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10. Dezember 2012 23:09; Akt: 10.12.2012 23:09 Print

Knüppelhart und blutig - «Metal Gear Rising» kommt

von Olivier Marti, Frankfurt - Kampfkunst oder sinnloses Gemetzel? Wir hatten die Gelegenheit, das neue «Metal Gear Rising: Revengeance» ausgiebig zu testen. Fazit: Brutal, aber schön.

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Während unserer achtstündigen «Metal Gear»-Session in Frankfurt ist uns eines direkt aufgefallen: Das Spiel ist unheimlich brutal. Das muss man mögen und setzt mündige Spieler voraus. Die Gewalt-Orgien sind aber durchaus stylisch umgesetzt und tragen in ihrer Überzeichnung zum Gesamten bei. Als Analogie könnte man den Film «300» heranziehen, bei dem die Kampf-Szenen quasi zur Kunstform erhoben wurden.

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24 %
67 %
5 %
4 %
Insgesamt 708 Teilnehmer

In der Tat ist es bei dem Spiel nicht nur möglich, die gegnerischen Cyborgs in diverse Einzelteile zu zerlegen, es ist sogar notwendig, da beispielsweise die abgetrennte linke Hand wichtige Informationen liefert. Dieses Feature nennt sich dann «zan-datsu», was übersetzt soviel wie «cut and take», respektive abschneiden und einsammeln bedeutet.

Eine angeschlagene Energieleiste lässt sich wieder auffüllen, indem wir den Gegner geschmeidig in zwei Teile zerlegen und sein Rückgrat herausreissen. Schon fühlen wir uns wieder frisch. Was die Jungendschützer zu solch einer Mechanik sagen werden, bleibt abzuwarten.

Hinter der Fassade

Da sich das Spiel an eine erwachsene Zielgruppe richtet, darf man bei den Spielern auch einen differenzierten Umgang mit dem Inhalt voraussetzen und dieser ist durchaus unterhaltsam. Die Grafik ist wunderschön und das Spiel läuft trotzdem flüssig.

Das Game erinnert an einen Drogentrip. Vom ersten Moment, der uns mit einem kleine Tutorial erleichtert wird, bis zum finalen Ableben des letzten Widersachers gibt es Nonstop-Action auf des Spielers Hirnsynapsen.

Allerdings war das Spiel auch, zumindest in der uns vorliegenden Vorführversion, knüppelhart, weswegen wir einige Zwangspausen einlegen mussten. Zum Beispiel als wir uns die Zähne am ersten ernstzunehmenden Zwischengegner, einem «süssen» Roboterhündchen samt Kettensägen-Schwanz, ausgebissen haben. Aber nach Rund 20 Versuchen und eingehendem Studium seiner Fähigkeiten, war auch dieser Widersacher schliesslich besiegt und wir um ein hart erkämpftes Erfolgserlebnis reicher.

Kein Solid, aber trotzdem Metal Gear?

Am 21. Februar 2013 wird der neuste Ableger der «Metal-Gear» Reihe in Europa veröffentlicht. Ein Datum, dem viele Fans von Solid Snake, dem Helden der bisherigen veröffentlichten Spiele, mit Spannung entgegenfiebern. Doch wird eben jener Recke im neusten Teil nicht mit von der Partie sein. Statt dessen wird der Part des Hauptprotagonisten vom Cyborg-Ninja Raiden übernommen. Gänzlich unbekannt ist dieser nicht, hatte er doch schon in früheren Teilen einen Auftritt.

Das Spiel darf als Spin-Off der Reihe angesehen werden, im Hintergrund werkeln die Entwickler bereits an «Metal Gear Solid – Ground Zeroes», was sicherlich als echte Fortsetzung der Reihe betrachtet werden darf. Dennoch verleugnet auch «Metal Gear Rising» seine Wurzeln nicht. Obwohl der Teil im Gegensatz zu seinen Vorgängern noch mehr auf Action getrimmt ist, sind die typischen Elemente von Metal Gear vorhanden: Eine ausgereifte, cineastische Story und das behutsame Anschleichen an die Gegner.

Man merkt dem Titel auch deutlich an, dass Platinum Games, der japanische Spielentwickler, der unter anderem auch schon solche Action-Kracher wie «Bayonetta» entwickelt hat, für die Umsetzung verantwortlich ist. Es geht gehörig zur Sache und ruhigere Passagen sind rar.

Kaufempfehlung oder nicht?

Das Spiel ist sicherlich nicht jedermans Geschmack. Einerseits wegen der erwähnten Gewaltorgien, andererseits auch wegen seines hohen Tempos. Wer nach einem anstrengenden Arbeitstag eine beruhigende Runde «Farmville» spielen möchte, ist mit dem Titel sicherlich falsch bedient. Wer aber ein Feuerwerk an Action auf seinem Fernsehgerät flimmern sehen möchte und die Realität für einige Stunden komplett ausblenden will, ist hier sehr gut bedient. Allerdings sollte man vor dem Spielen eventuell die Freundin vorwarnen, wieso der eigene Puls nullkommaplötzlich von 60 auf 150 hochschnellt.

