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Frau am Drücker
16. Dezember 2012 17:53; Akt: 16.12.2012 17:53 Print
Jung, weiblich, Gamer
von Julienne Stucki - Lackierte Nägel und ein Paar Brüste: Diese Merkmale sorgen beim Mann schnell für Aufmerksamkeit. Was aber geschieht, wenn sie fragt: «Wollen wir eine Runde Fifa 13 spielen?»

So taff wie Lara Croft Felsen erklimmt und Schurken bekämpft, zocken Ladies tapfer im Wohnzimmer gegen Jungs.
Meine Unschuld verlor ich durch einen Klempner. Einen mit Schnurbart - Super Mario! Der kleine Mistkerl hatte es drauf. Er schaffte es, mich in den Kosmos des Gamens zu entführen. Und wie heisst es so schön? Mitgegangen, mitgefangen.
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Einmal Blut geleckt, interessiert sich Frau für das Gamen. Sie will im Kreuzfeuer den Lauf zuvorderst haben, den Stanley Cup gewinnen und im Unabhängigkeitskrieg die Rotröcke zum Teufel jagen. Vergebens sucht sie aber den Austausch über virtuelle Errungenschaften mit Freundinnen. Weil sich mehr Kerle den Computerspielen hingezogen fühlen, bleibt mir, der Einzelkämpferin, nichts anderes übrig, als im Männerreich anzuklopfen.
Barcelonas Elf, rette mich!
Erfreut über mein Erscheinen, wird mir der Einlass gewährt. Weil ich nicht nur nett ausschauen will, muss ich hart arbeiten, um in dieser Männerdomäne zu überleben.
Die Sporen verdiene ich mir mit «Fifa 05». Meine beiden Kumpels lassen mich, sagen wir mal - aus Anstand, mitspielen. Um überhaupt einen Stich zu haben, spiele ich monatelang mit der Clubmannschaft Barcelona. Worauf ich natürlich ausgelacht werde – wer spielt schon mit der stärksten Mannschaft? Mich können aber nicht einmal die Grossen wie Ronaldinho oder etwa Eto’o, um nur wenige zu nennen, retten.
Der Baby-Champ
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Obschon ich die offizielle Funktion des Punktelieferanten habe, bleibe ich am Ball. Nach jeder neckischen Bemerkung wächst der Wunsch, den Jungs die Köpfe zu waschen. Und dazu kommt es: Ein zehn Zentimeter FIFA-Pokal treibt einen in mir schlummernden Kickerinstinkt zum kaltblütigen Ausschalten der siegessicheren Jungs. Der Anpfiff entfacht meinen Ehrgeiz. Die Vorrunde überstanden. Dann die KO-Runde. Ich meistere sie mit Bravour – und plötzlich werden die Jungs still. Ich zaubere Pässe vom Feinsten, schiesse Tore und lasse die Burschen stehen: Ich bin die stolze Siegerin unseres Turniers! Doch statt mir auf die Schulter zu klopfen, nennen mich meine Kumpels nur verächtlich –Baby-Champ!
Ganz so schlimm steht es mit der Wahrnehmung der Jungs trotzdem nicht. Grundsätzlich sind Kerle interessiert an Gamerinnen. Sie finden es cool, wenn das Klischee «Frau und Technik» gelockert wird und sie das Mädel integrieren können. Sie wollen wissen, welche Spiele das weibliche Gegenüber zockt.
Kerle, die mich nicht gut kennen und die ich frage: «Wollen wir Fifa 13 spielen?», zeigen sich überrascht und sind neugierig, ob ich nicht nur bluffe. Wenn es dann zum Match kommt und sie verlieren, ist es mein Lohn für nächtelanges Leiden an der Konsole. Frau, wie ich das geniesse!
Der Gentleman
Darum finde ich: Männer sind entzückt über weiblichen Zuwachs. Manchmal so sehr, dass ihr Gentleman-Instinkt geweckt wird und sie mir sowohl den Vortritt bei der Mannschaftswahl lassen wie auch den Heimvorteil gewähren – ganz so, als würden sie mir die Wagentür öffnen.
Was geschieht aber, wenn sie im Deathmatch von «Call of Duty» dem netten Spielefreund die Birne zum dritten Mal nacheinander wegpustet und dann den Kampfheli auf ihn hetzt? Oder wenn sie ihm im «Fifa»-Match mittels One-Touch-Pässen den letzten Nerv raubt und ihn mit 4:0 im «Old Trafford» stehen lässt?
Ich kenne drei Reaktionen: Typ A fühlt sich so was von gekränkt, dass er stillschweigend am Bier nuckelt. Typ B kann es nicht fassen, dass eine ihn ausgestochen hat und ist positiv überrascht. Typ C schüttelt der Dame ehrfürchtig die Hand.
Egal welcher der drei Typen vor mir steht, alle müssen erkennen, dass die Emanzipation auch beim Gamen Einzug gehalten hat. Im Bad der Anerkennung suhle ich mich trotzdem gern. Ebenso wie ich mir die Wagentüre gerne aufhalten lasse.
ich (w), 21 game schon seit sicher 10 Jahren. NHL, Lara Croft, Prince of persia, battelfield,Assassins Creed und noch viele andere... mir macht es einfach richtig spass und finde es toll das immer mehr frauen auf den Geschmack kommen. Und neben bei, es gibt männer die mit puppen spielen!! – wamer
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Ob M oder W
Als ob es drauf an käme ob nun ein Mann oder eine Frau spielt... Euer Spielheld ist sowieso asexuell, auch wenn er nicht so dargestellt wird. Oder hat jemandes Konsole plötzlich einen dicken Bauch bekommen und neue Games geboren? Ehrlich Leute, er hier... sie da... Mensch ist Mensch, alles andere nervt mit fadem Beigeschmack von Möchte-gern-selbstdarstellung.
Macht weiter so ich finde das super
ich (M) 17 game seit ich eine konsole habe und das weis ich nichtmal seit wann. ich finde das super wenn es abwechslung mit freuden und frusten gibt. ich finde es toll dass es immer mehr weibliche gamer (suchtis)gibt mich stört es auch nicht wenn ich besigt werde von ihr da mir das sehr freude bereitet mal andere gegner zu haben ich finde die einen jungs sind so von sich überzogen den gehöhrt mal wirklich eine verpasst Macht weiter so!! ich unterstütze euch gerne
Shooter ftw!
Also ich spiel auch schon seit ich 12 bin regelmässig, oder ehrlich gesagt jeden Tag. Von der Ps1 bis zur Ps3. Jedoch online Games wie z.B. BF3 suchte ich lieber an meinem PC. :> Die Reaktionen von den Typen, wenns dann mal rauskommt, dass die von ner Gamerin geplättet wurden ist immer wieder amüsant :D Aber is halt immer noch "Mangelware". Finds ein wenig schade. Wär doch viel entspannter, wenn man auch mal ein paar Frauenstimmen mehr im TS hören würde. (Übrigens suche ich n'paar "Gspöhnli" zum mal BF3 a bissl zu zocken. Wer Lust hat kann mich ja bei Origin adden. I'm ready to rumble! >:])