«Star Wars»-Game

14. November 2017 13:02; Akt: 15.11.2017 06:54 Print

Epischer Shitstorm wegen gesperrtem Darth Vader

Gamer kritisieren das Geschäftsmodell von «Star Wars Battlefront 2». Die Entwickler verteidigen sich – und ziehen damit den Hass der Fans auf sich.

Um bei «Star Wars Battlefront 2» Helden freizuschalten, muss man tagelang zocken. (Video: EA Games)
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Kein anderer Beitrag hat bei Reddit.com jemals mehr negative Reaktionen erhalten als jener des Community-Managers von EA Games. Sein Beitrag erzielte innerhalb von einem Tag mehr als 630'000 Downvotes. Der bisherige Negativrekord lag bei 25'000.

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Hintergrund des Aufruhrs ist das fragwürdige Geschäftsmodell von «Star Wars Battlefront 2», das am 17. November erscheint. Die Fans fühlen sich hintergangen. So kostet der Titel im Handel zwischen 72 und 90 Franken, will man aber mit ikonischen Helden wie Darth Vader oder Luke Skywalker in den Kampf ziehen, müssen diese erst freigeschaltet werden.

«Was zur Hölle soll das?»

Ein Nutzer hat ausgerechnet, dass man rund 40 Stunden zocken muss, um einen Helden freizuspielen. Wer jedoch Bares springen lässt, kann diesen Vorgang deutlich beschleunigen. Diese sogenannten Mikrotransaktionen erzürnen die Gamer: «Ich habe schon genug für das Spiel bezahlt und will nicht noch mehr dafür blechen», so ein Reddit-Nutzer. Ein anderer Spieler schreibt: «Was zur Hölle habt ihr euch dabei gedacht? Müssen wir bei ‹Fifa› künftig auch erst 40 Stunden spielen, bevor wir mit Real Madrid aufs Feld dürfen?»

Gegen die Frontalangriffe der aufgebrachten Fans versuchte sich der oben genannte Community-Manager vom Entwickler EA Games zu verteidigen: «Unsere Absicht ist es, den Spielern ein Gefühl von Stolz und Erfolg zu geben, wenn sie Helden freischalten», so die Erklärung. Ein Schuss, der deutlich nach hinten losging und noch mehr negative Kommentare provozierte.

Update vom 15. November: Nach der massiven Kritik aus dem Fanlager hat der Entwickler reagiert. Im hauseigenen Blog erklärt EA Games, dass die benötigten Spielpunkte für die Freischaltung der Helden per sofort um drei Viertel reduziert werden. Man wolle damit zeigen, dass man auf das Feedback der Fans höre.

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • YingYang am 14.11.2017 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Stolz und Erfolg..

    ..bekomme ich nur durch die Freischaltung von Chuck Norris. Der steigt dann aus dem Spiel herraus und tritt den EA-Entwicklern in den Allerwertesten.

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  • Spieler Krause am 14.11.2017 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    kein Bezahler

    «Unsere Absicht ist es, den Spielern ein Gefühl von Stolz und Erfolg zu geben, wenn sie Helden freischalten». Kein Problem, einfach die Kaufmöglichkeit für die Helden-"Freischaltung" (-Bezahlung) eliminieren und gut ist. Das vermisse ich sowieso an der heutigen Zeit, ein Spiel das für alle die selbe Ausgangslage bietet, unabhängig vom Geldbeutel und unabhängig von der bereits gespielten Zeit. Seit Längerem kann man sich via Spielzeit oder Geld gewisse Vorteile verschaffen. Schön waren diesbezüglich die "guten alten Zeiten".

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  • Simi am 14.11.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Und sie kaufen's doch

    Warum gehören so viele der "meistgehassten" Games gleichzeitig zu den meistverkauften? COD bekommt jedesmal jede Menge negatives Feedback. Und trotzdem verkauft sich jede neue Iteration des Spiels wieder sehr gut. Auch Battlefront II Publisher EA hat alles andere als einen guten Ruf. Dennoch werden deren Spiele jedes Mal millionenfach verkauft. Was für eine Message sendet das den Verantwortlichen? "Lasst sie rumschreien, am Ende schlucken sie's trotzdem."

