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25. Juni 2017 21:29; Akt: 25.06.2017 21:29 Print

Sex in Videogames ist alles andere als magisch

Erotik in Videogames geht oft in die Hose. Kein Wunder, denn gute Sexszenen sind extrem schwierig zu programmieren. Wir haben die schlechtesten Beispiele gesammelt.

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Seit es Videogames gibt, lassen Designer immer wieder das wohl prickelndste aller Themen in die Spiele mit einfliessen: Sex. Während Schlüpfriges früher aber vorwiegend fürs pubertierende Publikum gedacht war und kaum mehr als ein verschämter Blick durchs Schlüsselloch drinlag, sind heute richtige Sexszenen normal. Was aber nicht bedeutet, dass der virtuelle Sex besser geworden wäre.

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Mit einem Schlag aufs Tapet gebracht wurde Sex mit dem «Hot Coffee Mod» aus «Grand Theft Auto: San Andreas» im Jahr 2005, der aufgrund der versteckt eingebauten Sexszene einen Skandal auslöste. Plumper hätte eine Sexszene aber kaum sein können: Der Held des Games bleibt während des Akts vollständig bekleidet, die Szene entbehrt jeder Erotik:

Erotischer wurde die Sache auch später nicht. Auch in «Ride to Hell: Retribution» gehen beide Partner voll bekleidet zur Sache. Die Szene ist buchstäblich ein Schuss in die Hose.

Auch seriöse Versuche wie im Game «Fahrenheit» sorgen für aufgestellte Nackenhaare: Die Figuren küssen sich zum Beispiel mit starren offenen Augen, die Bewegungen der Figuren wirken roboterhaft – es droht ein Sex-Trauma.

Geradezu absurd wird es im Egoshooter «F.E.A.R 2», als der Held vom dämonischen Wesen Alma zur Zeugung eines Kindes gezwungen wird. Teuflisch schlecht.

Aber selbst ein Spiel wie «Heavy Rain», das sich gezielt an Erwachsene wendet, versagt, wenn es ums Eingemachte geht: Da der Spieler die Szene mit Quicktime-Events steuern muss, erstirbt die Erotik auf dem Feld der kalten Technik.

Die Beispiele zeigen: Das meiste, was Spielern aufgetischt wird, entbehrt all dessen, was eine spannende Sexszene ausmacht: Kitzel, Erregung, Herzklopfen. Doch es gibt Ausnahmen: Das Entwicklerstudio Bioware hat in den letzten Jahren die Messlatte in der Darstellung von Sex höhergelegt. In Spielreihen wie «Mass Effect» und «Dragon Age» kam erstmals so etwas wie ein Hauch von Erotik auf. Als Vorzeigebeispiele gelten die Szenen in «The Witcher 2» und «The Witcher 3», wo der Sex dank gelungenen Figuren und dem plausiblen Anbahnen des magischen Moments glaubwürdig wirkt.

Damit es klappt mit der Magie, braucht es einen enormen Aufwand, wie Paweł Świerczyński, Cinematic Director beim «Witcher»-Entwickler CD Projekt Red, kürzlich auf Kotaku.com verraten hat. An der Ausarbeitung der Szenen seien mehrere Leute beteiligt gewesen: Drehbuchautoren, Motion-Capture-Experten, Programmierer, Sprecher. Die Szenen würden von realen Schauspielern gespielt und ihre Bewegungen dann digitalisiert.

Zwar entspreche die Entwicklung damit grundsätzlich auch anderen Spielszenen, doch es gebe einen grossen Unterschied: Der kleinste Fehler störe die Sinnlichkeit. Während in einer Kampfszene eine fehlerhafte Kollisionskontrolle nicht störe, sei der ganze Zauber weg, wenn während des virtuellen Sex ein Arm durch den Unterkörper des Partners hindurchgreife.

Um solche technischen Probleme zu lösen, müsse für eine Sexszene etwa dreimal mehr Zeit als für andere Gameszenen aufgewendet werden, sagt Świerczyński. Ausserdem brauche es einen Sinn für die Wirklichkeit: «Sex kann im realen Leben auch nur mal dazu dienen, eine emotionale Leere zu füllen», sagt er zu Kotaku.com. So sollte es auch in Games sein. Bis dahin sind höchstwahrscheinlich aber noch einige mentale Coiti interrupti zu überstehen.

(jag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mensch0816 am 25.06.2017 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    alte games?

    ist doch ein super vergleich, fahrenheit, welches überigens aus dem jahr 2005 ist, mit witcher 3 zu vergleichen, dass 10 Jahre jünger ist.... mecht mega sinn...

  • Don Ate am 25.06.2017 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    eher nicht

    Passt super zu Far Cry, , GTA San Andreas oder wie ihr selber sagt zu Mass Effect, Dragon Age, Witcher...

  • Sepp am 25.06.2017 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    God of war

    Die beste sexscene war im god of war 3, einfach epidch ;D

Die neusten Leser-Kommentare

  • f3d3r am 26.06.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gamen!!

    Ich will gamen.. keine Pornos schauen ^^

  • Xiaomi78 am 26.06.2017 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin...

    Immerhin seid Ihr mal Ehrlich und schreibt den Link von wo ihr diesen und 60% von euren Berichten habt.Alles wo ich hier lese in der Digital Sparte hab ich schon Tage oder Wochen voher auf Kotaku gelesen.

  • Eine Frau am 26.06.2017 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    P0rnographie

    ist eines der grössten Errungenschaften der Menscheit und ein Geschenk dass es zu schützen und bewahren gilt. Sollen sich alle Menschen daran erfreuen können.

  • Brutschy am 26.06.2017 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soviel Details, Vielleicht in 20 Jahren

    Wir haben ja schon Schwierigkeiten Kopfhaare richtig zu animieren, da man theoretisch jedes einzelne programmieren müsste. Wie sollen wir die Individuellen Bewegungen, Gesichtsausdrücke und passende Geräusche erstellen. Bin gespannt auf die Zukunft!

  • JanaMuus am 26.06.2017 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gelöst

    Ich spiele selber Sims und finde, die Sache ist so eigentlich gut gelöst. Es ist ja auch nicht die Absicht, bei Sims erotische Szenen zu zeigen, es ist schliesslich auch ein Spiel für Kinder. So ist es witzig.

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