E-Sport

24. Juli 2015 13:23; Akt: 24.07.2015 14:02 Print

Profi-Gamer müssen zum Dopingtest antraben

Nachdem ein «Counter Strike»-Profi zugegeben hat, dass bei Turnieren vielfach gedopt wird, will der Verband nun Kontrollen einführen.

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Pro-Gamer sollen künftig bei Turnieren auf 300 verbotene Substanzen getestet werden. Ein Grund für Punkteabzug oder gar Disqualifikation soll auch sein, betrunken am Turnier teilnehmen zu wollen. (Bild: Leon Neal)

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«Profi-Gamer sind alle gedopt» – mit dieser Aussage hat Kory «Semphis» Friesen für viel Wirbel in der Gamer-Szene gesorgt. Gemacht hat der kanadische Profi-Gamer die Aussage nach einem «Counter Strike»-Turnier in Polen. Der Pro-Gamer plauderte in einem knapp acht Minuten langen Interview aus dem Nähkästchen und erzählte, dass Doping – und vor allem die Droge Adderall – gang und gäbe sei. Sonst wird das Medikament in der Behandlung von ADHS angewandt.

Zwar verbieten die Regeln der Electronic Sports League (ESL) jeglichen Einsatz von Doping und drohen bei Zuwiderhandlung mit dem Ausschluss von den Turnieren. Doch Kontrollen gab es bisher nicht. Das soll sich nun ändern. Nach der Enthüllung von Friesen hat die ESL nun angekündigt, dass man aktiv gegen den Missbrauch von Substanzen, die die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit steigern, und auch gegen Drogen vorgehen wolle, wie Vice.com berichtet.

Test erkennt 300 Substanzen

Die Tests sollen bei einem «Counter Strike»-Turnier Ende August in Köln erstmals durchgeführt werden. Bei dem Turnier geht es um 250'000 Dollar Preisgeld. Das sei schon ein Anreiz, um zu tricksen, sagt die Liga-Sprecherin Anna Rozwandowicz gegenüber dem «Spiegel». Der Hauttest soll rund 300 Substanzen erkennen, die für die Spieler attraktiv sein könnten. Auch betrunkene Gamer sollen nicht mehr an dem Turnier teilnehmen können. Was geschieht, wenn der Hauttest positiv ausfällt, wird von Fall zu Fall entschieden. Von einem Punkteabzug bis zur Disqualifikation sei alles möglich, so Rozwandowicz. Die Tests sollen neben den Turnieren des ESL auch bei andere Profi-Events durchgeführt werden.

Interview mit Kory «Semphis» Friesen. Die fragliche Sequenz zum Thema Doping beginnt bei Minute 7.48. (Video: Youtube/LAUNDERS CSTIKE)

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • G. Enie am 24.07.2015 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fair

    Wenn alle Dopen ists ja wieder Fair. Ist wie im Radsport und Bodybuilding.

  • hermann am 24.07.2015 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    find ich gut

    .. habe selber semi-professionell cs gespielt (2000-2004) und wenn man bedenkt, was für ein strenger trainingsplan herrscht (~8-14h täglich) überrascht es nicht, dass zu substanzen gegriffen wird. e-sport ist schon lange kein nischenprodukt mehr.

  • Wydy am 24.07.2015 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ansagen

    Genau, vorher ansagen an welchem Turnier der Dopingtest vorgenommen wird. Da werden bestimmt ganz viele Leute erwischt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dominik am 25.07.2015 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Sport? von wegen...

    Ich verstehe nicht das einige leute daran zweifeln das Gamen ein sport sein soll.... Die Aussage: auf knöpfen rum drücken sei kein Sport ist wenig überdenkt.. Ich selber spiele CS GO semiprofesionell und kann sagen bei einem knappen Spiel kommt man schonmal ins schwitzen! es mag kein körperlich anstrengender Sport sein aber was man an Leistung im Kopf erbringen muss das ist enorm...

  • paddy am 25.07.2015 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    profi-gamer mit mac?

    Ist vielleicht etwas das falsche bild zur story, auch wenn sich windows drauf installieren lässt... Aber ein XPS oder Alienware hätte es schon sein müssen, wenn schon ein Laptop ;)

  • Fred am 25.07.2015 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gute alte Akohol-Doping

    Kann ich nicht ganz ernst nehmen. Damit spielt man eher schlechter.

  • Outdoor Fan am 25.07.2015 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    e-"Sport"??

    Sorry, aber Sport ist definitiv was anderes. Oder will mir einer erzählen, dass mein Gesundheitsgewinn mit 1 Stunde Radfahren oder Joggen gleichzustellen ist mit Knopfdrücken vor dem Computer? - Aber den Couchpotatoes muss man ja einreden, es sei "e"-Sport. Also ich kann darüber nur lachend den Kopf schütteln.

    • hermann am 25.07.2015 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      ach so ist das also :D

      nunja. die definition von sport besagt, dass alles sport sein kann, was in einem wettkampf gemessen werden kann. um das gehts auch. es geht nicht um fitness, sondern um das köpfchen (schach ist in diesem sinne auch kein sport ne?) sie machen sport für die gesundheit ? andere machen es für den intellektuellen vergleich.

    • Daddler am 25.07.2015 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      E-sport ist kein fitness für den körper!

      Naja sport ist sport, aber e-sport ist e-sport! Electronic sport und das heisst nicht mit dem e-bike den berg hinauf fahren! E-sport ist auch kein fitness, villeicht für den kopf da sehr viele informationen in kurzer zeit verarbeitet werden müssen. Aber was du meinst ist wohl eher selber fussball spielen halt sport machen und kein E-sport! Da liegt der unterscheid kapiert?

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  • thegrandwizard am 25.07.2015 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Auf Adderall spielte C9 viel schlechter als sonst, man hörte es ja nur schon an den Callouts im POV Stream. Wer denkt Adderall macht einem zu einem Supermenschen liegt völlig daneben. Allerdings finde ich es schon richtig solche Massnahmen zu ergreifen um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

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