Gamescom 2017

20. August 2017 06:29; Akt: 20.08.2017 06:29 Print

Spiele, Sport – und jede Menge Politik

eSport ist eines der Hauptthemen an der Gamescom. Doch die grösste Game-Messe Europas wird dieses Jahr auch so politisch wie noch nie.

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«Einfach zusammen spielen» – das aktuelle Motto klingt harmlos, doch in Köln geht es dieses Jahr um weit mehr als nur ums lockere Gamen. Das zeigt sich allein daran, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Spielmesse eröffnen wird. Schliesslich ist Wahlkampf, und da zählt jede Stimme. Auch jene von deutschen Gamerinnen und Gamern.

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Merkels Auftritt unterstreicht die wachsende Bedeutung der Branche, die in Deutschland endlich auch in der Politik erkannt worden ist. So werden zahlreiche weitere Gäste aus der Politik erwartet, die rund einen Monat vor der Bundestagswahl in einer extra dafür errichteten Wahlkampf-Arena Stellung zu Games und aktuellen Themen nehmen sollen. Kein Zweifel: So politisch aufgeladen wie dieses Jahr war die Gamescom noch nie.

Mehr ist mehr

Daneben dominiert das Thema Wachstum den Event. Mehr Aussteller, mehr Fläche und mehr Länder – die Gamescom erreicht 2017 neue Dimensionen. Rund 900 Aussteller aus mehr als 50 Ländern werden ab kommendem Dienstag in Köln ihre Highlights präsentieren. Als wichtige Entwicklung stellen die Veranstalter Virtual Reality (VR) und den boomenden eSport ins Zentrum. Kein anderer Sport hat sich in so kurzer Zeit aus der Nische zu einem Massenphänomen entwickelt. Diesem Trend wird die Gamescom mit einem breiten Angebot Rechnung tragen. Besonders freuen dürfen sich Fans auf Spiele im Rahmen der Playstation Masters am Freitag und Samstag. Wer nicht live vor Ort sein kann, kann den Event via Stream auf Twitch verfolgen.

Nicht ganz so euphorisch ist die Sachlage bei VR. Schon an der E3 war eine gewisse Skepsis gegenüber der neuen Technologie spürbar, Virtual Reality sei «noch nicht im Wohnzimmer angekommen», meinten dort selbst Brachenriesen wie Microsoft. Allerdings hat eine Messe wie die Gamescom auch die Möglichkeit, einen Trend neu anzuschieben – und darauf setzen Hersteller wie Sony oder HTC. Von letzteren wird eine VR-Lösung ohne Kabel für das Headset erwartet, das in Köln wohl erstmals in Europa getestet werden kann.

Spiele, Spiele, Spiele

Im Hardware-Bereich wird Microsofts neue Power-Konsole Xbox X die Massen anziehen. Als bisher kleinste und leistungsfähigste Konsole überhaupt soll sie herkömmliche Geräte in ihrer Leistung um 40 Prozent übertreffen, so das Versprechen. Bevor das Teil am 7. November auch bei uns auf den Markt kommen wird, dürften sich viele Gamer in Köln selber eine Meinung bilden wollen.

Und sonst? Spiele, Spiele und nochmals Spiele. Ubisoft etwa mit «Assassin’s Creed – Origins», «Far Cry 5», «Mario & Rabbids – Kingdom Battle» oder «The Crew 2». EA bietet mit «Fifa 18», «Need for Speed – Payback» oder «Star Wars – Battlefront 2» Hochkarätiges. Nintendo wartet mit «Super Mario Odyssey», «Metroid – Samus Returns» sowie «Monster Hunter Stories» auf.

Game-Highlights versprechen zudem Titel wie «Lego Marvel Super Heroes 2», «Project Cars 2», «Ni no kuni 2», «Pro Evolution Soccer 2018», «Total War – Warhammer 2», «Kingdom Come – Deliverance», «Spellforce 3», «Forza Motorsport 7», «Sea of Thieves», «Gran Turismo Sport», «Destiny 2» und nicht zuletzt «Call of Duty – WW2» zu werden.

Klar – das meiste wurde schon an der E3 in Los Angeles gezeigt. Aber dorthin kann man aus der Schweiz keinen schnellen Abstecher machen.

(str)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pz am 20.08.2017 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    schon intresant wie die politik alles für sich dreht.. vor 10 jahren war gamen noch schuld dif. amokläufen. da war gamen von der grossen masse auch noch nicht so akzeptiert. jetzt wo die gamer erwachsen sind, wählen gehen und keiner von ihnen wegen einem shooter massenmord betrieben hat ist es aufeinmal ganz harmlos... politiker sind einfach das letzte kaum einer hat eine eigene meinung und sie sagen nur das was die wähler hören wollen!

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  • Böse Zunge am 20.08.2017 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher spannend!

    Nächster Jahr werde ich die Gamescom sicher besuchen! Aber wirklich schlimm, wie sich Merkel hier den Leuten anbiedert. Vor wenigen Wochen stempelte ihre Partei alle Gamer von Ego-Shootern noch als potenzielle Amokläufer ab... Ob das ihr hilft?

  • meitli am 20.08.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    freude herrscht!

    freu mich schon riesig auf mittwoch :D auch wenn ich dieses jahr alleine geh, wird sicher der hammer :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.Va am 21.08.2017 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    endlich wieder GC

    fänds ja richtig toll wenn Frau Merkel in nem coolen Cosplay Kostüm auflaufen würd. Meine Favoriten wären Sylvanas, WonderWoman oder Sailor Moon

  • Rebel Son am 21.08.2017 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bähhh

    Sudden strike 4 ist da ,x-com kommt schon bald und tlou2 steht noch weit weg .nichts intressantes an der messe

  • andyfar am 21.08.2017 04:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endgame?!

    An die Gamescom gehen Mains und Alts um das neuste der Spieletechnik zu bestaunen und nette Gespräche/Bekanntschaften zu machen. Diesmal kann man sogar einen der Content Endgegner aus RL bestaunen, live und in SUHD xD

  • Ili am 20.08.2017 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fifa2317: lazershot

    «Lego Marvel Super Heroes 2», «Project Cars 2», «Ni no kuni 2», «Pro Evolution Soccer 2018», «Total War Warhammer 2», «Kingdom Come Deliverance», «Spellforce 3», «Forza Motorsport 7», «Sea of Thieves», «Gran Turismo Sport», «Destiny 2» und nicht zuletzt «Call of Duty WW2» Nächstes jahr: dieselben gitel mit der nummer 3, 16,usw. Also ich warte noch bis Call of Duty 71 - stones and sticks. Das beste: nur 1 map ist für die 70.- inklusiv, die restlichen sind als dlc für 5.- pro stück erhältlich Realy?!?

  • Rafael am 20.08.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Juckt niemanden

    Kein einziger E-Sports Fan wird nur deshalb für Sie stimmen. Politik spielt hier keine Rolle. Gamer sind von Beginn weg ein, bunt zusammengewürfelter, Haufen. Allerdings gibt es grosses Potential sich zu blamieren. "Pokemon..go...vote!" hat Clinton bestimmt keine Stimme eingebracht xD.

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