Verkaufsstart mit Problemen

19. November 2012 11:16; Akt: 19.11.2012 11:17 Print

Wii U bringt Nintendo in VerlegenheitWii U bringt Nintendo in Verlegenheit

Der Wii-Nachfolger ist in den USA am Sonntag gestartet. Der Ansturm war offenbar gross, brachte aber auch Probleme mit sich. Schweizer Gamer müssen sich noch bis am 30. November gedulden.

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Für Nintendo schlägt die Stunde der Wahrheit: Der Spielespezialist hat am Sonntag den Verkauf seiner neuen Konsole Wii U in den USA gestartet. Vom Erfolg des neuen Geräts hängt massgeblich auch die Zukunft der japanischen Traditionsfirma ab.

Denn die Wii U muss nicht nur gegen die gewohnte Konkurrenz wie Sonys Playstation oder Microsofts Xbox antreten, sondern auch gegen Smartphones und Tablets, die als Spielgeräte immer beliebter werden.

Gamepad mit Display

Nintendo hat bei der Wii U sein Spielekonzept weiterentwickelt. Zur Bedienung gibt es einen Tablet-Controller mit integriertem Touchscreen, auf dem zusätzliche Informationen angezeigt werden können oder das Game auch komplett weitergespielt werden kann. Im Gegensatz zur sechs Jahre alten Wii haben die Bilder jetzt auch volle HD-Auflösung. Damit zieht Nintendo bei der Bildqualität mit Playstation und Xbox gleich.

Zum Start der Wii U stehen in den USA 23 Spiele zur Verfügung. Darunter Blockbuster-Titel wie «New Super Mario Bros. U», «Assassin's Creed 3» oder «Call of Duty: Black Ops 2» (siehe Infobox).

Start mit Problemen

Kurz nach dem Verkaufsstart meldeten die ersten Shops, dass sie ausverkauft sind. Die anscheinend grosse Nachfrage hat für die ersten Käufer aber auch eine Schattenseite. Kunden beklagten sich, dass die notwendigen Systemupdates nur sehr langsam heruntergeladen werden und sie stundenlang warten mussten, bis sie mit der Wii U spielen konnten. Auch das Nintendo-eigene Social Network Miiverse war dem Ansturm offenbar nicht gewachsen.

Auf seiner Facebook-Seite liess Nintendo die Kunden wissen, dass man an den Serverproblemen arbeite. Sollte Nintendo nicht mehr Serverkapazität zur Verfügung stellen, werden sich die Probleme vermutlich beim Start der Wii U in Europa am 30. November wiederholen.

Die Wii krempelte die Spielebranche um

Die 2006 gestartete Wii wurde zu einem Überraschungshit und veränderte die Branche. Die Wii war zwar technisch den Konkurrenz-Geräten von Sony und Microsoft unterlegen. Aber dafür war sie günstiger und punktete mit ihrer innovativen bewegungsempfindlichen Steuerung.

So lockte sie auch viele Frauen, Senioren und Gelegenheitsspieler an - Zielgruppen, um die sich die Industrie zuvor vergebliche bemühte.

Fast 100 Millionen Wii verkauft

Bislang wurden über 97 Millionen Wii-Geräte verkauft, während die Playstation 3 und die Xbox 360 bei rund 70 Millionen liegen. Zuletzt sackten die Verkäufe jedoch stark ab, was Nintendo in rote Zahlen drückte. Zudem bekam der vorherige Hoffnungsträger - die neue mobile Konsole Nintendo 3DS mit ihrem dreidimensionalen Display – schon deutlich die Konkurrenz von Smartphones und Tablets zu spüren. Die Verkäufe zogen erst nach einer Preissenkung an.

Die Wii U stellt damit auch das bisherige Geschäftsmodell von Nintendo auf die Probe. Zum Start ist die Konsole weitgehend ausverkauft – aber es ist unklar, wie schnell die Produktion angelaufen ist. Auch in der Schweiz klagen die Gameshops, dass sie von Nintendo zu wenig Spielkonsolen geliefert bekommen. Vor Weihnachten sei mit Lieferengpässen zu rechnen.

Einige Branchenbeobachter sehen die Zukunft von Nintendo darin, keine Geräte mehr selbst herzustellen, sondern sich auf die Vermarktung von Spielen zu konzentrieren. Die Japaner haben etwa mit Super Mario oder Zelda beliebte Spielefiguren im Programm. Allerdings hält Nintendo-Chef Satoru Iwata am bisherigen Kurs fest.

Nintendo erklärt die Wii U

Quelle: YouTube/Nintendo

Das erste Horrorgame für die Wii U - ZombiU

Quelle: YouTube/Nintendo

(owi/sda)

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  • Bommerlunder am 21.11.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    mega!

    gekauft!

  • Ps 3 gamer am 20.11.2012 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grafik kaum zu verbessern

    Wenn ich so die Ps3, x360 und die Wii U ansehe ist die Grafik kaum noch zu verbessern. Man kann noch einige Feinschliffe und Details wie bei Pc Games einbauen aber sonst ist es fast 1 zu 1 mit der Realität.

    • Hans Müller am 22.11.2012 07:56 Report Diesen Beitrag melden

      Optimierung

      ach sind ja auch fast alles nur ports und nintendo "comic" games da kann man das noch gar nicht abschätzen aber zumindest die gpu ist 5 generationen neuer und das ist wohl eine steigerung fvon über 100% zu den konkurenten plus 4 bzw. 8 mal so viel RAM allso mit optimieren liegt da noch einiges drin denke ich.

    einklappen einklappen
  • Sandro Schmid am 19.11.2012 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Panikmache 

    Schon lustig wie man jeden Monat wieder irgendwo liest "Nintendo wird keine Hardware mehr machen, Nintendo is doomed..." Usw.! Dass die anderen beiden Hersteller aber jahrelang Milliarden verluste mit deren Hardware eingefahren haben und erst seit 1, 2 Jahren Geld damit verdient, findet niemand beunruhigend. Nintendo wird auch weiterhin eigene Hardware machen, die haben N64 und GC Zeiten überlebt wo es um ein vielfaches schlechter gelaufen ist als jetzt!

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