















































kritisch
also bitte. -.- ihr wollt bücher lesen? dann lest sie im REALEN leben. ihr wollt mützen machen? dann macht sie REAL. da habt ihr erst recht mehr davon! und wenn ihr unbedingt geniale landschaften sehen wollt: geht nach draussen und geht wandern oder wenigstens spazieren. -.- ich hb ja nichts gegen games, spiele auch selber, kann jedoch nicht wirklich verstehen, was am drachen töten, tiere jagen, mit VIRTUELLEN leuten sprechen und dann eine der bereits vorgegebenen antworten auszusuchen so spannend sein kann. tut's in echd, macht meistens mehr spass und fördert erst rechd die sozialen kontakte.
Wer dami umgehen kann
Jetzt beschwert man sich darüber, dass die Gameindustrie endlich realistischere Grafik verarbeitet!? Ich spreche sicher für viele wenn ich sage, dass, solange ein Mensch nicht psychische Probleme hat, dieses Spiel ein absolutes Meisterwerk ist und bei gesunden Menschen sicherlich keinen Realitätsverlust hervorruft. Ich geniesse die Natur im Realen sehr. Aber jetzt arbeitet jeder normale Mensch tagsüber und Feierabend ist Nacht. Was soll ich da in der Natur? Mir den Allerwertesten abfrieren oder eine Runde Skyrim zocken? :-) Spricht für sich.
statement
beschwere mich nicht über die grafik, welche nebenbei bemerkt nichts neues in der gamewelt ist. ;) zum teil mit den psychischen problemen sag ich auch nichts, doch glaube mir: ich kenne einfach zu viele, welche stundenlang vor ihrem computer sitzen und skyrim zocken und nichts bessers zu tun haben! ich bemangele dabei nicht die gamer von skyrim an sich, ich bemangele eher die beschreibung des spieles im obigen text. so, mein statement.
Medienkompetenz? Fehlanzeige!
Und wo ist jetzt genau der Unterschied ob ich in Skyrim eine Erzählung lese oder in einem richtigen Buch? in Videospielen geht es darum in die Geschichte einzutauchen, wie in einem guten Buch oder eine spannenden Film und genau das macht Skyrim. Es soll nicht ein "Ersatz" für die Wirklichkeit sein sondern einfach eine interaktive Geschichte in die man eintauchen darf. Und wenn ich nun im realen Leben mit einer Zwergenrüstung aus Dwemergold geschieden und ein Axt eine alte Ruine oder Berge besichtige, werde ich dann nicht gleich in die Klappse eingeliefert? *Ironiegefahr
Auch schon mal ein Buch gelesen?
Denn über Bücher könnte man genau dasselbe Sagen. Erfundene Leute, die mit anderen erfundenen Leuten sprechen und eine erfundene Geschichte erleben. Klingt eigentlich langweilig und trotzdem gibt es Leute die lesen, komisch oder? Und Nebenbei, seit wann ist Drachentöten nicht mehr cool? Hab ich was verpasst?
was?
wann war drachentöten jemals cool? und diese kritik mit den büchern: das kann man nur schlecht vergleichen. es gibt auch bücher, welche micht von drache oder fabelwesen handeln, wie zB dies bei eragon oder so der fall ist. nun ja, ich habe skyrim bereits gespielt und war nicht zufrieden damit, meine meinung. so wie eure meinung von büchern anscheinend nicht die beste ist.
du hast skyrim nicht gespielt, wenn du unzufrieden bist.
@immernoch unüberzeugt
Wann Drachentöten cool war? Schon mal mittelalterliche Erzählungen und Fabeln gelesen? Märchen sind dir ein Begriff? Nordische Göttersagen, etc.? Wenn all diese Dinge nie "cool" waren, haben uns Jahrhunderte von Menschengeschlechtern angelogen.
Kein Spiel für schnell schnell
An alle die sich zur Zeit überlegen dieses Spiel zu kauffen und durch die nicht ganz überzeugten posts's irritiert sind, denen kann ich nur sagen : Ich lese sehr oft bücher, aber an Skyrim ist noch kein Buch rangekommen, nicht mal annähernd. Gegen Skyrim hat auch der gute Eragon nicht den Hauch einer Chance. Danke Bethestha für dieses Spiel, habs noch lange nicht durch (Gametime jetzt schon ca 100Std.) bin aber immernoch absolut motiviert auch den hintersten Miniquest zu lösen. Für die die auch schon den Vorgänger (Oblivion) mochten : Punkte von mir 10 von 10. eine glatte 6 .Pflichtkauf.
Elder Scrolls
the elder scrolls ist die beste spieleserie die es gibt. skyrim übertrifft zudem die vorgänger nochmal - GOTY
Wer Oblivion mochte ...
Ich bin grafisch sehr enttäuscht von der PS3-Version. Auch wenn das Spiel inhaltlich und konzeptmässig viel hergibt, hätte man mehr Zeit in die matschigen Texturen und merkwürdig wuchernden Büschen stecken können. Ganz abgesehen natürlich von den - noch immer - merkwürdigen Fundstücken. welches Skelett trägt denn schon Goldstücke bei sich?!?
Antwort
Schon mal was von alten Bestattungsriten gehört bei denen man den Verstorbenen Wersachen, wie zB. Gold mit auf die "Reise" gegeben hat?
Pc for ever
Wer spielt den schon ein ROllenspiel auf der Konsole?
PC's sind besser!
Selber schuld, wer ein Rollenspiel auf Konsolen spielt! Ich habe einen PC, alle Grafik-Einstellungen aufs maximum. Die Grafik ist dann echt genial!! Die Qualität einer Konsole dagegen ist vergleichsweise die niedrigste Detailstufe auf dem PC! PC's sind und bleiben die Grafik-Knaller!
Doch geht schon...
Bedenke, die Skelette sind meist in Grabstätten, welche von Menschen eingerichtet wurden. Und "früher" (das Game ist ja im "Mittelaltersetting") hat man seine verstorbenen Verwandten oft mit zahlreichen Schätzen, Geld oder sonstigen Wertsachen bestatten. Deshalb kann ich mir Geld bei wiederauferstandenen Skeletten eigentlich ganz gut vorstellen. Meist haben die ja Kleider an und in denen stecken halt mal ein paar Münzen drin ;)
@ Doovahkiin
Bitte mal ehrlich bleiben und das Fanboygehabe stecken lassen, es gibt genügend Videos auf Youtube auf denen man sieht, das der Unterschied vom PC zur PS3 Version zwar vorhanden, aber nicht sehr gross ist. Zudem sollte man auch bedenken, dass man bei der Konsole ca. 3m vom Bildschirm entfernt sitzt.
Überlegenheit
Zeigt mir doch bitte mal eine Konsole, die eine bessere Grafikleistung erbringt als ein aktuell gut ausgerüsteter PC. Es ist rein Hardwaremässig schon nicht möglich, denn wie oft wird bei Konsolen ein Hardware Update gemacht? Wie alt ist z.B. die PS3 oder die XBox? (Bsp. XBox 360 -> Keine Kantenglättung.... !! Hallo Gegenwart??) Die Hardware Durchlaufzeit sind heute so enorm kurz geworden, die Konsolen sind schon längst nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Technik. Dass man bei Konsolen 3m vom Schirm entfernt sitzt, ist ein Argument.
X360 Spieler
Ich bin zufrieden mit Skyrim. Ich bin als X360 gamer!
PC vs. Konsole
ein guter Computer kostet auch locker 5 mal mehr kohle als eine Konsole, da ist es gut möglich das die Konsole nicht so gut in der Grafik ist.