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Zum Ende von Atari
25. Januar 2013 22:16; Akt: 27.01.2013 15:50 Print
Abgesang auf die Game-Götter
von Jan Graber - Atari hat mit einem Konkurs das Handtuch geschmissen - um sich zu erholen und neu zu erfinden. Atari begründete die Videospielkultur wie kein anderes Unternehmen.
Als Nolan Bushnell und Ted Dabney 1972 eine Firma namens Atari gründeten, ahnten sie wohl nicht, welchen Einfluss sie auf eine Game-Branche haben würden – dass die Gameindustrie eines Tages Milliarden von Dollars umsetzen wird. Ebenso wenig sahen sie aber voraus, dass ihr Unternehmen nach wenig mehr als zehn Jahren bereits ins Schlittern geraten würde und sich bis zum (vorläufigen) Ende vor wenigen Tagen nie mehr richtig erholt.
Bildstrecken Die wichtigsten SpielkistenDie wichtigsten Spielkisten - 2. TeilDie wichtigsten Spielkisten - 3. TeilDie schärfsten GamecontrollerAus dem Leben eines VideospielersVon 1972 bis zum desaströsen Jahr 1983, als die erste Videogameblase platzte, schrieb Atari Geschichte. Das Unternehmen definierte das Was und das Wie des Gamens, wie es keine andere Firma zuvor je geschafft hatte – Ataris Einfluss reichte von wegweisenden Spielkonsolen bis hin zu Arcade-Klassikern und Heimkonsolenspielen.
Mit dem ersten Spiel in den Gamehimmel
In den Olymp der Gamehersteller schrieb sich Atari gleich zu Beginn ein – mit einem Game, das als Urknall der Videospielindustrie gilt: «Pong». Ein fliegendes viereckiges Pixel und zwei Linien als «Schläger» reichten, um das Spiel-Gen in die elektronische Welt einzupflanzen. Ein ähnlich simples Prinzip wendete Atari auch bei «Breakout» (1976) an: Ein Ball fliegt gegen Klötze und löst diese auf, während der Spieler mit einem Schläger dafür sorgt, dass der Ball nicht übers untere Ende des Bildschirms rausfliegt. Die Eleganz der Gameidee beeindruckt noch heute.
Definierend für das Genre der Shoot’em-Ups wurde 1979 «Asteroids». Das Game lief wie «Pong» und «Breakout» zunächst nur auf Arcade-Stationen in Spielhallen. «Asteroids» wurde so populär, dass die Gamehallenbetreiber nach grösseren Geldboxen für die vielen Münzen verlangten, die die Spieler ins Abschiessen der Asteroiden investierten.
Begründer der modernen Konsolen
Am stärksten definierte Atari die Genstruktur des Videogamewesens aber nicht mit Games, sondern mit einem Gerät: dem Atari VCS 2600 aus dem Jahr 1977, einer Heimkonsole, die als Vorreiter für die heutigen Spielkisten gilt. Möglich wurde der Bau des Atari 2600 allerdings nur, indem Bushnell Atari an Warner Bros. verkaufte und damit Geld für die Entwicklung erhielt.
Den Erfolg der Konsole wurde begründet durch die Portierung der beliebtesten Spielhallen-Games auf die Konsole. Auch Drittanbieter wie beispielsweise Activision – heute bekannt für die «Call of Duty»-Reihe – programmierten zahllose Klassiker für das Spielgerät. In den 1980er Jahren wurde Gamen gewissermassen gleichgesetzt mit dem Atari 2600.
«Die Firma wurde missbraucht»
Mit dem Erfolg kam indessen auch die Arroganz: Atari und seine Zulieferer brachten zu viele minderwertige Spiele heraus, zahlreiche Konsolen konkurrierten den Atari 2600 und der Heimcomputer begann seinen Eroberungsfeldzug durch die Stuben der Konsumenten. Mit dem Videogamecrash 1983 erhielt Atari einen Schlag, von dem es sich nie mehr ganz erholte. Das Unternehmen wechselte in der Folge die Besitzer beinahe so oft wie Gamer die Waffen in einem Egoshooter, stand 1996 vor dem Aus, wurde von der Spielzeugfirma Hasbro wiederbelebt und ging schliesslich an das französische Unternehmen Infogrames über.
«Die Firma wurde nicht nur falsch gemanagt, sondern regelrecht missbraucht», sagte Gründervater Nolan Bushnell anlässlich seiner Rückkehr zu Atari im Jahr 2010; 1978 hatte er seinem Unternehmen den Rücken gekehrt. Aber auch Bushnell konnte das einstige Flagschiff nicht retten: Am 21. Januar deponierte Atari in den USA die Bilanzen und begab sich unter den Gläubigerschutz. Das Ziel: Sich abnabeln von den Investoren und ein neues, eigenständiges Unternehmen gründen. Wie in den alten Zeiten. Offen ist, ob es klappt und bis dahin heisst es «Game Over» für einen der Begründer der Videospielkultur.
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Schade Atari hat glaub fast jedem in diesem Jahrgang einige wunderschöne Momente bescherrt. Ich denke mit einem Crowfonding hatte diese Firma gerettet werden können. Ich wäre auf jedenfall dabei gewesen. Habe meine Atari leider seit 4 Jahren nicht mehr... – Atarijugend
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Konsole ist unzerstörbar!
Meine Atari- Konsole mit mehr als 20 Games (inkl. Klassiker) funktioniert immer noch bestens - einfach DER 'Hammer' - unvergessliche Game-Abende in der Jugendzeit!
Das Werk von Manager
Das ist wenn der Gründer wie Buschnow rausgeschmissen wird und Wallstreetmanager von Warner das Ruder übernehmen. Dann kann eine gut funktionierende Firma nur zu Grunde gehen. Das wird leider noch vielen Firmen blühen.
Wenn die Welt so simpel wäre
Und wieder sind die bösen Manager schuld.....dass ATARI aber nach den ersten Erfolgen immer grössere Schwierigkeiten hatte konkurrenzfähige Produkte auf den Markt zu bringen, geht leider vergessen. Zudem haben Nintendo, Sony etc. ATARI ziemlich zugesetzt.....aber es sind immer die bösen Manager schuld.
Borderlands 2 ?????
Wo bleibt Borderlands 2, dass für mich das beste Game für immer ist.