Blutige Simulation

17. September 2016 22:40; Akt: 17.09.2016 22:40 Print

Peta fordert in Schweizer Game Sau-Schlachtungen

Im «Landwirtschafts-Simulator 17» kann man Schweine züchten – nicht aber schlachten. Naturschützer möchten aber auch das Tierleid dargestellt haben.

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Simulatoren sind derzeit ein grosser Trend in der Gameindustrie, vor allem Landwirtschaftssimulatoren erfreuen sich grosser Beliebtheit. Die Vorfreude auf «Landwirtschafts-Simulator 17», ein vom Schweizer Unternehmen Giants Software in Schlieren entwickeltes Game, wird nun allerdings getrübt: Die Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) fordert Giant Software auf, dass im «Farming Simulator 17» (ab 25. Oktober für PS4, PC und Xbox One erhältlich) nicht nur die romantische Seite der Viehzucht, sondern auch die grausame Realität abgebildet wird.

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In einem an Managing Director Christian Ammann adressierten offenen Brief wendet sich die Peta an den Schweizer Entwickler. Mit der blutigen Darstellung von Tierschlachtungen soll auf das Schicksal von Bauernhoftieren aufmerksam gemacht werden. Die «grausame Wahrheit» soll gezeigt und visualisiert werden – alles andere sei unehrlich.

Keine Kompromisse

Peta fordert, dass der Simulator die entsetzliche Realität zeige, die Schweine in einem Schlachthof durchleben müssten. Ansonsten müsse das Spiel «in einen veganen Landwirtschafts-Simulator geändert werden, in dem Spieler ausschliesslich Pflanzen anbauen können», sagt Sprecherin Harriet Barclay.

«Peta fordert jeden auf, der Videomaterial von Schweineschlachtungen für zu grausam hält, um es in ein Spiel aufzunehmen, im wahren Leben keine toten Tiere mehr auf seinem Teller zu dulden und zu veganen Nahrungsmitteln zu wechseln, für die keine Tiere leiden mussten», so Barclay.

In der Vergangenheit hatte die Organisation wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass Muttertiere in Mastbetrieben gewaltsam befruchtet und in viel zu kleine Abferkelbuchten gesperrt würden. Ohne Betäubung würden Ferkeln Zähne abgekniffen und Schwänze abgeschnitten, vor der Tötung würden die Schweine kopfüber aufgehängt.

Darüber hinaus seien viele Arbeiter so in Eile, dass die Tiere oft nicht ausreichend betäubt würden. Diese wachten auf, während sie noch ausbluten oder in siedendes Wasser geworfen werden.

«Kein Kommentar»

Es ist nicht das erste Mal, dass die für ihre Aufsehen erregenden PR-Aktionen bekannten Tierschützer die Game-Industrie ins Visier nehmen. Bereits vor ein paar Jahren hatte die Peta beispielsweise Nintendo vorgeworfen, mit «Pokémon» virtuelle Tierquälerei zu betreiben.

Auch der pelztragende Super-Mario wurde angeprangert, allerdings ging man dabei mit Augenzwinkern vor. Ernster meinten es die Tierschützer mit den Protesten gegen Waljagden in «Assassin's Creed 4 – Black Flag».

Obwohl auch beim offenen Brief an Giants Software der PR-Aspekt im Vordergrund stehen dürfte, ist die Forderung an «Landwirtschafts-Simulator 17» kein Witz. Beim Entwickler jedoch will man darauf aber nicht reagieren. Auf Anfrage heisst es bloss: «Kein Kommentar.»

Und mit einem Hinweis auf die Altersfreigabe-Politik der Serie, die in der Schweiz ab 3 Jahren erhältlich ist, dürfte auch klar sein, dass der Peta-Aktion am Ende kein Erfolg beschieden sein wird.

(rtl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 17.09.2016 23:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wusst ichs doch schon immer

    Die Tierschützer wollen Blut sehen :D

    einklappen einklappen
  • Soili am 17.09.2016 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    jetzt aber

    Wow jetzt zeigen sie ihr wahres Gesicht. Die sind geil auf Tiere die geschlachtet werden. Nur das Fleisch Essen müssen sie noch lernen.

    einklappen einklappen
  • Master Chief am 18.09.2016 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falsch verstanden

    peta hat wohl das prinzip von landwirtschaftsimulator nicht ganz verstanden. die tiere werden ja in echt auch nicht direkt auf dem bauernhof geschlachtet. sie müssten sich an die entwickler von schlachthaussimulator wenden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Johssd am 18.09.2016 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hä?

    Habt ihr nichts besseres zu tun? Zum Beispiel die Tiere im echten Leben zu schützen?

  • MS2020 am 18.09.2016 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Metzgerei simulator 2020

    Es dauert noch ein wehnig mit der entwicklung... Aber bis 2020 sollte das Spiel fertig sein... ;-)

  • Impa am 18.09.2016 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kritik, Kritik

    Ehm... ja und würde es drin vorkommen, würde es wider kritisiert von der Peta. Wie man sowas nur machen kan, alles Tier hasser. Kauft euch das Spiel ja nicht, diese Barbaren oder es heisst dan wider es ist zu brutal. Sorry egal was man macht, irgendwo gibt's immer Kritik.

  • George am 18.09.2016 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    PETA könnte selbst ein Spiel ...

    ... veröffentlichen: In dem Spiel kann man Katzen an PETA abgeben und PETA bringt dann diese um. Auch das ist nämlich PETA-Praxis.

  • Clay am 18.09.2016 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    NEIN!

    Lasst die Spiele so, wie sie sind... wäre die Schlachtung ein wichtiger Teil, hätten die Entwickler das Ganze schon längst eingebaut!

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