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mercy am 16.11.2017 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    game as a service

    EA hat seit längerem bereits klar kommuniziert, dass in Zukunft langsam aber sicher die Spiele auf ein "game-as-a-service"-Konzept ausgelegt werden. Soll heißen, wer den Service, also das Spiel bzw. Server, nutzen will muss dafür in die Tasche greifen. Als Gleichnis könnte man das Abo-Modell eines WoW verwenden. Der Unterschied aber zu WoW, dass die Spiele von EA keinen klassischen Kaufpreis mehr kosten sollen, also quasi Free-to-Play, aber mit einem Zahlungszwang. Einfach mal Freund Google benützen. Darum wundere ich mich ehrlich gesagt etwas über die (berechtigte) Kritik am Lootboxensystem.

    • R.P. am 16.11.2017 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mercy

      das verstehe ich schon aber ich bin nicht vereit mehr in form von lootboxen zu kaufe. wenn dann bei Servergebrauch ein Abomodell und ansonsten das spiel teurer machen oder in DLCs laden. Die Spiele werden immer unfertiger bei veröffentlichung und dann noch diese frechheit bei Singleplayer spielen nicht alle inhalte spielen zu können. Wenn ihr mehr verdienen möchtet macht doch mit Abomodell, dann muss aber nochmals mehr kommen als jetzt kommt sonst spiele ich lieber spiele mit Abomodell wie HdRO oder WOW

    • Stoerfaktor am 17.11.2017 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Mercy

      Es geht nicht um Geld für den Betrieb von Servern. SW BF2 ist Pay2Win. Es gibt verschiedene Videos von Leuten, die mit Geld Helden und Upgrades für die Helden gekauft haben, und die sind praktisch unverwundbar. Google nach "Fully Upgraded Darth Vader Gameplay/Streak". Ausserdem haben verschiedene Spieler mitlerweile ausgerechnet, was an Zeit oder Geld kostet, um alles freizuschalten: 2100$ oder über 4500 Spielzeit, um alle extras freizuschalten. Das ist einfach nur Abzocke.

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  • Akito am 16.11.2017 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SIE HBEN NICHTS GEÄNDERT !!

    Sie habe zwar die Helden billiger gemacht aber auch die Ingame rewards um 75% reduziert. Es braucht also immer noch gleich viel zeit....

  • MDust am 16.11.2017 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nur der Anfang

    Mir würde die Motivation flöten gehen, wenn ich einen Helden kaufe, da ich kein Ziel mehr habe. Wenn ich einen Käufer erkennen, weiss ich genau, der wird nicht mehr lange spielen. EA verdient hier mit der Ungeduld der Spieler. Andere Publisher machen es genauso, es ist nicht nur EA. Das geht in der ganzen hetzte unter. In gewissermassen sind wir auch schuld, denn es scheinen einige dafür Geld auszugeben, sonst würden die Publisher das auch nicht machen. Darum werden auch in Zukunft Spiele mit dieser Verkaufsstrategie auf den Markt kommen.

  • MasterMind am 16.11.2017 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht spielen

    Wenn man es sich nicht leisten will/kann, muss man es sich halt wohl oder übel frei spielen. Wo ist das Problem? Die Game Hersteller wollen auch nur die grosse Kohle machen, wie der ganze Rest des Planeten. Also nichts wie ran an die Konsole und die 40 Std. gamen. Macht doch auch Spass, oder? ;-)

    • Dr. Neo Cortex am 18.11.2017 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MasterMind

      Stimme ihnen Teilweise zu. Aber wenn ein Spiel offensichtlich auf Multiplayer ausgerichtet ist & mann ohne ingame käufe keine chance hat zu gewinnen ohne sich selber künstlich aufzupimpen werden sie keine grosse gamer komuniti haben. niemand ist bereit ist mehrere hundert franken dafür aus zu geben. so gut ist das spiel nun auch wieder nicht. Wenn ich einem Spieler 10 headshots verpasse und er nicht stirbt. Er mir aber nur 1x eine Kugel ins Knie verpasst und ich dabei drauf gehe. Spätestens das ist der Moment in dem ich das Spiel in die ecke knalle & es dort verstauben lasse.

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  • O. Je am 16.11.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Setzt die Macht ein

    dann werden sie auch das letzte Viertel weglassen.

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