«Doom» im Dreierpack

07. November 2012 23:42; Akt: 07.11.2012 23:43 Print

Die «Big Fucking Gun» ist zurück

von Jan Graber - Knapp 20 Jahre nach dem ersten «Doom» ist der Game-Oldie zurück. Alle drei Teile wurden auf eine DVD gepresst. Wir verraten, wie der Kult-Shooter gegen die moderne Konkurrenz besteht.

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Popelige Pixelgrafik, dafür ein Heidenspass: «Doom» und «Doom 2: Hell on Earth» schrieben Egoshooter-Geschichte.

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Als 1993 der erste 3D-Egoshooter «Doom» für PCs erschien, nahm ich gerade eine längere Game-Auszeit. Auch der Nachfolger «Doom 2: Hell on Earth», der nur ein Jahr später erschien, ging unbemerkt an mir vorbei. Als zehn Jahre später das von Fans lange ersehnte «Doom 3» herauskommt, bin ich zurück im Gamegeschäft und kenne den Hype um den Übershooter der 90er Jahre – nachvollziehen kann ich ihn verständlicherweise nicht.

Noch schwerer fällt es mir, «Doom 3» zu testen: Das Game kommt mir flach vor, die Figuren wirken wie aus Plastik und die Monster, die immer wieder unversehens hinter einer Ecke hervorspringen, verlieren bald ihren Schrecken. In einer Zeit, in der Egoshooter das Gameuniversum überschwemmen, wie die Flood die Schlachtfelder in «Halo», ist «Doom 3» nur ein weiteres Ballergame unter vielen.

Ein Segen für Gamefans

Dass nun die Sammlung «Doom BFG-Edition» erschienen ist, auf der sich alle drei Teile befinden, kommt hingegen einem Segen gleich. Nicht nur lässt sich nachvollziehen, wieso «Doom» eine stilbildende Rolle in der Entwicklung des Shooter-Genres zukommt. Auch Skeptiker, die bemängeln, dass Games heute zuvorderst über die Grafik und weniger über den Inhalt verkauft werden, sehen sich bestätigt. Egal ob «Crysis», «Battlefield 3» oder das aktuelle «Medal of Honor: Warfighter» - sie alle warten mit atemberaubender Grafik auf. Aber wird man sich ihrer auch in zwanzig Jahren noch erinnern?

Das erste «Doom» jedoch ist auch heute noch präsent. Und bei der Erinnerung alleine bleibt es nicht: Dank der Big-Fucking-Gun-Edition «Doom 3: BFG» lässt sich leicht feststellen, dass die beiden ersten «Doom»-Games nicht nur den dritten Teil, sondern auch manchen jüngeren Egoshooter in den Schatten stellen.

Spielfluss trotz Taktik

Der Spielspass entsteht primär durch die Spielmechanik: Die Knarre lässt sich in «Doom» und «Doom 2» zwar nur horizontal bewegen, die Geschwindigkeit des Games und die Kadenz, in der immer schwierigere Gegner auftauchen, sorgen aber für einen Rhytmus, der den Spieler unweigerlich mit sich zieht. Zusätzlich motiviert das taktische Element, bei dem der Spieler stets auch ein Auge auf die Munition und die Lebensenergie werfen muss. Einmalig, wie sich der Gesundheitszustand auch im stets zerdepperteren Gesicht abzeichnet. Dem Spielfluss schadet dies nicht.

HD-Grafik ist kein Garant für die Zukunft

Die reduzierte Grafik unterstützt das Spielvergnügen. Das Furchterregende der Feinde erahnt der Spieler mehr, als dass es sich ihm offensichtlich präsentiert. Seinen Teil des Grauens muss sich der Spieler im Kopf vorstellen. Selbst das «Big Fucking Gun» sieht im Pixelchaos popelig aus – doch in der Fantasie wird es zur mächtigsten Wumme des Egoshooter-Universums.

Doch zugegeben, auch HD-Grafik bereitet Freude: Mich begeistern die Staubeffekte eines «Battlefield 3» ebenso wie die Lichtspiegelungen in «Gears of War» oder der Detailreichtum der «Crysis»-Games. Die Gefahr aber besteht, dass man sich von diesem Wow-Effekt zu sehr blenden lässt und darüber den Spielinhalt vergisst.

Die beeindruckende Grafik dient vor allem als Verkaufsargument. In dem Moment, wo das nächste schillernde Game am Spielhorizont auftaucht, verliert das Spiel seinen Glanz. Die wahre Strahlkraft ist indessen anderswo zu finden – in der einzigartigen Spielidee und deren Umsetzung. Diesbezüglich können die ersten beiden «Doom»-Spiele nach wie als Vorbilder dienen.

Das Orginal-«Doom»


(Quelle: YouTube)

«Doom 3: BFG Edition»

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tomislav Delic am 10.11.2012 01:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warten

    Warte lieber auf Doom 4. 1-3 habe ich zuuuuu oft gespielt ^^ hoffe nur, dass es nicht so flopt wie das neuste Wolfenstein und Duke Nukem.... das war schade.

  • skiller am 09.11.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht richtig ;-)

    Der erste 3D Egoshooter war immer nocht Wolfenstein 3D Und nicht DOOM.... ;-)

  • Carlitos am 08.11.2012 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    WOLFENSTEIN

    Ich habe Nächte lang an der Schule für Gestaltung mit den kumpels Wolfensteil gespielt. Was für Erinnerungen. Das alte Wolfenstein spiel ich noch heute ab und zu auf meinem iPhone :D Marathon war auch geil :D

  • Marcel T. am 08.11.2012 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Grafik

    Die Grafik spielt mir absolut keine Rolle. Bin seit CStrike 1.3 dabei und bleibe bei 1.6! Obwohl da ja noch CSS und CS GO erschienen sind. Der Klassiker überzeugt mich auch heute noch am meisten!

  • Dani B am 08.11.2012 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Doom 3??

    Doom 3 ist ein schlechter Witz im Vergleich zum 1. und 2. Teil. Vergleichbar ist Doom 1 und 2 nur mit Wolf 3d, Quake, Duke 3d, und DARK FORCES! Was danach kam war bis auf ein paar Ausnahmen eher nicht erwähnenswert.

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