Nie aufgeben

26. Februar 2017 21:17; Akt: 26.02.2017 21:17 Print

Schwierige Games machen hässig, aber glücklich

Extrem harte Gamelevels belohnen Spieler mit Glückshormonen. Sogar gegen Depressionen sollen mörderisch schwere Titel wie «Dark Souls» helfen.

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Und wieder sinkt man blutüberströmt in den Staub. Nicht nur Kenner der berüchtigten «Dark Souls»-Serie wissen um die Verzweiflung, wenn das Spiel schlicht stärker ist als das Selbst. So manch einer hat dabei schon in seinen Controller gebissen oder das Ding wutentbrannt gegen die Wand geschmissen, denn gewisse Levels rauben einem den letzen Nerv.

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Dabei würde sich das Durchhalten lohnen. Neue Studien haben gezeigt, dass sehr schwierige Games echte Stimmungsaufheller sind. Je härter das Level, desto grösser ist das Glücksgefühl, wenn man es doch einmal geschafft hat.

Wie Gitarre lernen

Extrem schwierige Spiele sind denn auch populärer denn je. Titel wie «Devil Daggers», «Clustertruck», «Super Hexagon» sowie die «Dark Souls»-Serie oder das Spin-off «Bloodborne» werden von vielen Fans nicht trotz, sondern gerade wegen ihres hohen Verzweiflungsfaktors besonders verehrt.

«Die Leute mögen schwierige Spiele, weil ihnen dort nichts vorgemacht wird», sagte John Marshall, der mit «Devil Daggers» ein absolutes Frust-Game kreiert hat, gegenüber dem «New Scientist». Diese Entwicklung sei eine Art Gegentrend zu beliebten Spielen wie «Candy Crush», bei denen man sich die Fortschritte nicht wirklich erarbeiten muss.

Taffe Missionen zu meistern sei dagegen ein wenig wie Gitarre zu spielen, sagt Petter Henriksson vom schwedischen Landfall-Studio. Der Entwickler des extrem schwierigen Lastwagen-Hüpfspiels «Clustertruck» betont, dass das stetige Lernen in kleinen Schritten sehr befriedigend sein könne: «Es ist eine Fingerübung, genau wie beim Lernen von Gitarrenriffs. Man übt und übt und übt – und plötzlich ist man besser.»

Baldiger Nachschub

Monster-Games wie «Dark Souls» haben deshalb das Potential, selbst leichte Formen von Depressionen zu lindern, schreibt der «New Scientist». Nicht nur, weil man sich seinen Weg durch die Dunkelheit denken muss, wie Spieler berichten. Auch der wiederholte Kampf mit scheinbar unbesiegbaren End-Bossen hilft: «Wenn etwas nicht funktioniert hat, versuchst du es wieder und wieder – bis es klappt. Es ist verdammt aufmunternd, mit Willen und Intellekt eine Aufgabe zu meistern», sagte Paul, ein depressiver Gamer, dem Magazin. In «Dark Souls» kann man zudem in Situationen tiefster Verzweiflung andere Spieler um Mithilfe bitten. Dieser soziale Aspekt hat Depressive schon ermutigt, sich helfen zu lassen.

Wer also gerade in einem Loch steckt, muss nicht verzagen: Am 28. März folgt mit «The Ringed City» das nächste (und letzte) Kapitel der ultraharten Fantasy-Saga «Dark Souls». Wie alle Ausgaben des Rollenspiels wird auch dieser letzte DLC alles andere als ein Kinderspiel: Am Ende der Welt warten jede Menge unüberwindbare Feinde – doch damit auch die Gelegenheit, sich glücklich zu gamen.

(rtl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nikinio am 26.02.2017 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selberschuld

    Witzig wie einige hier schreiben dass Sie den ganzen Tag gamen und TROTZDEM Depressiv sind. Nirgendwo stand ihr solltet diese Games pausenlos spielen? Geht mal raus und lebt ein Leben. Ich game auch gerne aber mein Gott es hat Grenzen.

  • En Noob am 26.02.2017 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nioh

    Wer Dark Souls mag und eine PS4 hat, dem kann ich Nioh wärmstens empfehlen! Super Kampfsystem und sehr vielseitige Charakterentwicklung, ihr werdet es nicht bereuen!

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  • nervt aber am 26.02.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    kenn ich

    Habe mit einem Kollegen bei Halo ODST sicher 8h nach einem Gegenstand gesucht der das nächste Level freigeschalten sollte. Er hing dann auf einer Stromleitung - kam niemand auf die Idee da hochzuschauen und wir suchten den Boden milimetergenau ab

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nanoman am 27.02.2017 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    ist es echt gut ?

    also so langsam macht mich dieses Dark Souls neugierig.

  • fidler am 27.02.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    dise

    habe mir selbst Gitarre spielen beigebracht. Gamen ist die pure verblödung und ganz und gar nicht kreativ

    • Dragonborn am 27.02.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

      Guitar Hero

      schön für Dich. Dann Hopp zurück wieder Gitarre spielen :)

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  • FussballFan am 27.02.2017 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fifa?

    Ich frage mich weshalb nicht Fifa aufgelistet wurde... ;-)

    • Bloodborne am 27.02.2017 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      Geldmacherei

      Weil Fifa der selbe Aufguss, jedes Jahr immer wieder ist, und die Leute kaufens trotzdem. Ausserdem ist Fifa nicht anspruchsvoll.

    • AntiFifa am 27.02.2017 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      @FussbalFan

      Meinst du weil es agressiv macht? Habe noch nie ein spiel gesehen bei dem die Leute so agressiv wurden wie bei Fifa.

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  • nervt aber am 26.02.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    kenn ich

    Habe mit einem Kollegen bei Halo ODST sicher 8h nach einem Gegenstand gesucht der das nächste Level freigeschalten sollte. Er hing dann auf einer Stromleitung - kam niemand auf die Idee da hochzuschauen und wir suchten den Boden milimetergenau ab

    • Master Chief am 27.02.2017 09:34 Report Diesen Beitrag melden

      Halo Veteran

      Man, das zerbeulte Scharfschützengewehr leuchtet ja gelb. Ist doch nicht so schwierig.

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  • Nikinio am 26.02.2017 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selberschuld

    Witzig wie einige hier schreiben dass Sie den ganzen Tag gamen und TROTZDEM Depressiv sind. Nirgendwo stand ihr solltet diese Games pausenlos spielen? Geht mal raus und lebt ein Leben. Ich game auch gerne aber mein Gott es hat Grenzen.

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