Global Game Jam

25. Januar 2015 17:10; Akt: 18.03.2015 14:54 Print

Das 20-Minuten-Game ist fertig

von Jan Graber - Zwar nur ein kleiner Prototyp, aber spielbar: In zwei Tagen hat das 20-Minuten-Team am Global Game Jam das Game «ReverSciFi» entwickelt.

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Der Global Game Jam (GGJ) ist vorbei. In Zürich haben über 90 Teilnehmer in 48 Stunden Spiel-Protoypen entwickelt und sie auf die Global-Game-Jam-Website hochgeladen – aus einigen könnten durchaus fertige Games entstehen, die den Weg in den Verkauf finden. Auch 20 Minuten hat sich ins kalte Wasser gestürzt: Ein sechsköpfiges Team hat während den zwei Tagen den Prototypen zum Jump’n’Run «ReverSciFi» entwickelt – mit Arbeit bisweilen bis tief in die Nacht.

Mitmachen am Global Game Jam können alle mit einer Affinität zu bewegten Pixelwelten. Am Swiss Game Jam, wie die lokale Ausführung des GGJ in der Roten Fabrik in Zürich genannt wird, fanden sich neben Profis auch Enthusiasten ein: Interessierte, die kreativ an einer Spielidee mitwirkten, zeichnerische Fähigkeiten haben oder Musik für ein Game komponierten.

Von kleinen Teams bis zu riesigen Fabriken

Während Independent-Teams wie am GGJ oft aus nur zwei bis drei Leute bestehen, beschäftigt ein professionelles Blockbuster-Studio bis über 300 Menschen: Creative Directors und Lead Game Designer bestimmen den Charakter und das grundsätzliche Aussehen des Games. Illustratoren, Grafiker und Charakterdesigner entwerfen die grafische Sprache: Sie schaffen Spielfiguren mit einem bestimmten Aussehen und virtuelle Landschaften, die einzigartig sind. Die Leveldesigner kümmern sich um die virtuellen Räume: die verwinkelten Gänge, in denen die Gegner lauern, Tücken und Hürden, die es zu überwinden gilt, zu erforschende Städte oder auch einfach nur ein Spielbrett mit bestimmten Eigenschaften.

Programmierer und Animatoren fügen die Spielmechaniken und Bewegungsabläufe hinzu: Wie sich die Spielfigur bewegt und welchen physikalischen Gesetzen sie unterworfen ist. Bei grösseren Games arbeiten zusätzlich Spezialisten für die künstliche Intelligenz von Gegnern und anderen nicht spielbaren Charakteren mit. Hinzu kommen Audioprofis, die für Geräusche, Musik und Sprachausgabe sorgen. Derweil kümmern sich Produzenten darum, dass Produktionszeiten und Budgets eingehalten werden und ausreichend Hardware vorhanden ist. Bei grossen Games kommen Tester, Community-Manager, Marketingprofis und weitere Spezialisten hinzu.

Kleine Teams mit grosser Aufgabe

Am Global Game Jam vereinten die Mitglieder der kleinen Teams mehrere dieser Rollen in sich. Durch immer bessere Werkzeuge lassen sich Games mittlerweile zudem schnell und einfach zusammenzimmern. Besonders beliebt sind die Gameentwicklungs-Programme «Unity» und «Game Maker», die Profi- und Laienentwicklern alles Notwendige in die Hände legen.

Auch das 20-Minuten-Team, das unter dem Namen «The Coughin‘ Crew» operierte, vereinte mehrere Aufgaben in wenigen Personen: David Stark, Kaspar Manz und Reto Spoerri haben programmiert, Simon Füglister und Yasmin König die Grafik gestaltet, und unser Gamejournalist die Musik und die Storyline beigetragen. Zusammen haben sie sich nach Veröffentlichung des GGJ-Themas «What do we do now?» entschieden, ein Jump’n’Run-Spiel zu entwickeln: Spieler steuern die Mechanikerin Ms. Scottocs, die im abstürzenden Raumschiff von der Brücke in den Maschinenraum und zurück muss, um die Steuerung zu flicken. Sie rennt gegen die Zeit, da sie auf dem Hinweg Objekte zerstört, wird der Rückweg schwieriger.

Lesen Sie im Twitter-Feed oben, in welchen Schritten das Spiel entstand und spielen Sie das Game demnächst selbst auf diesem Kanal.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Igor am 26.01.2015 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig

    Jeder kann mit Werkzeugen Arbeiten egal von welchen Herstellern, wichtig ist was man damit Baut.

  • Berner_ch am 25.01.2015 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Äpfel 2

    Die 100% von dem deine aussage ausgeht sind nicht alle programierer, grafiker usw. Zu ca. 60% sind das privat user die emails checken und rtl2 hp besuchen 30% firmen und 10% grafiker usw. Nur weil die games auf apple geschrieben wurden bedeutet es nicht das diese auf apple gespielt werden. Da hat apple ganz klar geschlafen.

    einklappen einklappen
  • Der Tom am 26.01.2015 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    wieso meckern?

