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Download-Piraten
30. Januar 2012 12:42; Akt: 30.01.2012 16:02 Print
Die unersättliche Gier nach Gratis-Downloads
von Jan Graber - In der Diskussion um Gratis-Downloads und Urheberrechte spielen Downloader und Industrie mit gezinkten Karten. Hier die Gier nach Gratis-Filmen oder -Games, dort die masslose Profitgier.

Auf Beutefang: Laut der Website torrentfreak.com führt das Egoshooterspiel «Crysis 2» die Charts der illegalen Game-Downloads mit fast 4 Mio. Stück an. «Lego Pirates of the Caribbean» nimmt den vierten Platz bei den Wii-Downloads ein (siehe auch Infobox).
Wenn eine Hacker-Community einem multinationalen Konzern ans Bein pinkelt und ihn blossstellt, kommt rasch schelmische Freude auf. In uns regt sich das Robin-Hood-Gen. Vorgeführt wird uns die Verletzlichkeit eines unangreifbar scheinenden Grosskonzerns.
Bildstrecken Die Mega-Villa des Megaupload-Gründers Video
Dotcom ist frustriert
Attacke gegen Sony wird zur Lachnummer
Die Top 5 der illegalen Game-Downloads
PC-Spiele:
1. «Crysis 2»: 3'920'000 Downloads
2. «Call of Duty: Modern Warfare 3»: 3'650'000
3. «Battlefield 3»: 3'510'000
4. «FIFA 12»: 3'390'000
5. «Portal 2»: 3'240'000
Wii-Spiele
1. «Super Mario Galaxy 2»: 1'280'000
2. «Mario Sports Mix»: 1'090'000
3. «Xenoblade Chronicles»: 950'000
4. «Lego Pirates of the Caribbean»: 870'000
5. «FIFA 12»: 860'000
Xbox 360-Spiele
1. «Gears of War 3»: 890'000
2. «Call of Duty: Modern Warfare 3»: 830'000
3. «Battlefield 3»: 760'000
4. «Forza Motorsport 4»: 720'000
5. «Kinect Sports: Season Two»: 690'000
(Quelle: Torrentfreak.com)
Andererseits ist aber auch eine gewisse Genugtuung spürbar, wenn Piratenplattformen wie Megaupload hops gehen: Das Stehlen und kostenlose Anbieten von Gütern wie Games sorgt gerade auch deshalb für Unbehagen, weil es mit einer solchen Selbstverständlichkeit geschieht. Wird ein Exponent wie Megaupload ans Kreuz genagelt, büssen quasi Dritte für unsere eigenen Sünden – ohne nun Megaupload mit Jesus vergleichen zu wollen.
Traue keinem
Zwar lässt sich behaupten, eine Hackergemeinschaft sei nicht mit Download-Portalen gleichzusetzen. Die Realität zeigt anderes: Umgehend nach der Verhaftung der Megaupload-Akteure wurden von der Hacker-Clique Anonymous Webseiten von US-Behörden angegriffen und lahmgelegt. Im Visier stehen seit längerem auch Konzerne, die sich für eine stärkere Urheberrechts-Kontrolle einsetzen.
Mit wem aber sollen wir Mitleid haben? Mit der geschädigten Industrie? Oder doch eher mit den Robin Hoods des Internets, die uns gratis mit Filmen, Musik, Games und Software versorgen? Am besten mit keinem, denn sie alle spielen mit falschen Karten.
Persönlicher Gewinn vor Freiheit
Zuvorderst die Verteidiger der Gratis-Downloads: Reflexartig werden Begriffe wie «Freedom of Expression» ins Feld geführt, wenn es um die Freiheit des Internets und der freien Verfügbarkeit von Medien geht. «Freedom of Expression» wird allerdings auch als Freiheit interpretiert, alles kostenlos zu erhalten, was im World Wide Web verfügbar ist. Vielen Downloadern geht es denn auch gar nicht um diese Freiheit, sondern um den persönlichen Gewinn – darum, möglichst schlau zu sein und von den Gratis-Downloads zu profitieren. Wenn Anonymous und vergleichbare Gruppierungen für diese Freiheit kämpfen, setzen sie sich paradoxerweise für etwas ein, dass sie bei ihren Gegnern – den Konzernen – anprangern: die Gier.
Was uns auf die Seite der Industrie bringt; auch sie spielt kein faires Spiel. Zwar argumentiert sie, dass die Arbeit hinter den Gütern Geld koste und die Angestellten entlohnt werden müssen - und hat damit natürlich recht –, fordert von denselben Angestellten im gleichen Atemzug jedoch Leistungen, die zu gesundheitsbedenklichen Situationen führen. So geschehen beim grossen Spiele-Entwickler Rockstar San Diego im März 2009 und beim Team Bondi, den Herstellern von «L.A. Noire». Die Industrie entlarvt ihre wahren Absichten: den Profit für den Konzern, sprich Manager, Verwaltungsräte und Shareholder.
Umdenken notwendig
Profitdenken auf der einen Seite, die Geiz-ist-geil-Mentalität auf der anderen Seite: Dass in einem solchen Klima kein greifbares Urheberrecht zustande kommt, das allen dient, versteht sich von selbst – beide Seiten misstrauen der jeweiligen anderen aufs tiefste. Sowohl die kürzlich in den USA heissgelaufene Diskussion um das Anti-Pirateriegesetz SOPA (der «Stop Online Piracy Act», der mittlerweile auf Eis gelegt wurde) als auch die gebetsmühlenartige Reaktion von Anonymous sind Auswirkungen eines falschen Spiels. Nicht zuletzt wegen des inhärenten Charakters des Internets hat sich bei uns aber eine Gratis- und Profit-Kultur entwickelt, die nicht nur der Diskussion schadet, sondern auch dem Wertigkeitsempfinden von uns allen. Hier sollte möglichst schnell ein Umdenken stattfinden.
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Lizenz kaufen für alle Plattformen!
Viele Spiele gibt es auf verschiedenen Plattformen und können nur mit EINEM Account mit ONLINE -Verbindung gespielt werden. Das heisst breiterer Absatzkanal und weniger Aufwand/ Raubkopien. Trotzdem ist der Preis immer noch sehr hoch und die Lizenz gilt nur für eine Plattform!? Da ich das Spiel nicht mal weiterverkaufen kann ist das nicht gerade fair!? Oder!
geldgeile Gameindustrie
Ich kaufe die meisten Spiele günstig 2ndhand. Das ist bei neueren Spielen nicht möglich. Auch Raubkopien sind nicht mehr möglich! Trotzdem sind die Spiele nicht günstiger, dass ist unfair! Spiele müssen deutlich günstiger werden und man sollte auch nur die Lizenz kaufen müssen, damit man das Spiel für jede Plattform herunterladen kann (PC, PS3, XBIX 360 usw...)
IPhone Games
ich habe mich als iPhone Entwickler selbststaendig gemacht. Resultat nach 1 Monat seit erstes Game erhaeltlich ist: 830 verkaufte Games und ueber 15000 von Piraten runtergeladen. Motivation weiterzumachen: 0