Schweizer Spiele-Zubehör

04. August 2011 13:15; Akt: 08.08.2011 11:12 Print

Mit Lehm-Modell zum Präzisions-ControllerMit Lehm-Modell zum Präzisions-Controller

von Jan Graber - Mitten in einem Zürcher Wohnquartier entwirft die Firma Splitfish hochpräzise Game-Controller. Als Basis dienen dabei Modelle aus Knetmasse.

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Der Ursprung des Schweizer Controller-Herstellers liegt eigentlich in Kanada. Und in China. Vor rund zehn Jahren gründeten Kanadier und ein chinesisches Entwicklungsteam die Firma Splitfish, um Gamecontroller für passionierte Spieler zu bauen. Allerdings verwendeten die Chinesen billige Materialien. Es war nur eine Frage der Zeit, bis erste Reklamationen der Gamer wegen minderwertiger Ware eintrudelten.

Geld eingesackt, wenig geliefert

Trotzdem suchten die Kanadier in der Schweiz jemanden, der die Geräte in Europa verkaufte und stiessen über Umwege auf Werner Demetz. Der Unternehmer und sein Sohn Roger hatten sich bisher stark im Merchandising zur EM 2008 und zur WM in Deutschland engagiert und stiessen auf der Suche nach einem neuen Geschäftsfeld auf die Welt der Videospiele.

Splitfish kam für Demetz's Firma Living Picture deshalb gerade gelegen. Bald wurde allerdings klar, dass die Kanadier kein Geld mehr für Investitionen hatten. Das Geschäft mit den Chinesen schien ebenfalls auf der Kippe: Zwar hatte der Hersteller der Geräte im fernen Osten das Geld eingesackt, aber nicht die volle Menge Geräte produziert.

Immer Ärger mit den Chinesen

Für Werner Demetz stand deshalb fest: Wenn er bei Splitfish mitmischen sollte, musste er ein Mitspracherecht haben. Daher kaufte er kurzerhand die Mehrheit der Aktien. Splitfish wurde zum Schweizer Unternehmen mit kanadischer Beteiligung.

Der Hürdenlauf war indessen noch nicht vorbei, denn Splitfish hatte keinen Zugriff auf den Sourcecode für die Game-Controller. Dieser Code stellt die eigentliche Steuerung dar und bestimmt beispielsweise, wie präzise und schnell ein Controller reagiert.

Es blieb keine andere Wahl als eine neue, eigene Software zu schreiben. Zusammen mit einer neuen Hardware erschien der Controller V2. Für die Produktion wurde in China ein neuer Hersteller gefunden; endlich schien das Unternehmen ins Rollen zu kommen. Splitfish hatte die Rechnung jedoch ohne den ursprünglichen chinesischen Hersteller gemacht: Dieser brachte ebenfalls unter dem Namen Splitfish einen identischen V2-Controller heraus – wiederum von minderwertiger Qualität. Zwar ging Splitfish gerichtlich gegen den Chinesen vor, das Renommé des Schweizer Unternehmens war trotzdem gefährdet.

Controller passt sich Spielen an

Die Schweizer entschieden sich zu einem radikalen Schnitt: Zusammen mit der Schweizer Softwarefirma Quasmo entwickelte Splitfish ein völlig neues Gerät mit verschlüsselter Software - einen Controller, der keine Firmewareupdates benötigt und sich selbständig neuen Spielen anpasst: Die Rede ist von der FragFX-Reihe, bestehend aus den Präzisionscontrollern Shark, Barracuda und Piranha.

Der Schritt war richtig. Mittlerweile schwimmt Splitfish in sicheren Gewässern. Die Geräte werden in den USA und Europa wie in Asien verkauft. Und haben einen guten Ruf: Splitfish konnte bereits eine Sonderedition zum bekannten Actiongame «Crysis 2» designen.

In Zukunft will das Unternehmen vermehrt auch Geräte für Gelegenheitsspieler entwickeln. Aber nicht nur: Derzeit werkeln die innovativen Schweizer an einer dreidimensionalen Maus, die einerseits Joystick-Spieler, andererseits aber auch CAD-Designer ansprechen soll. Ebenfalls in Planung ist ein Controller für den Landwirtschaftssimulator. Von Splitfish dürfte deshalb noch einiges zu hören sein.

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  • Cindy Rost am 04.08.2011 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Verschmelzung

    Dann kann man doch gleich am PC bleiben und dort spielen? Bin kein Experte, aber meines Wissens ist die Grafik dort ebenfalls besser. Gibt bald keinen Unterschied mehr zwischen Spielkonsolen und PC's.

    • barry am 22.11.2011 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Verschmelzung

      naja, falsch... beim PC gibt es viele "bschisser" die cheatn und daher macht das keinen spass. Ich als jahrelanger Ego Shooter spieler finde das super, 1. PC muss man je nach Game aufrüsten, 2. Konsole ist NUr fürs Spielen pogrammiert sprich der CPU tickt da anderst ;) daher ist die Konsole Grafisch genau so TOP wie ein PC Klar kann man beim PC mehr Grafischedetails einstellen doch im endeffect kommts aufs gleiche auser an bezahl paar 1000 franken für einen Ultmativen PC. Und das kommt noch hinzu; PC Games machen mehr Probleme (fehlerhafte patches) als auf der Konsole. mfg

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  • Sascha am 04.08.2011 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gabs das nicht schon mal???

    Ich bin mir nicht sicher aber ich denke ich habe das mal im ps2 soortiment gesehen.

  • Roman am 04.08.2011 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hahahaha

    Der controller ist besser. Wenn ich mit ner maus will geh ich an den rechner

    • Chris the V am 04.08.2011 20:06 Report Diesen Beitrag melden

      Sehe ich anders

      Nicht jeder hat Geld für einen 1500 Fr. Computer, ausserdem kann und wird dir jeder bestätigen dass du sogar mit so einer "provisorischen" Mauslösung jeden Sisaxis-Controller Gamer in Grund und Boden stampfst, wenn er nicht gerade in der ESL Top 10 vertreten ist...

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