    Wieso muss hier jetzt über Mac gemeckert werden? Jeder der einen Computer zum arbeiten braucht darf sich doch ein gutes Gerät leisten. Für einen Entwickler ist das Mac OS schlicht viel besser geeignet! Ausser er entwickelt Applikationen für Windows oder will halt einfach lieber mit Windows arbeiten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Igor am 26.01.2015 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig

    Jeder kann mit Werkzeugen Arbeiten egal von welchen Herstellern, wichtig ist was man damit Baut.

  • Der Tom am 26.01.2015 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    wieso meckern?

    Wieso muss hier jetzt über Mac gemeckert werden? Jeder der einen Computer zum arbeiten braucht darf sich doch ein gutes Gerät leisten. Für einen Entwickler ist das Mac OS schlicht viel besser geeignet! Ausser er entwickelt Applikationen für Windows oder will halt einfach lieber mit Windows arbeiten.

  • Berner_ch am 25.01.2015 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Äpfel 2

    Die 100% von dem deine aussage ausgeht sind nicht alle programierer, grafiker usw. Zu ca. 60% sind das privat user die emails checken und rtl2 hp besuchen 30% firmen und 10% grafiker usw. Nur weil die games auf apple geschrieben wurden bedeutet es nicht das diese auf apple gespielt werden. Da hat apple ganz klar geschlafen.

    • B.Bruecklmayer am 25.01.2015 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Erst die Arbeit - dann gamen

      eine gute Korrektur App wär vor dem Spielen angesagt.. ;-)

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  • Obsthändler am 25.01.2015 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fakt ist Fakt.

    So viele Geräte wie da von Apple stehen kann das nicht besonders viel mit Gaming am Hut haben, Grafiker hin oder her.

    • O.SV am 25.01.2015 17:40 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht Grafiker...

      ...das sind Entwickler

    • IT Lern am 25.01.2015 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hmm

      Ich denke der Obsthändler ist/wäre der richtige Beruf für Sie.. Und ausserdem ist es klar, dass die Grafiker auf Apple Geräte arbeiten.. Was wollen Sie sonst nehmen? Windows/Suse/Ubuntu? Ach bitte...

    • Berner_ch am 25.01.2015 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Äpfel

      Für grafik und sound sind die äpfel mehr als gut gerignet.

    • Obsthändler am 25.01.2015 17:52 Report Diesen Beitrag melden

      Nene

      Sogar Windows 8.1 hat mehr Marktanteile als Mac OSX, Google hilft. Das Vorturteil, dass das Mac Betriebssytem von Vorteil bei grafischen Arbeiten sein soll, stammt aus der Steinzeit, was insbesondere Geschäftskunden erkannt haben und der Marktanteil deshalb, trotz angeblichem Boom, stagniert. Seit 2010 ist der Marktanteil um gute 3% gestiegen, auf 8.11%. Windows 10 wird diesen Missstand wieder korrigieren. Ach ja, Obsthändler verkaufen Apple, deshalb wäre das wohl eher nichts für mich. Ich verkaufe keine halben (angebissenen) Sachen.

    • herrdöpfel am 25.01.2015 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      artist

      arbeite seit über 7 Jahren als senior 3D artist in der Game Industrie und Macs sind mir noch nie untergekommen. Zu teuer, zu unflexibel. Aber schlussendlich kommts auf den artist an, nicht wahr? ;)

    • M. Sauer am 25.01.2015 19:52 Report Diesen Beitrag melden

      Warum alle Entwickler ein Macbook haben

      Lieber Obsthändler: Rund 80% der Spieleentwickler in der Schweiz arbeiten an kleinen Titeln für Mobile Devices und Co, es gibt (noch?) keine EA/Ubisoft-Industrie hier. Und auf Mobilgeräten ist halt iOS noch immer das Mass der Dinge, ob es einem gefällt oder nicht. Dafür entwickeln kann man aber ausschliesslich auf OSX. Deshalb hat so gut wie jeder Mobile-Entwickler einen Mac statt einem PC, da man mit PC nur Windows Phone & Android bedienen kann, mit OSX aber alle drei.

    • Mac Windows am 25.01.2015 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      Unity3d

      Nun, die eingesetzte Engine (Unity3d) ist a)kostenlos und b) kann auf Gemüse wie auch auf Win Rechner eingesetzt werden. Die complierung auf ALLE(!!) Plattformen ist damit sogar möglich, da spielt der Rechner, womit das/die Games gebastelt werden keine Rolle..:-)

    • Der Tom am 26.01.2015 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      Ideal zum arbeiten

      Entwickler und Grafiker arbeiten meistens mit Mac. Sprüche wie die vom @herrdöpfel mac sei zu teuer und unflexibel sind sehr seltsam.

    • Ubuntu am 26.01.2015 17:09 Report Diesen Beitrag melden

      Tatsächlicher Fakt ist ...

      Zum zocken: Windows. Für alles andere (insbesondere Software-Entwicklung - zu denen nun mal auch Games gehören): ein unixoides Betriebssystem (und OS X ist halt solch eins). Cygwin nur schon zum essenzielle Tools wie Git einsetzen? Ne! Build-Scripts: der Horror!

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