Neuer Markt für Sony

28. Januar 2013 13:22; Akt: 28.01.2013 13:22 Print

China erwägt Aufhebung des Konsolen-Verbots

Im Reich der Mitte sind Spielkonsolen des Teufels. Die Regierung befürchtet eine subversive Wirkung auf die chinesische Jugend. Nun könnte der Konsolen-Bann gelockert werden.

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Gute Neuigkeiten für Gamer in China. Die kommunistische Einheitspartei überlegt sich, das 13-jährige Verbot von Spielkonsolen aufzuheben. Dies berichtet die regierungsnahe Zeitung «China Daily». Im Jahr 2000 wurden Konsolen wie Sonys Playstation aus dem Reich der Mitte verbannt. Als Grund wurden damals mögliche negative Effekte auf die geistige und körperliche Entwicklung von Jugendlichen verlautbart.

Sony und Microsoft versuchen seit Jahren einen Fuss in den gewaltigen Markt mit über 200 Millionen Haushalten zu bekommen - bislang schaltete die Regierung allerdings auf stur. Nun scheint ein Umdenken stattzufinden: «Wir überprüfen die bestehende Praxis und diskutieren mit anderen Ministerien die Möglichkeit, den Spielkonsolen-Markt zu öffnen», zitiert die chinesische Tageszeitung einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter. Ein Sprecher des Kulturministeriums wies den Bericht inzwischen zurück, während Sony zu den Gerüchten schweigt, wie welt.de schreibt.

Gamern bleibt der Schwarzmarkt

Trotz des Game-feindlichen Klimas sind Konsolenspiele in China populär. Seit dem Konsolen-Bann müssen sich die meisten Chinesen aber mit PC- oder Smartphone-Games begnügen. Nicht wenige umgehen das Konsolen-Verbot jedoch, indem sie illegal importierte Geräte in «Hinterhof-Läden» erwerben oder zu kopierten Konsolen greifen.

Von den grossen Herstellern Nintendo, Sony und Microsoft durfte bislang lediglich Nintendo eine ausschliesslich für China produzierte Konsole anbieten. Allerdings erlaubten die Zensoren den Verkauf der im Westen und Japan populären Wii nicht. Zudem ist es chinesischen Firmen wie Lenovo erlaubt, Spielkonsolen offiziell zu vertreiben. Im letzten Jahr berichteten Medien, dass Sony die Erlaubnis erhalten habe, seine Playstation 3 in China zu verkaufen. Die Konsole scheint jedoch bislang nicht im grossen Stil bei den Konsumenten anzukommmen.

(owi)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gustav H. am 31.01.2013 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich?

    Ob das Sony und Nintendo wirklich wollen? Würde die Software Piraterie wahrscheinich explodieren lassen.

  • momus am 28.01.2013 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    da gabs wohl probleme...

    mit der Greate FireWall. Das plumpe, restriktive ding das nicht mal das richtig kann wofür es gebaut wurde (blocken)... Wenn seit 13 Jahren Konsolen verkauft würden, hätten findige, chinesische gamer sicher einen massentauglichen weg durch die greate firewall gefunden. Was dann auch für alle anderen praktische gewesen wäre... Demzufolge hatte die greate firewall nun ein update... schliesse ich daraus. oder so..

  • andere Länder, andere Sitten am 28.01.2013 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Das hab ich nicht gewusst.

    Etwas überrascht bin ich aber schon. Die Chinesen sind ja nicht gerade als spielunfreudig bekannt. Evtl. würde unserer Jugend aber ein Smartphone- und Tablet-Verbot ganz gut tun. Gewisse Leute sind heute schon geradezu hilflos ohne ihr Smartphone.

  • Ernesto am 28.01.2013 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Hmm in einem Land, in dem man für ein paar wenige Franken eine Raupkopie von beihnahe jedem Spiel kaufen kann, lohnt scheint sich der Konsolenverkauf auf den ersten Blick nicht wirklich zu lohnen. Vorallem die PS3 finanzierte sich doch in den ersten paar Jahre mehr durch den Software- als Hardwareverkauf....

  • Fidani am 28.01.2013 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Server = Error

    Na toll, jetz werden die Server total überlastet -.-

    • Shinji Schneider am 28.01.2013 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      Eher nicht

      China ist gross genug für eigene Server. Ausserdem kann auf chinesischen Servern eher überwacht werden was das Volk so treibt. Darüber hinaus ist China grade bei MMORPGs bereits sehr stark vertreten. 50% der Goldfarmer kommen aus China.

    • Fidani am 28.01.2013 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Made in

      Also wenn die 1Mia Chinesen Call of Duty Black Ops spielen wird sicher der Server Zusammenbrechen.

    einklappen einklappen
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