Project Natal

14. Juni 2010 09:36; Akt: 15.06.2010 10:45 Print

Microsoft stellt Kinect vor

Kurz vor der Spielemesse E3 haben die Redmonder ihre Controller-lose Steuerung für die Xbox 360 präsentiert. Ausserdem ist ein Spot für die Xbox 360 Slim aufgetaucht.

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Microsoft Kinect: Gestensteuerung für Xbox 360

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Für heute Abend hat Microsoft zur Medienkonferenz auf der Spielemesse E3 in Los Angeles eingeladen. Dann dürften auch Preis und Marktstart von Kinect präsentiert werden. In der gestrigen Präsentation wurden unter anderem gestengesteuerte Video-Chats für die Xbox 360 und einige Kinect-Games gezeigt. Dazu zählen «Kinectimals», in dem sich Spieler um Katzen kümmern müssen und «Kinect Sports» sowie das Renn-Spiel «Joy Ride». Ebenfalls für heute Abend erwartet wird die Präsentation der Xbox 360 Slim, für die im Netz der oben zu sehende Werbespot aufgetaucht ist. Die schlankere Version der Konsole soll eine 250 Gigabyte fassende Festplatte haben und nun wie Sonys PlayStation 3 und Nintendos Wii WLAN-fähig sein. Ob der Clip gegen den Willen von Microsoft ins Netz gelangte oder der Konzern so geschickte PR betreibt, ist bislang nicht bekannt geworden.

Anfang Mai hatte 20 Minuten Online die controller-lose Steuerung, welche damals noch unter dem Namen Project Natal bekannt war, in München ausprobiert. Im Kurz-Test konnte die Technologie durchaus überzeugen. Sie hatte keine Probleme, die bis zu drei Meter vom Fernseher entfernt agierenden Spieler zu erkennen. Grob verkürzt, werden die Stimmen über Mikrofone und Bewegungen mit einem Tiefensensor erfasst. Jeder Gamer erhält ein virtuelles 42-Punkte-Skelett. Von uns ausprobiert wurde das System in einem etwa 30 Quadratmeter grossen Raum einer Altbauwohnung. Quietschendes Parkett, vorlaufende Kollegen und Strassenlärm brachten Natal aber ebenso wenig aus dem Konzept wie wechselnde Lichtverhältnisse.

Trendsetter Nintendo Wii

Nintendo hat mit der Wii vorgemacht, dass man dank Casual Games und einfacher Bedienung neue Zielgruppen wie Frauen und Senioren gewinnen kann. Allerdings setzt die Konsole ebenso wie Sonys Mitte März auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco vorgestellte Lösung Move auf einen Controller. Dank Move werden Nutzer der PlayStation 3 (PS3) nun auch Eingaben über Bewegungen machen können. Das System nutzt dazu die für die PS3 entwickelte Eye-Kamera. Es soll überdies als Zubehör einen kleineren Controller mit analogem Steuerknüppel für den Daumen geben. Diesen kann der Spieler in die andere Hand nehmen und ihn wie den bisherigen Controller verwenden.

Die Kombination aus Kamera, Controller und Sub-Controller soll samt Spiele-Sammlung weniger als 99 US-Dollar kosten und im Herbst erhältlich sein. Preis und Verfügbarkeit für die Schweiz wurden bisher nicht bekannt. Vorteil des PlayStation Move gegenüber Nintendos Wiimote ist, dass erstgenannter auch Bewegungen im dreidimensionalen Raum erfassen kann. Die Kamera soll überdies Gesichter erkennen.

Der grosse Controller wiegt etwa 145 Gramm und kommt mit Beschleunigungs-, Lage- und Feldsensor zum Kunden. Er bietet eine Aktionstaste und die vier bekannten PS-Controller-Keys auf der Vorder- und einen analogen Abzug auf der Rückseite. Der Sub-Contoller bringt 50 Gramm weniger auf die Waage, er hat einen Analog-Stick, die Tasten X und Quadrat, ein Digital-Kreuz und auf der Rückseite zwei Abzüge. Sony kündigte auf der GDC auch an, dass bis Ende 2010 etwa 20 Spiele für PlayStation Move verfügbar sein sollen - darunter «Move Sports», «Resident Evil 5» und «SOCOM 4».

Update: Die nun in Schwarz gehaltene und mit einem optischen Audioausgang ausgestattete Xbox Slim wird ab 16. Juli zum Preis von 369 Franken erhältlich sein.

(hst)

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