Fazit: «Metal Gear Rising – Revengeance» ist eine ideale Überbrückung bis zum nächsten Spiel mit Solid Snake, dessen Erscheinungstermin derzeit noch in den Sternen liegt.

«Metal Gear Rising – Revengeance» Trailer

Quelle: YouTube

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Was wir hier sehen ist typische überzeichnete Anime-Gewalt. Die mag in den nicht daran gewohnten Augen sehr brutal erscheinen und ja man mag sogar empört sein. Man darf es mit Monty Pyhon vergleichen. Wer den Humor nicht vesteht, findet die Truppe einfach nur dämlich. Sollte man deswegen Monty Python verbieten? – Otaku

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dä Romano am 11.12.2012 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    MGS nein, Raider ja

    Ich mag MGS nicht, zu langatmig zu stealth mässig. Rising passt da schon eher in mein Gamekonzept und Raiden sagt mir zu. zudem stehen die Jungs und Mädels von Platinum Games dahinter. genau meine Sparte *hechel* aber MGS find ich persönlich doof :D

  • CS am 11.12.2012 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Video sieht ja schon mal vielversprechend aus

    Vom "FEINSTEN"!!!

  • Cyp Zac am 10.12.2012 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    nicht mehr viel mit MGS zu tun...

    Konami sollte diese Serie einmotten und nie wieder einpacken. MGS 1 und 2 waren ja noch tolle Spiele.. aber ab dann hat Hideo Kojima Storytelling die Serie getötet.. grauenhaft...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan Benninger am 13.12.2012 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    OMFG

    Ich gebe zu die MG-Rheie hat mich nie interessiert, aber OMG das sieht ja mal richtig geil aus (Ninja Gaiden). Das erste MG das ich mir kaufen werde. Bin gespannt und sehe das Thema mit der Gewalt in Games nicht so eng. Altersbeschränkungen müssen beim verkauf eingehalten werden (Ausweiskontrolle) und auch die Eltern sollten Ihren Kindern solche Spiele verbieten.

  • Metal Solid am 12.12.2012 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Auf jeden Fall holen!

    Das Spiel ist schon insta gekauft, nicht wegen dem Blut oder so, sondern wegen der reichlich geladenen action!!

  • Besorgte Mutter am 12.12.2012 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach schrecklich

    Finde solche Berichte immer sehr bedenklich! Früher hatten wir noch freude an Brettspielen, dafür können sich die Jugendlichen heute nicht mehr begeistern, nein, heute muss an jeder Ecke blos noch Blut fliessen und Körperteile abgetrennt werden. Schockiert musste ich feststellen, dass auch mein Sohn (16 Jahre alt) derartige, sozialverkrüppelnde Spiele auf der Platte hat. Ich rufe alle Eltern dazu auf sich über solche Spiele zu informieren und sofort zu unterbinden! Am besten werden solche Amokspiele verboten!

    • Regedit am 12.12.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Selbstverantwortung?

      Ich würde einfach mal sagen, dass es in der Pflicht der Eltern liegt, zu kontrollieren was Ihre Kinder spielen, bis diese 18 sind, oder etwa nicht? Ist das zuviel Aufwand? Gemäss diverser Studien sind übrigens die Eltern und deren Erziehung , in den meisten Fällen, für die " Sozialverkrüppelung" der Kinder verantwortlich und keine Spiele.

    • Metal Gear am 12.12.2012 15:59 Report Diesen Beitrag melden

      Recht hat er!

      Die Eltern können zwar nicht zu allem eine Massnahme ergreifen, doch sind sie aber an so einer Sozialverkrüppelung die Schuldträger. Zusätzlich haben sich die Zeiten geändert und viele sieht man schon mit Smartphones rumlaufen die eigentlich sinngemäss, keines brauchen. Gruss!

    • Emanuel am 12.12.2012 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Selbst Schuld

      Das Spiel wird sicher keine Altersfreigabe unter 18 erhalten. Wenn dein Kind so was spielt selber schuld. Ps. Ich spiele gelegentlich auch ein Brett spiel

    • master chief am 13.12.2012 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      macht dich nichts

      und wen die spiele ab 18 sind ist das kein problem ich durfte auch ab 15 horrorfilme schauen- kein problem

    einklappen einklappen
  • davide am 11.12.2012 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    weil man das schon im kindergarten lernt ;-)

  • CS am 11.12.2012 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Video sieht ja schon mal vielversprechend aus

    Vom "FEINSTEN"!!!

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