Fairy King

03. Januar 2015 08:10; Akt: 03.01.2015 08:10 Print

Basler Game-Studio landet mit erstem Spiel ersten Hit

von Lukas Hausendorf - Dem jungen Basler Game-Studio Couch Developers ist mit dem App-Game Fairy King ein Achtungserfolg gelungen. Die Werbeeinnahmen reichen knapp für eine Döner Kebap.

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Nein, verhungern muss das Team der Couch Developers nicht. Die sechs jungen Basler sind nur in ihrer Freizeit Spielentwickler. Und das aus Leidenschaft. «Wir sind ehrgeizig und wollen gute Produkte liefern», sagt Programmierer Oliver Müller. Mit fünf Freunden rief er dieses Jahr die Couch Developers ins Leben. Der Name ist Programm: Die Spiele entstehen auf dem heimischen Sofa.

Müller hat schon früher kleine Games programmiert, dann aber gemerkt, dass er alleine scheitert. «Es braucht ein Team.» So hat der studierte Physiker vergangenen Sommer mit Gleichgesinnten sein Hobby auf das nächste Level gehievt. «Es ist ein Hobby, aber wir arbeiten professionell», betont Entwickler Alexander Timmermans.

Das erste Mobile Game ist ein Hit

Ihr erstes Projekt, ein kurzweiliges Shooter Game für Smartphones, das seit zwei Monaten erhältlich ist, ist bereits ein Erfolg. Fairy King heisst das App-basierte Spiel, bei dem man den Feenkönig wieder sicher in sein Reich geleiten muss und unterwegs Hindernisse aus dem Weg räumen muss. Pünktlich zu den Festtagen wurde es auch noch um eine Weihnachtsoberfläche erweitert. Das Ganze kommt simpel, zweidimensional und bunt daher. Und es kommt an.

«Über alle Plattformen verzeichnen wir nun über 1500 Downloads», sagt Beatrice Gauvain, die sich um das Marketing kümmert. Als Studentin der Kunstwissenschaft und nordischen Philologie ist sie neben dem Designer die einzige im Team ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund. Für ein kleines Studio ohne Marketing-Budget sei das beachtlich, sagt sie. Darum setzt man auf kostenlose Werbemittel wie Social Media und vor allem die User. Dank sehr guten Ratings und Erwähnungen in der Fachpresse wächst die Fairy King Community stetig.

Die Erlöse sind trotz des Erfolgs aber tief geblieben. Die Erträge aus der Werbung und dem Verkauf der werbefreien App reichen gerade zur Deckung der Bankspesen. «Irgendwann reicht es auch noch für einen Döner», sagt Finanzchefin Eva Schnider. «Wir machen das ja auch nicht wegen des Geldes, sondern aus Leidenschaft», ergänzt Oliver Müller.

Grössere Spiele in Planung

Das App-Game Fairy King war für die Couch Developers ein erster Testlauf. Damit habe man üben können. «Wir wollten einfach mal ein Produkt fertig machen», sagt Timmermans. Dabei konnten nun wertvolle Erfahrungen gesammelt werden im Umgang mit den verschiedenen Mobile-Plattformen von Google, Apple und Microsoft. Das nächste Mini-Game Sam the Sumbot ist nun schon unterwegs. Hier wird kopfrechnen gefragt sein. «Es wird sehr schnell, sehr schwer. Und das sage ich als studierter Physiker», sagt Müller.

Ein Computer- oder Konsolenspiel soll auch entwickelt werden. Das ist aber wesentlich komplexer und dauert viel länger. Es sei aber etwas in der Pipeline, so Timmermans. Mehr wollen sie aber noch nicht verraten. Die Couch Developers teilen die Begeisterung für Fantasy und Science Fiction. Aber man wolle sich bei der Entwicklung von Spielen thematisch nicht festlegen, sagen sie.

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